HauptnachrichtUngarndeutscher Landesrezitationswettbewerb 2020 abgebrochen

Ungarndeutscher Landesrezitationswettbewerb 2020 abgebrochen

Zahlreichen Veranstaltungen ähnlich wurde auch der diesjährige ungarndeutsche Landesrezitationswettbewerb durch die Corona-Krise verdorben. Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen wollte diesmal den für Grund- und Mittelschulschüler angekündigten Wettbewerb, für den man sich mit Gedichten und Prosastücken in der Hochsprache oder in einer ungarndeutschen Mundart bewerben konnte, bereits zum 16. Mal durchführen. Ein Teil der regionalen Vorentscheide konnte noch umgesetzt werden, bevor Mitte März Präventionsmaßnahmen eingeführt wurden, aber die weiteren regionalen Runden hat man absagen müssen.

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„Die Endrunde in Budapest war für den 22. Mai eingeplant”, so Ibolya Sax, kommissarische Leiterin der Geschäftsstelle und Bildungsreferentin der LdU. „An den Vorentscheiden nehmen in der Regel landesweit mehr als tausend Kinder und Jugendliche teil, und die etwa zweihundert Besten von ihnen gelangen dann in die Endrunde und wetteifern um die vornehmsten Plätze. Das Finale ist jedes Jahr ein Highlight. Es ist sehr schade, dass es diesmal nicht dazu kommen kann. Alle Beteiligten investieren enorm viel Zeit und Energie in die Vorbereitung, und dafür danken wir den Schülerinnen und Schülern, ihren Pädagoginnen und Pädagogen, sowie auch ihren Eltern. Wir hoffen, den 17. Rezitationswettbewerb bereits wie gewohnt durchführen zu können.”

Laut Ibolya Sax gebe es aber erfreulicherweise manche kreativen Initiativen, die sich zum Ziel gesetzt haben, zu erreichen, dass das Publikum auf nicht alle Produktionen verzichten muss. Der Verband der Deutschen Selbstverwaltungen im Komitat Batsch-Kleinkumanien veröffentlichte zum Beispiel einen Aufruf: Wer sich in einer Mundartkategorie, bzw. mit einem Werk eines ungarndeutschen Autors für den Wettbewerb beworben hat und Lust hat, seinen Beitrag in Form eines Videos einzusenden, dessen Produktion wird auf die Facebook-Seite des Verbandes hochgeladen und einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

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