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Bawazer Bohnenfest im virtuellen Raum
mit großem Erfolg

Dank der Initiative von Vivien Kresz-Tóth, Mitglied der örtlichen Deutschen Selbstverwaltung, fiel das beliebte Bawazer Bohnenfest, das bereits schon viermal mit großem Erfolg stattfand, nicht aus. Stattdessen setzten sich die Mitglieder der Deutschen Selbstverwaltung sowie die Kulturgruppen der Branauer Gemeinde mit gemeinsamer Kraft dafür ein, dass die Veranstaltung im virtuellen Raum ausgetragen wird.

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Am 16. Mai wurden auf der Facebook-Seite der DNSV Inhalte über Bawazer Gastronomie, Musik, Volkstanz, Mundartrezitationen, Trachtenschau und noch vieles mehr in Form von Bildern und Videoaufnahmen angeboten. Einerseits wurden die besten Momente der früheren Bohnenfeste heraufbeschworen, andererseits meldete man sich mehrmals am Tag mit neuen Themen.

Als zentraler Ort der Veranstaltung diente natürlich der Bawazer Schwabenhof. Dort kochten die Organisatoren viel Leckeres bzw. junge Musiker musizierten in einer neuen, für diesen Tag gegründeten Formation, der „Covid-Bawaz2020-Kapelle“. Neben den Musikern sorgte auch das gastgebende Kresz-Tóth-Duo für gute Stimmung.

Auch an weiteren innovativen Ideen mangelte es nicht. Die Jugendlichen, die Mitglieder der Jugendtanzgruppe des Bawazer Deutsch-Ungarischen Freundeskreises, stellten ein Quarantäne-Video zusammen, in dem sie ihre Lieblingstrachtenstücke anziehen und gemeinsam mit ihren Partnern über das Netz zusammen tanzen.

Wie bereits angesprochen, die Gastronomie blieb auch online ein fester Bestandteil des Bohnenfestes, ein interessanter Post war unter anderem, wie die Valeria-Koch-Preisträgerin Petra Stefán mit ihrer Familie anhand des Bawazer Kochbuchs „Punsoppe mit Heweknel“ (Bohnensuppe mit Hefeknödel) zubereitete.

Der ungarndeutsche Rezitationswettbewerb hat jedes Jahr zahlreiche Teilnehmer aus Bawaz, leider kam es diesmal wegen der Pandemie nicht zum Landesfinale. Auch für die Bawazer Kinder, die sicher mit guter Chance ihre Mundarterzählungen im Landesentscheid vorgetragen hätten, bot das Online-Fest eine hervorragende Möglichkeit, ihr Talent zu beweisen. Máté Schäffer bzw. Lotti und Balázs Tajti trugen also von daheim ihre spannenden Mundarttexte dem Publikum vor.

Abschließend bedankte sich Ibolya Käsz, Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Bawaz, bei allen, die das fünfte Bawazer Bohnenfest online verfolgt hatten, für das große Interesse. Das Online-Fest ging in der Hoffnung zu Ende, dass es 2021 wieder wie gewohnt stattfinden kann. Eines ist sicher, diesmal waren auch viele zwar online, aber live mit dabei.

Auf der Facebook-Seite der DNSV Bawaz sind weitere Inhalte über das Bohnenfest zu finden.

Martin Surman-Majeczki

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