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Starke Interessenvertretung, enge Zusammenarbeit, stabile Zukunft für die Minderheiten

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Ungarndeutsche Kandidatin:
Olivia Schubert bewirbt sich um das FUEN-Präsidium

Olivia Schubert, stellvertretende Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) und seit 2022 Vizepräsidentin der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN), kandidiert für das Amt der FUEN-Präsidentin. Die Präsidentschaftswahl findet am 25. Oktober 2025 in Bozen (Südtirol, Italien) statt.

Olivia Schubert

Schubert blickt auf eine jahrzehntelange, enge Zusammenarbeit mit FUEN und ihren Mitgliedsorganisationen zurück. Ihre Überzeugung: Minderheiten sind nicht nur Bewahrer von Sprache, Tradition und Kultur, sondern auch Brückenbauer zwischen Nationen – und damit entscheidend für Frieden, Demokratie und Verständigung in Europa.

„FUEN ist der wichtigste Motor dieser Bestrebungen. Als Präsidentin möchte ich unsere politische Schlagkraft stärken, die Ziele der Minority SafePack Initative (MSPI) auf EU-Ebene konsequent weiterverfolgen und die langfristige Basis für die Arbeit der Organisation sichern“, so die Kandidatin. Dabei liegt ihr besonders am Herzen, die Interessenvertretung der Minderheiten durch eine noch engere Vernetzung und Kooperation mit nationalen wie internationalen Organisationen des Minderheitenschutzes auszubauen. Zugleich will sie die Arbeit an den Zielen der MSPI fortführen, unter anderem in enger Zusammenarbeit mit der Minority Intergroup im Europäischen Parlament, und sich nachdrücklich für die Einrichtung eines beratenden Gremiums für Minderheitenfragen bei der EU-Kommission einsetzen. Ebenso zentral ist für sie die langfristige Sicherung der Arbeitsgrundlagen von FUEN, wozu stabile Finanzierung, verlässliche Personalstrukturen, juristische Betreuung, Digitalisierung, Nachwuchsförderung sowie eine starke Öffentlichkeitsarbeit gehören.

Erste Schritte als Präsidentin

Zu Beginn ihrer Amtszeit plant Olivia Schubert, sich persönlich bei den wichtigsten internen und externen Partnern vorzustellen, einen Aktionsplan zur Fortsetzung der MSPI-Arbeit zu erarbeiten und die Finanzierung ab 2026 zu überprüfen sowie neue, langfristige Finanzierungsquellen zu erschließen.

Starke persönliche und fachliche Eignung

Die Ungarndeutsche, Olivia Schubert wuchs in einer multikulturellen Region Südungarns auf, geprägt durch das Zusammenleben verschiedener Minderheiten. Nach ihrem Studium in Köln (Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Minderheitenrechte) widmete sie ihre berufliche Laufbahn den Anliegen von Minderheiten. Seit 25 Jahren bekleidet sie führende Positionen im Minderheiten- und Bildungswesen, baute breite Netzwerke auf und arbeitete eng mit Institutionen wie Europarat, Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, Vereinte Nationen und Europäische Union zusammen.

Ihre Stärken: langjährige Führungserfahrung, strategisches Denken, internationale Vernetzung und die Fähigkeit, Menschen zu verbinden. Damit verkörpert sie die Doppelbasis, die für das Präsidentenamt entscheidend ist: persönliche Identität als Angehörige einer Minderheit und umfassende internationale Expertise.

Olivia Schuberts Kandidatur betrifft ihre derzeitige Position in der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen nicht, da sie im Falle ihrer Wahl die Aufgaben der FUEN-Präsidentin im gesellschaftlichen Ehrenamt übernehmen würde.

FUEN als starke Stimme für Europas Minderheiten

Seit 75 Jahren ist FUEN die repräsentativste Interessenvertretung der autochthonen nationalen Minderheiten in Europa. Sie setzt sich für ein demokratisches, vielfältiges und diskriminierungsfreies Europa ein, in dem Minderheiten gleichberechtigt teilhaben können.

„FUEN soll auch in Zukunft eine starke, verlässliche Stimme bleiben – sichtbar gegenüber EU-Institutionen, nationalen Regierungen und der Öffentlichkeit. Gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen möchte ich unsere Rolle als Brückenbauer in Krisenzeiten und als Vorbild im europäischen Minderheitenschutz weiter ausbauen“, betont Olivia Schubert.

Mit ihrer Kandidatur lädt sie die FUEN-Mitgliedsorganisationen ein, diesen Weg aktiv mitzugestalten und sie bei der kommenden Wahl zur Präsidentin zu unterstützen.

