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Die ungarndeutsche Literatur ist immer mehr gegenwärtig im Unterricht, bei Rezitationswettbewerben, bei der Matura (Werke von Christina Arnold und Robert Becker waren 2024 Maturathesen), und sie ist Thema von Aufsätzen und Diplomarbeiten. Weniger bekannt sind die ungarndeutsche Kunstszene und ihre Akteure. Mit Hilfe des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) konnten wir eine aus acht Roll-ups bestehende Wanderausstellung „VUdAK in Bewegung“ zusammenstellen. Auf den acht Roll-ups werden 25 Mitglieder der Künstlersektion des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) vorgestellt. Die Wanderausstellung wurde bereits im Ungarndeutschen Landesmuseum in Totis, im Haus der Ungarndeutschen in Budapest und in sieben Schulen gezeigt.
Ebenfalls mit Unterstützung des BMI entstand auf der Webseite des Ungarndeutschen Pädagogischen und Methodischen Zentrums eine Online-Anthologie. Die Texte wurden von Robert Becker, Angela Korb und Johann Schuth für die einzelnen Altersgruppen ausgewählt. Als Einleitung kann man die 2002 erschienene Studie von Horst Lambrecht „Über unsere Literatur“ nachlesen. 2025 sollen didaktisierte Literaturtexte veröffentlicht werden.
Die Valeria-Koch-Wanderausstellung konnte beim Kulturtag in Waschludt und in der Deutschen Nationalitätengrundschule in Steinamanger gezeigt werden.
Mit Unterstützung der Budapester Deutschen Botschaft konnte im Dezember 2023 das Mundartmärchen „Ti Hausschlange“ von Robert Becker erscheinen. Auf der Webseite des Buches können die Käufer das Märchen im Vortrag des Autors hören und auch die hochdeutsche Übersetzung lesen. Das Mundartmärchen wurde erfolgreich vorgestellt in Feked – wo auch ein Escape-Spiel entstand –, im Haus der Ungarndeutschen, auf der Frauenkonferenz des Bundes der Vertriebenen in Bad Kissingen, bei der Internationalen Buchmesse in Budapest und anlässlich der Wilhelm-Knabel-Konferenz in der Grundschule und im Gymnasium in Bonnhard.

Silvia Petzold und Judit Klein machten 2022 Interviews mit Angela Korb, Nelu Bradean-Ebinger, Robert Becker und Josef Michaelis. Die beiden Letztgenannten konnten ihre Bücher im November im Liszt-Institut in Stuttgart bzw. im Haus des Deutschen Ostens in München präsentieren.
VUdAK-Mitglied László Kammerlohr-Kováts ermöglichte in der von ihm geleiteten Galerie „Vértes Agorája“ in Totiser Kolonie eine Gemeinschaftsausstellung der Künstlersektion und sorgte für die Herausgabe eines Katalogs mit einer Einführung von János Wolfart. Wir schulden Wolfart besonderen Dank, er hat mehrere Artikel über das Schaffen unserer Künstler verfasst und mehrere Ausstellungen eröffnet.
In Totiser Kolonie konnte im Jänner Csaba Szegedi ausstellen, auch ein Katalog erschien dazu. Ákos Matzon verfügt über eine große Bildersammlung. Einen Teil dieser Sammlung präsentierte er im Haus der Ungarndeutschen in Budapest. Er machte Ausstellungen im evangelischen Gymnasium in Aszód und im Benediktinergymnasium Martinsberg sowie mit seinen Studenten in der Budapester Walter-Rózsi-Villa.

Die Lebenswerkausstellung von Josef Bartl mit dem Titel „Motive der Identität“ ist bis Feber 2025 in der Galerie Sankt-Andrä zu sehen.
Gábor Kovács-Gombos hatte eine selbstständige Ausstellung in Raab, bekam für seine langjährige hervorragende Lehrtätigkeit im Hochschulwesen die Gedenkmedaille für Hochschuldienst. Über sein Schaffen erschien ein Buch von Gábor Martos, das beim Internationalen Buchfestival in Budapest und in der Újbuda-Galerie vorgestellt wurde.
Julius Frömmel durfte den Mednyánszky-László-Preis übernehmen.
Bernadett Breszkovics stellte mit Nóra Lajkó in der Galerie „Klauzál6 Projekt“, Erzsébet Lieber in der Galerie des Regierungsamtes der Schomodei in Kaposvár aus.
Beim Internationalen Buchfestival in Budapest hatte VUdAK wieder einen gemeinsamen Stand mit der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und dem Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek. Unter dem Titel „Ungarndeutsche Kinderliteratur“ lasen Christina Arnold, Robert Becker und Josef Michaelis.
Bei den Deutschen Literaturtagen in Reschitza konnten Christina Arnold, Csilla Susi Szabó, Nelu Bradean-Ebinger und Josef Michaelis ihre Werke präsentieren.
Entsprechend einer mehrjährigen Tradition veröffentlichen wir in den Doppelausgaben der Neuen Zeitung (NZ 13-14/2024, 33-34/2024) jeweils vier VUdAK-Seiten.
In den Zeitschriften und Publikationen „Barátság“, „Batschkaer Spuren“, im Deutschen Kalender, „Die KünstlerGilde“ erscheinen regelmäßig Gedichte, Prosawerke, Kunstwerke bzw. Rezensionen.
Unsere dreitägigen Werkstattgespräche veranstalteten wir vom 10. bis 12. Oktober 2024 in Kecskemét. Auf der Generalversammlung wurde das erste Mal der Adam-Misch-Kunstpreis verliehen, und zwar an Ákos Matzon für sein herausragendes künstlerisches Werk und für seine Verdienste um das fruchtbringende Zusammenwirken von Autoren und Künstlern im VUdAK.
Nächstes Jahr soll mit dem Claus-Klotz-Literaturpreis ein Autor gewürdigt werden. Die Autoren konnten in Klassen der Mercedes-Benz-Schule literarische Beschäftigungen abhalten. Die Präsentation der Wanderausstellung „VUdAK in Bewegung“ bereicherten die Schüler der „Vásárhelyi Pál“ Deutschen Nationalitätengrundschule mit ihrem literarisch-musikalischen Programm und die anwesenden Autoren mit ihren Lesungen.
VUdAK
Erschienen in: Signale 1/2024

