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Frischer Wind für den Nationalitätenunterricht
Das ZEITLINIE-Projekt begeistert Pädagogen
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres 2025/26 startete ein bemerkenswertes Fortbildungsprojekt für Lehrkräfte an ungarndeutschen Nationalitätenschulen: das ZEITLINIE-Workshopprogramm, das vom Ungarndeutschen Pädagogischen und Methodischen Zentrum (UMZ) organisiert wurde. Das Fachmaterial wurde von zwei engagierten Pädagoginnen – Judit Lazri und Katalin Boldizsár-Steckl – von der Deutschen Nationalitätenschule in Werischwar/Pilisvörösvár entwickelt und bot neue Impulse für den Volkskundeunterricht – praxisnah, kreativ und motivierend.
Vielfalt im Unterricht von zentraler Bedeutung
Die Workshops – mitfinanziert von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) – machten zwischen dem 25. August und dem 16. September 2025 in sechs Städten – Ödenburg/Sopron, Baje/Baja, Fünfkirchen/Pécs, Budapest, Waschludt/Városlőd und Werischwar/Pilisvörösvár – Station. In jeweils fünf Unterrichtseinheiten wurden die Inhalte strukturiert und praxisnah vermittelt.
Ein Lehrpaket mit Herz und Verstand
Im Mittelpunkt der Fortbildung stand die sogenannte „ZEITLINIE“, ein didaktisch durchdachtes Materialpaket, das Feste und Traditionen der deutschen Nationalität in Ungarn auf spielerische Weise vermittelt. Die TeilnehmerInnen – etwa zwanzig PädagogInnen aus verschiedenen Schulen pro Fortbildungsort – erhielten nicht nur theoretische Einblicke, sondern konnten die Materialien direkt vor Ort ausprobieren und eigene Ideen entwickeln. Am Ende der Fortbildung bekamen die teilnehmenden Schulen je ein Geschenkpaket.
Das Paket besteht aus einer visuellen Zeitlinie, die an der Wand befestigt werden kann, einer Materialmappe, die altersgerechte Beschreibungen der Ereignisse enthält, sowie einem Brettspiel mit dem Titel „Hier!“, das Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Sprachkompetenz fördert.
Zu Beginn des jeweiligen Workshops erhielten die Teilnehmenden eine Einführung in das ZEITLINIE-Projekt, wobei die Entstehung, die Ziele und die didaktischen Prinzipien des Lehrpakets vorgestellt wurden. Anschließend konnten sie die ZEITLINIE durch verschiedene Spiele, mit denen Feste und Traditionen der deutschen Nationalität vermittelt werden, erleben. In der dritten Einheit stand der handlungsorientierte Unterricht im Fokus, bei dem die Sprachförderung durch Bewegung und differenzierte Materialien für verschiedene Altersgruppen eine besondere Priorität bekommt. Die vierte Einheit widmete sich der Frage, wie Motivation und Nachhaltigkeit im Unterricht erreicht werden können. Hier wurden Beispiele für Wiederholungs- und Vertiefungsphasen sowie Mini-Unterrichtseinheiten präsentiert. Zum Abschluss hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Materialien im Detail kennenzulernen, eigene Ideen einzubringen und ein direktes Feedback zur Fortbildung zu geben.
Mehr als nur Unterricht – Identität stärken
Das Lehrmaterial verfolgt mehrere pädagogische Ziele. Es unterstützt junge Lehrkräfte im Volkskundeunterricht, vermittelt Lerninhalte über die deutsche Nationalität in Ungarn durch offene Lernformen und bereichert den Unterricht durch zahlreiche kreative Ideen. Darüber hinaus fördert es spielerisch die soziale und sprachliche Kompetenz der SchülerInnen und trägt zur Stärkung ihres Identitätsbewusstseins bei. Gleichzeitig unterstützt es das einheitliche Erscheinungsbild der ungarndeutschen Bildungseinrichtungen.
Besonders hilfreich ist die Materialmappe, die für jedes Ereignis eine Seite mit Bildern und Texten bietet. Die Beschreibungen sind flexibel und können je nach Altersgruppe angepasst werden. Für jüngere Kinder reichen wenige Schlüsselwörter, während ältere SchülerInnen ganze Sätze oder sogar vollständige Texte bearbeiten können.
„Hier!“ – Das Spiel, das verbindet
Ein besonderes Highlight des Pakets ist das Brettspiel „Hier!“. Es besteht aus sechs Teilen, auf denen Bilder und Symbole abgebildet sind. Das Spiel fördert die Aufmerksamkeit und Reflexe, stärkt das Gedächtnis und die Konzentration.
Ein Projekt mit Zukunft
Das ZEITLINIE-Projekt zeigt, wie kreative Initiativen von PädagogInnen den Unterricht bereichern können. Es ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie moderne Methoden und kulturelle Inhalte Hand in Hand gehen – zur Freude der Lehrkräfte und zum Nutzen der SchülerInnen.
Hier einige Rückmeldungen über die Workshops und das Material:
„Fantastisch – der Unterricht im Fach Volkskunde bekommt eine völlig neue Perspektive.”
„Es war ein praxisorientierter Workshop mit methodischem Fokus, bei dem wir Informationen und Materialien erhalten haben, die ich tatsächlich in meiner Arbeit nutzen kann.”
„Mein voller Respekt gilt den beiden Entwicklerinnen des Lehrmaterials – eine fantastische Arbeit, die eine echte Lücke schließt und von unschätzbarem Wert ist.”
„Es hat mich darin bestärkt, dass ich den Volkskundeunterricht für meine Schüler durch erlebnisorientierte Pädagogik interessant gestalten kann. Ich liebe es, meine Lernenden aktiv einzubeziehen und ihnen unsere alten schwäbischen Traditionen näherzubringen.”
„Wir haben sehr gut zusammengestelltes und gut einsetzbares Material erhalten.”
„Vielseitig, hilfreich, motivierend und lebendig.”
Das Projekt wurde durch das Bundesministerium des Innern (BMI) gefördert.
Das UMZ-Team






