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Die Vergangenheit ist der Schlüssel zu unserer Zukunft

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Als Pädagogen, die die meiste Zeit mit den Mitgliedern der digitalen Generation verbringen, stehen wir oft vor der Herausforderung, wie wir die Jugendlichen erreichen können, die in der heutigen Welt der sozialen Medien, Influencer und blitzschnellen visuellen Impulse aufwachsen. Wir möchten ihnen alle Werte vermitteln, die wir aus Geschichte, Literatur und der Geschichte der Schwaben in Ungarn für wichtig, lehrreich und wertvoll halten.

Das Wanderschlüssel-Projekt, an dem sich unsere Schule beteiligte, beantwortet diese schwierige Frage. Das Thema ist bekannt: Wir untersuchten die Ansiedlung der deutschen Nationalität in Ungarn vor 300 Jahren bei einem spannenden Projekttag. Wir wollten alle Altersgruppen erreichen, nicht nur auf der Basis von Erfahrungen arbeiten, sondern auch alle, von den Erstklässlern bis zu den Teenagern, mit der Geschichte der Ansiedlung verbinden, um Fragen und Antworten zu finden.

In der Unterstufe hatten wir das Ziel, ein Lapbook zu erstellen, das auf einer Karte von Nana basiert. Dieses Lapbook war nicht nur eine einfache Zusammenfassung, sondern eine interaktive Reise zur Entdeckung der wichtigsten Orte und Geheimnisse von Nana. Wir stellten die wichtigsten Punkte von Nana im ausklappbaren Format vor. Die Kirche, die Schule, das Römische Bad, das Heimatmuseum und der Kalvarienberg wurden auf den Seiten präsentiert, wo wir etwas über die Geschichte und die Bedeutung dieser Orte für das Leben der Gemeinde erfahren konnten.

Aber wir begnügten uns nicht mit statischen Informationen: Wir setzten interaktive Methoden wie QR-Codes und Links ein, um den Schülern weitere interessante Fakten, Fotos und noch mehr Informationen zu bieten. Wir konzentrierten uns dabei nicht nur auf die traditionellen Attraktionen. Wir gestalteten auch den Kindergarten, den Fußballplatz, den Glockenturm und die Mühle interaktiv. Gemeinsam mit den Kindern planten und erstellten  wir diese besonderen Elemente so , dass sie einen noch tieferen Einblick in das Leben und die Geschichte von Nana bekommen. Wir achteten auch speziell auf die typisch schwäbische Straßenstruktur von Nana. Wir untersuchten die Straßen, den Grundriss der Häuser und den Charakter des Dorfes, um das Leben und die Geschichte der örtlichen Gemeinschaft besser zu verstehen und zu erleben. Wir besuchten den Grabsteinpark, wo wir über die historischen Denkmäler der Siedlung und die Ruhestätten der ehemaligen Bewohner informiert wurden. Wir sahen uns die Namen an und fanden die Aufschriften Bierbaum, Krabacz, Forsthoffer. Die Kinder waren erfreut zu entdecken, dass Menschen mit diesen Namen immer noch im Dorf leben. Besondere Aufmerksamkeit legten wir auch auf die Kirche von Nana und den dahinter liegenden Kalvarienberg. Wir besuchten die Kirche, wo wir die charakteristischen Merkmale des Gebäudes bewunderten und einen Einblick in die lokalen religiösen und kulturellen Traditionen erhielten. Die Stille und der Friede in der Kirche beeindruckten uns tief. Dieses Projekt brachte uns nicht nur die Geografie und die Geschichte von Nana näher, sondern half uns auch, das kreative Denken der Kinder zu entwickeln und neue Wege des Teilens und Erforschens von Wissen zu lernen. Es war eine Freude zu sehen, wie die Kinder mit Begeisterung die im Herzen des Bakony-Gebirges liegende Perle entdeckten und das Projekt mit ihrer eigenen Kreativität bereicherten.

Mit den Viertklässlern erstellten wir ein schwäbisches Bildwörterbuch, in dem die Wörter in Frakturschrift geschrieben wurden. Es entstanden wunderschöne Zeichnungen, und die Frakturschrift erinnerte an die Welt der Sprachdenkmäler, Kodexe und Kulturen der damaligen Zeit.

Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe hatten die Gelegenheit, im Rahmen einer kombinierten Projektstunde eine interaktive Präsentation über die Aussiedlung der Deutschen zu hören. Auf der Grundlage des Gehörten absolvierten sie einen Test mit Fragen, die in der ganzen Schule versteckt wurden. An jeder Station gab es zu den Fragen Puzzleteile, wobei die Schnellsten die Ulmer Schachtel zusammensetzen konnten.

Es war insgesamt ein Tag, an dem wir uns alle noch lange Zeit gerne erinnern werden. Nana ist für uns nicht nur ein Ort auf der Landkarte, sondern ein besonderes Erlebnis, bei dem die Vergangenheit und die Gegenwart in den Seelen der Kinder vereint wurden.

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