Nachrichten„Hans und Gretl”, oder „Huju fasing, krapfa rauz!”

„Hans und Gretl”, oder „Huju fasing, krapfa rauz!”

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Faschingsausklang am Faschingsdienstag in Elek

Im Rahmen des Projekts Rund um das Jahr, rund um das Land besuchten zwei Abgeordnete der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung Szeged, Mitglieder des Vereins der Ungarndeutschen im Komitat Csongrád sowie Studierende des Lehrstuhls für Ethnologie und Kulturanthropologie der Philosophischen und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Szeged auf Einladung des Vereins der Eleker Deutschen die Stadt Elek.

Hans-und-Gretl-Puppen – Foto von Josef Banner aus dem Jahre 1966 (Quelle: elekfoto.com)

Am 17. Februar 2026, am Faschingsdienstag, ging die diesjährige Reihe der Faschingsfeierlichkeiten in Elek zu Ende. Die Beschreibung des Brauchtums können Interessierte in den am Ende des Berichts aufgeführten, im Internet frei zugänglichen Quellen finden, daher werden sie hier nicht im Detail erläutert.

Trotz des frostigen Dienstagmorgens und des Werktages kam die Stadt Elek in Bewegung. Die sogenannten maszkák, also maskierte, kostümierte Umzugsteilnehmer, verkleideten sich und versammelten sich im Leimen-Haus (Elek, Kétegyházi Straße 2.). Hier wurde unsere Gruppe von Georg Hoffmann empfangen, der selbst bereits kostümiert auf den Beginn des Umzugs wartete. Die Teilnehmer (darunter wir Beobachter) wurden mit Kleinbussen zur Bushaltestelle am Ende der Kétegyházi Straße gebracht.

An der Seite der Pferdekutschen und der Räder von „Hans und Gretl” starteten wir den traditionellen Umzug durch die Stadt. Unter Lärm, Tanz und Musik wurden den „Schaulustigen” gegen ein symbolisches Kleingeld Krapfen angeboten. An den einzelnen Stationen warteten warmer Tee, ein wenig „Herzstärkung” und natürlich Krapfen auf die kostümierten Narren. Im Stadtzentrum herrschte reges Treiben; in den Schulen, Kindergärten, Krippen und beim Niedermayer-Haus konnten die Menschen in den Institutionen das „Ausrufen” und die Glückwünsche hören. Die Maskierten belohnten die Geduld und Aufmerksamkeit der Zuschauer mit Krapfen, und mancherorts wurden auch sie mit hausgemachten Krapfen bewirtet.

Der Umzug endete am Kulturhaus „Mihály Reibel”, wo nach der „Scheinhochzeit” von Hans und Gretl der Verzehr von gefülltem Kraut und deutsche Tänze unsere Energiereserven wieder auffüllten.

Es war erfreulich zu sehen, dass im multiethnischen Elek jeder die Traditionen der Deutschen als seine eigenen empfindet und auch die Stadtführung aktiv an der Bewahrung und Gestaltung der lokalen Identität und der lokalen Identität der Deutschen mitwirkt sowie den gemeinschaftlichen und infrastrukturellen Rahmen für deren Erleben schafft.

Gergely Takács

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Quellen:

Banner, József: Elek község német személynevei. In: Békés Megyei Múzeumok Közleményei 2. 
http://library.hungaricana.hu/hu/view/MEGY_BEKE_BMMK_02/?pg=188&layout=s

Banner, József – Mester, György: Faschingsbrauchtum der Ungarndeutschen von Elek. In: Acta Ethnographica Hungarica 15. (1966) 3-4. pp. 319-339. 
http://real-j.mtak.hu/2924/

Mester, Klára: „Huju fasing, krapfa rauz!” – avagy azok a híres, régi, három napos eleki farsangok.
http://elekfoto.com/2015/02/12/huju-fasing-krapfa-rauz-avagy-azok-a-hires-regi-harom-napos-eleki-farsangok/

Erlebnisbericht der Szegeder Ethnologie-Studierenden:
https://etnoszeged.substack.com/p/elmenybeszamolo-eleki-svab-farsang

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Das Interview mit Georg Hoffmann wurde von Gergely Takács, dem Abgeordneten der Ungarndeutschen Nationalitätenselbstverwaltung Szeged, geführt, die Videoaufnahmen wurden von Alexandra Korom, der Vorsitzenden der Ungarndeutschen Nationalitätenselbstverwaltung Szeged, erstellt.
Schnitt: Károly Radóczy

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