HauptnachrichtRekordbeteiligung beim 17. Landesweiten Weinwettbewerb der Ungarndeutschen – 782 Weine wurden bewertet

Rekordbeteiligung beim 17. Landesweiten Weinwettbewerb der Ungarndeutschen – 782 Weine wurden bewertet

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Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) und der Nadascher Winzerverein organisierten in diesem Jahr zum 17. Mal den Landesweiten Weinwettbewerb der Ungarndeutschen, wo die besten Winzer ausgezeichnet wurden. Die Preisverleihung fand am 18. April in Nadasch statt. Insgesamt wurde eine Rekordzahl von 782 Weinen – 377 Weißweine, 280 Rotweine, 101 Roséweine und 24 Schillerweine – für den Wettbewerb angemeldet, und zwar mit der Hoffnung auf gute Bewertungen und Preise.

Der von der LdU gestiftete Ehrentitel „Weißwein der Ungarndeutschen 2026“ ging an den 2025er Chardonnay der Kellerei Gábor aus Bonnhard, der „Rotwein der Ungarndeutschen 2026“ wurde der 2025er Shiraz der Kellerei Maul Premium Winery aus Willand, und der 2025er Merlot Rosé der Kellerei Mikóczi aus Báta wurde zum „Roséwein der Ungarndeutschen 2026“ ernannt. Der „Wein des Ungarndeutschen Parlamentsabgeordneten“ wurde in diesem Jahr zum vierten Mal gewählt – diese Auszeichnung ging diesmal an den 2025er Rheinriesling von der Kellerei Erdős aus Tokaj.

An der Preisverleihung nahm auch Gregor Gallai, Parlamentssprecher der Ungarndeutschen, teil: „Die herausragende Weinkultur der Ungarndeutschen basiert auf dem bekannten schwäbischen Fleiß, der kein ‚fast‘ kennt. Dieser Fleiß beginnt mit dem ersten Schnitt der Rebschere und endet erst, wenn im kühlen Keller das letzte Fass seinen Platz gefunden hat“, betonte er in seiner Begrüßung. 

Gregor Gallai, Parlamentssprecher der Ungarndeutschen, Csaba Schlapp, Vorsitzender des Winzervereins Nadasch, und Bürgermeisterin Szilvia Krasz-Auth

„Der Wein ist weit mehr als nur ein Getränk: Er schafft Gemeinschaft, bewahrt Tradition und vermittelt Werte. Deshalb freut es uns besonders, dass Nadasch erneut Gastgeber dieser bedeutenden Veranstaltung sein darf, bei der wir gemeinsam den Wein und die engagierte Arbeit der Winzer feiern können“, betonte Szilvia Krasz-Auth, Bürgermeisterin von Nadasch in ihrer Rede.

Zum Wettbewerb äußerte sich auch der Nadascher Winzer Stefan Rauschenberger, der mit seinem 2025er Blaufränkisch den Sonderpreis für den Besten Rotwein gewann: „Als Kleinwinzer stelle ich einen Teil meiner Weine aus eigenen Trauben her, den Rest kaufe ich zu. Von jeder Sorte stelle ich normalerweise 100–200 Liter her. Jedes Jahr reiche ich nur Weine aus dem letzten Jahrgang ein. Für mich sind in erster Linie nicht die Medaillen wichtig, sondern die fachliche Rückmeldung. Daraus kann man wirklich etwas lernen, wie die Jury die Weine bewertet.”

Der Nadascher Winzer Stefan Rauschenberger gewann mit seinem 2025er Blaufränkisch den Sonderpreis für den Besten Rotwein

Viele hervorragende Weine werden in der Zukunft das landesweit anerkannte Emblem für die erfolgreiche Teilnahme beim ungarndeutschen Weinwettbewerb tragen dürfen. Die Beteiligung setzte übrigens nicht voraus, dass die antretenden Winzer ungarndeutscher Abstammung sind. Vielmehr steht der Wettbewerb mit der deutschen Volksgruppe in Ungarn dadurch in Verbindung, dass seine Organisatoren Mitglieder dieser Gemeinschaft und begeisterte Bewahrer der von Generation zu Generation weitergegebenen ungarndeutschen Weinkultur sind.

Die Preisverleihung wurde von einer ungarndeutschen Kulturprogrammmit der Nadascher Feuerwehrkapelle und dem Mädel-Trio – Dorina Jónás, Anna Katona und Hédi Hahner – begleitet, danach wurde der Abend mit einem stimmungsvollen Schwabenball mit der Wemender Sextett Kapelle abgeschlossen. 

Die detaillierten Ergebnisse des diesjährigen Weinwettbewerbs sind hier erreichbar >>>

Fotos: Viktor Leidl
Weitere Veranstaltungsfotos >>>

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