HauptnachrichtDas UBZ wird 70 Jahre alt

Das UBZ wird 70 Jahre alt

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In Baje, am Ungarndeutschen Bildungszentrum wurde am 16. Mai ein besonderes Jubiläum, nämlich das 70-jährige Bestehen der Einrichtung, gefeiert. Die Organisatoren begannen bereits genau ein Jahr zuvor mit den Vorbereitungen, deren Ergebnis war, dass rund 900 ehemalige Schüler ihre frühere Schule an dem Tag wieder besuchten.

Bei der feierlichen Eröffnung begrüßte der Gesamtschulleiter Peter Stübler die Anwesenden, darunter auch Absolventen des Jahres 1960. Eine Festrede hielt auch Heike Toledo, Leiterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), die besonders zur kürzlich – bereits zum dritten Mal – verliehenen Auszeichnung „Exzellente Deutsche Auslandsschule“ gratulierte.

Auch Olivia Schubert, stellvertretende Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, teilte ihre festlichen Gedanken mit den Teilnehmern. Sie betonte, dass das UBZ eine prägende kulturelle Institution der Ungarndeutschen sei und als solche eine herausragende Unterstützung genieße. Ebenso trat Andrea Csubák-Besesek, Vizebürgermeisterin der Stadt, ans Mikrofon. Sie gratulierte zum bedeutenden Jubiläum sowie zur jahrzehntelangen hervorragenden fachlichen Arbeit.

Der Vorsitzende des Kuratoriums der Träger- und Betreiberstiftung des UBZ erinnerte sich als ehemaliger Schüler an persönliche Erlebnisse. Miklós Egri dankte den Organisatoren und der Gemeinschaft des UBZ und hob die Tätigkeit der Direktoren der vergangenen Jahrzehnte hervor. Den Abschluss der Festreden bildete die Hauptorganisatorin Theresia Szauter, Vorsitzende des Freundeskreises Frankel/UBZ, deren Ansprache zuvor mit langanhaltendem Applaus gewürdigt wurde. Im Anschluss an ihre emotionale Rede folgten gemeinsame Auftritte des Chors ehemaliger Schüler des UBZ sowie eines Partnerchors aus Krölpa (Thüringen/Deutschland).

Nach der Eröffnung gedachte die Leitung der Einrichtung mit einer Kerzenzeremonie der bereits verstorbenen Lehrkräfte und Schüler, insbesondere des Gründungsdirektors Dr. Paul Schwalm, an dessen Gedenktafel ein Kranz niedergelegt wurde.

Im weiteren Verlauf des Abends sorgten ein Schwabenball in einer der Sporthallen sowie ein Pop-Rock-Maifest mit der Band des Internats in einer anderen Halle für Unterhaltung. In den Klassenräumen fanden fortlaufend Klassentreffen statt, während sich im Zelt auf dem Hof Hunderte ehemalige Schüler in ausgezeichneter Stimmung trafen und miteinander ins Gespräch kamen. Bei einem Glas Wein oder einem Hamburger ließen die Damen und Herren ihre Erinnerungen an die Schulzeit wieder aufleben.

Leider spielte das Wetter nicht mit: Vom Beginn bis zum Abschluss in den frühen Morgenstunden regnete es ununterbrochen. Doch wie man sagt, konnte dies die Begeisterung nicht trüben. Jede Altersgruppe fand ein passendes Programm.

Am 16. Mai 2026 erlebten im UBZ etwa 1000 Menschen das großartige Gefühl der Zusammengehörigkeit der Frankel-/UBZ-Gemeinschaft. Gegen 23 Uhr sangen mehrere Hundert Teilnehmer, begleitet von einer Band, die Hymne der Schule – mindestens viermal hintereinander. Wer dies hörte, wurde um ein unvergessliches Erlebnis reicher.

70 Jahre sind eine lange Zeit. Nach Albert Wass soll man die Vergangenheit in der Gegenwart achten und für die Zukunft bewahren. In diesem Geist leben und arbeiten wir hier in Baje, in der Duna Straße 33. Gott erhalte uns!

Antal Fiedler

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