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„Schlaf, Kindlein, schlaf“ im Hajoscher Schwabenklub

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Anstatt ein Nachmittagsschläfchen zu machen oder den milden Sonnenschein zu genießen, folgten am Sonntag, dem 24.03.2019 zahlreiche Hajoscher der Einladung der Nationalitätenselbstverwaltung und nahmen an der dritten Veranstaltung des „Schwabenklubs“ im Haus der Vereine teil.

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Diesmal wurde der preisgekrönte Abgedreht-Film „Schlaf Kindlein, schlaf“ gezeigt. Eingeladen wurden die Filmemacher Sára Schauer und Krisztina Csordás, ehemalige Schülerinnen des Ungarndeutschen Bildungszentrums, sowie ihr Lehrer Alfred Manz, der vor fünf Jahren bei der Herausarbeitung der Konzeption mitgewirkt hatte.

Nachdem Theresia Szauter, Initiatorin der Schwabenklub-Beschäftigungen, das Publikum zweisprachig begrüßt hatte, wurde der Film vorgespielt und anschließend konnten die sichtbar gerührten Zuschauer einer interessanten Podiumsdiskussion beiwohnen. Die Gäste erzählten über ihre Erinnerungen und Erlebnisse bei der Drehung ihres Filmes, aber auch das Publikum hatte die Möglichkeit Fragen zu stellen bzw. seine Gedanken und Gefühle bezüglich des schmerzhaften Sprachverlustes der Ungarndeutschen zu erzählen.

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Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die Mundart als wichtigstes Identitätsmerkmal erhalten bleiben bzw. durch das Hochdeutsche ersetzt werden kann. Man konnte unterschiedliche Meinungen über den veränderten Sprachgebrauch in den Familien und Gemeinschaften sowie die Chancen für das Überleben und die Weitergabe unserer Sprache hören. In einem nach der zweiten Aufführung mit einem Zuschauer in deutscher Sprache geführten Gespräch, ist auch dem Autor dieses Artikels bewusst geworden, dass die nötigen Sprachkenntnisse – wenn auch nicht immer in sicherer Form – oft noch vorhanden seien, aber aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit meistens das Ungarische in der täglichen Kommunikation vorherrscht. Es bleibt nur die Hoffnung, dass der Film mit seinen bescheidenen Mitteln sein Ziel erreicht hat und die Aufmerksamkeit auf das Verschwinden der Werte, in diesem Falle auf die Sprache gelenkt hat.

Möge die Hoffnung bestehen, dass es auch für uns Ungarndeutschen noch den märchenhaften Königssohn gibt, der das Volk aus seinem tiefen „sprachlosen“ Schlaf wachküsst und zu bewusstem Sprachgebrauch ermutigt.

ManFred

Der Film „Schlaf, Kindlein, schlaf“ erhielt 2014 den 1. Preis beim Ungarndeutschen JugendFilmfest und wurde auch in der Sendung Unser Bildschirm ausgestrahlt. (Video) >>>

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