NachrichtenKurzgeschichten als Gesprächsanlässe

Kurzgeschichten als Gesprächsanlässe

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie einen Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Gibt es ein Idealpaar? Welchen Stress erlebt Luna? Ein Experiment in der Schule? Oder woanders? Kann eine Geburtstagsparty, die von vielen abgesagt wurde, doch gut ausgehen? Alltagsthemen, Gefühle und Verantwortung wurden an der Fortbildung mit dem Titel »„Achtung Kurzgeschichten: Alle einsteigen!“ – Eine kreative Fortbildung für Deutschlehrkräfte« in Ödenburg/Sopron und Tarian/Tarján Ende Mai 2025 in den Fokus gestellt.

Leonhard Thoma

Unter dem Titel „Achtung Kurzgeschichten: Alle einsteigen!“ fand Ende Mai eine inspirierende Fortbildung für Deutschlehrkräfte statt, organisiert vom Ungarndeutschen Pädagogischen und Methodischen Zentrum (UMZ). Der renommierte Autor und Referent Leonhard Thoma führte die Teilnehmenden mit viel Humor und Fachwissen durch die Welt der von ihm geschriebenen Kurzgeschichten im Deutschunterricht.

Die Veranstaltung wurde an zwei Standorten abgehalten: am 27. Mai an der Deutschen Nationalitätenschule in Ödenburg und am 28. Mai an der Deutschen Nationalitätenschule Grundschule in Tarian. Beide Fortbildungen waren mit über 20 interessierten Lehrkräften gut besucht. Die Zielgruppe umfasste Lehrerinnen und Lehrer der Klassen 1 bis 12, die neue Impulse für ihren Unterricht trotz Strapazen am Schuljahresende suchten.

Im Mittelpunkt der Fortbildung stand die Frage, wie literarische Texte – insbesondere Kurzgeschichten – nicht nur zum Lesen und Hören, sondern auch als Ausgangspunkt für kreative Sprech- und Schreibaktivitäten genutzt werden können. Thoma präsentierte ausgewählte Geschichten aus seinen Lektüren (Niveaustufen A1–C1) und zeigte praxisnah, wie alle vier Fertigkeiten – Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen – im Unterricht gefördert werden können, denn er meint: „Lektüre muss nicht nur Lesen bzw. Hören bedeuten. Geschichten können auch Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Sprech- und Schreibaktivitäten sein, auch für kleinere und größere Projekte. Dabei können auch Informationen aus dem Bereich Landeskunde erarbeitet werden.“

Ein besonderes Highlight war die Simulation von Unterrichtseinheiten, bei der die Teilnehmenden selbst in die Rolle der Lernenden schlüpften. Diese interaktive Herangehensweise ermöglichte es, die vorgeschlagenen Methoden direkt zu erleben und zu reflektieren. Ergänzt wurde das Programm durch theoretische Grundlagen, unter anderem durch den Aufsatz von Bernd Kast „Literatur im Anfängerunterricht“, sowie durch Gruppenarbeiten, in denen eigene Unterrichtskonzepte entwickelt und im Plenum präsentiert wurden. 

Neben den Texten von Thoma wurden auch weitere hilfreiche Materialien empfohlen, wie Rainer E. Wickes „Werkzeuge zur Arbeit mit literarischen Texten“ und „Zwischendurch mal … kurze Geschichten“. Diese Werke bieten zusätzliche Anregungen für die Arbeit mit literarischen Texten im Deutschunterricht und sind online frei zugänglich.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurden die praxisnahen Aufgaben, die kreative Herangehensweise und die Aktualität der behandelten Themen. Viele Lehrkräfte äußerten den Wunsch, die vorgestellten Methoden direkt im Unterricht umzusetzen.

Die Fortbildung zeigte eindrucksvoll, wie Literatur nicht nur zur Sprachförderung, sondern auch zur Entwicklung sozialer Kompetenzen und moralischer Werte beitragen kann. Die oft überraschenden Wendungen in den Kurzgeschichten bieten zudem ideale Anlässe für weiterführende Gespräche im Klassenzimmer.

Mit dieser Veranstaltung wurde ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung des Deutschunterrichts in Ungarn geleistet – praxisnah, inspirierend und voller kreativer Impulse.

Die Fortbildung wurde vom Staatssekretariat für Nationalitäten- und Kirchenangelegenheiten im Amt des Ministerpräsidenten unterstützt.

UMZ

Große ungarndeutsche Festivals – wo Tradition auf Gemeinschaft trifft

Neue Folge des Podcasts der LdU ist online.

Zwischen Werzwisch und Kreidepussn

Mariä Himmelfahrt als lebendige Erinnerungskultur der Ungarndeutschen - Im Rahmen des Projekts „Rund um das Jahr, rund um das Land” besuchte eine Gruppe aus Schambek Bonnhard.

Drei Länder, ein Ziel

Ez a hír csak egy nyelven érhető el. Kérjük váltson nyelvet.

„Entschuldigung: Warum muss man die Identität suchen?“

In Erinnerung an Georg Krix.

Georg Mertin: Die Hemdvermesser

Eine Familiengeschichte, die sich über drei Generationen erstreckt und deren Handlung von der ungarischen Gemeinde Perwall über ein kleines Dorf in Hessen und die Räume einer Universitätsstadt bis nach Paris führt.

Gábor Kerekes: Der steinige Weg. Studien, Porträts und Interpretationen zur modernen ungarndeutschen Literatur

Ein fundierter Überblick über die Entwicklung, die Themenvielfalt und die wichtigsten Vertreter der modernen ungarndeutschen Literatur.

Juhász Péter – Juhász Péterné Ballai Etelka Julianna: Emlékezzünk… Hajdúszoboszló a II. világháborúban

Diese mehr als 100-seitige Veröffentlichung ist nicht nur aus wissenschaftlicher und ortsgeschichtlicher, sondern auch aus gesellschaftlicher Sicht von herausragender Relevanz.