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Wenn Träume wahr werden

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So war der diesjährige TrachtTag an der Roten Schule in Budapest

Wer die Rote Schule besucht, weiß, dass am letzten Freitag im April die Tracht gefeiert wird.

Irgendwann vor zwei Jahren träumten wir einmal davon, eines Tages die ungarndeutsche Hochzeit mit Drum und Dran an unserer Schule im 18. Bezirk von Budapest ins Leben zu rufen. Dieser Traum wurde 2026 am TrachtTag wahr. Deutschlehrerin Fruzsina Liptai und das deutsche Lehrerkollegium der Schule brachten ein facettenreiches Programm auf die Beine, wo die Bräuche sowohl im Unterricht als auch auf dem Schulhof erweckt wurden. Bei den ersten Schritten der „Hochzeitsplanung“ half uns Martin Surman-Majeczki, wofür wir sehr dankbar sind. 

Bei der Braut

Hauptdarsteller waren die Siebtklässler, die in die Rollen Braut, Bräutigam, Brautführer, Brautjungfer, Eltern, Köchin und natürlich Pfarrer geschlüpft sind. Unsere rund 400 Schüler, die Kollegen und Ehrengäste waren das Hochzeitsvolk.

Die echten und zeitgemäßen Trachten bekamen wir aus Maratz/Mórágy ausgeliehen, wofür wir Anett Lieszkovszky, Mutter ehemaliger Schüler, sehr dankbar sind.

Abschied vom Elternhaus

Die Hochzeitsmusik durfte natürlich nicht fehlen. Die Hartianer Band Decibel sorgte für die authentische Musik und Stimmung. Mit Absprache und Leitung unserer Tanzpädagogin, Ibolya Bura, konnten wir im ungarndeutschen Tanzhaus verschiedene Tänze zur Live-Musik erleben. Für dieses wunderbare Erlebnis danken wir der Deutschen Selbstverwaltung des 18. Bezirks, die die Einladung einer echten Kapelle unterstützt hatte.

Nach den mal witzigen, mal berührenden Reimen der beiden Brautführer und Brautjungfer machte sich das Hochzeitsvolk auf den Weg in die „Kirche” und das „Wirtshaus”, die sich in der Turnhalle befanden. Der Schulchor bereicherte die Ereignisse mit ihren wundervollen Liedern. Nach der Haubung tanzte Groß und Klein, solange die Kapelle spielte. 

Hochzeitszug

An diesem Tag feierten wir nicht nur eine Hochzeit, sondern auch die Eröffnung der Wanderausstellung der Hochzeitsfotos aus Schorokschar/Soroksár, die eine ungarndeutsche Hochzeit verewigen. Für diese Möglichkeit danken wir Ilona Roth ganz herzlich.

Außerdem geht ein großes Dankeschön auch an Anita Gáller, Vizevorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung des 18. Bezirks, die als Krönung zum TrachtTag eine einzigartige Wandschoner-Ausstellung in unsere Schule zur Dekoration mitbrachte. Diese Wandschoner-Privatsammlung gehört Erzsébet Jungvirth-Bús aus Totis/Tata.

Hochzeitsessen

Natürlich fehlten die Leckereien an diesem tollen Tag auch nicht. Gugelhupf und Plätzchen in großer Menge. Hoffentlich bediente man sich nicht nur mit einem Stück Kuchen, sondern auch eine Portion Tradition, ohne die wir die Zukunft nicht weiterbauen könnten.

Klara Schmidt

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Fotos: Katalin Náray, Borbála Nagy, Katalin Imre-Farkas, Emese Várday

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