#HalloJugend 3.0 – 14. Schwabenjugendtreffen in Kier

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In ausgelassener Stimmung verlief
das diesjährige Landesrat-Sommerabschlusstreffen der Schwabenjugend

Die anderthalbjährigen enthusiastischen Vorbereitungen der Organisatoren des kleinen, nur 600 Einwohner zählenden Ortes trugen an diesem Wochenende Früchte, denn eine professionelle Umgebung und eine angemessene Infrastruktur boten den Jugendlichen komfortablen Rahmen für die Veranstaltung. Das Treffen begann mit einem Kennenlernabend, der mit einer Party spät in der Nacht endete, bei der die Band Junge Spatzen aus Nadasch und die Schwung-Kapelle aus Gereschlak für beste Stimmung sorgten. 

Am nächsten Vormittag fand ein fröhlicher Wettbewerb und die landesweite Jugendkonferenz #HalloJugend 3.0 statt. Als Auftakt sangen die Jugendlichen aus der Region als Zeichen ihrer Zusammengehörigkeit die Hymne von Kier. Anschließend wurde die Vergangenheit der Gemeinde durch die Fotosammlung von „Onkel Sepi”, dem allseits bekannten Josef Molnár, zum Leben erweckt. Kier ist ein Juwel, das sich einer aktiven ungarndeutschen Gemeinschaft rühmen kann, in der das Leben und die Pflege ihres dreihundertjährigen deutschen Erbes für alle Einwohner von grundlegender Bedeutung sind. Im Anschluss gab es einen Vortrag über das Hügelland „Völgység”. Die Jugendlichen konnten aus dem Vortrag von Ilona Köhler-Koch die Herstellung von Patschkern, dem für die Region typischen handgefertigten Schuhwerk, kennenlernen. 

Obwohl das regnerische Wetter den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung machte, begann das Galaprogramm statt der Parade mit einem feierlichen Einzug. Die Roger Schilling Kapelle aus Paks unter der Leitung von József Fricz eröffnete die Gala, dann begrüßte Erika Horváth-Gál, Bürgermeisterin von Kier, die Jugendlichen, und anschließend fasste László Kreisz, Vorsitzender des Landesrates der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen, zusammen, was die ungarndeutsche Herkunft für die deutschstämmige Bevölkerung in Ungarn bedeutet. Die dreihundertjährige deutsche Identität gibt Haltung und Halt in der heutigen verwirrenden Welt, in der wir uns den Herausforderungen des Alltags stellen müssen. Er ermutigte die Jugendlichen, ihre Traditionen mutig zu leben, sie mit ihrer reinen, jugendlichen Energie zu füllen und all das, was von Generation zu Generation in ihren Adern fließt, zu lebendigen Werten werden zu lassen. 

An der Veranstaltung nahmen folgende Gäste teil: Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Parlamentsabgeordneter János Süli, György Féhr, Vorsitzender des Verbandes der DeutschenNationalitätenselbstverwaltungen der Tolnau, Attila Horváth, Vorsitzender der Komitatsversammlung von Tolnau, LdU-Vollversammlungsmitglieder Ilona Köhler-Koch und Gregor Gallai, Erika Horváth-Gál, Bürgermeisterin von Kier,  Orsolya Baumann, Vorsitzende der Kierer Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung, Landesrat-Vorsitzender László Kreisz, in Vertretung der Landesrat-Jugendsektion Vorsitzende Edina Bunth sowie Vizevorsitzende Viktória Varga und Berta Bakó, Julianna Szabó, Vorsitzende der Tanzsektion des Landesrats, bzw. Pfarrer József Erb, der die Veranstaltung auf Deutsch segnete. 

Das Galaprogramm begann mit einer je einminütigen Vorstellung der teilnehmenden Jugendgruppen, gefolgt von ihren Gesangs- und Tanzaufführungen. Der Abend endete mit einem traditionellen Schwabenball, bei dem die Kierkrain aus Kier und die Löder Buam aus Waschludt für gute Stimmung sorgten. 

Am Sonntag versammelten sich die Jugendlichen zur deutschen Messe und banden gemäß Kierer Tradition Bänder mit den Namen ihrer Vereine an den Abschiedsbaum, den die Teilnehmer des Treffens gemeinsam auf dem Platz vor der Kirche aufstellten.

Sie trafen sich anschließend zu einem weiteren „Jugendblick”, bei dem die Ergebnisse der Wettbewerbe bekannt gegeben und die Erfahrungen der zweieinhalb Tage zusammengefasst wurden. Bürgermeisterin Erika Horváth-Gál schloss das Treffen mit einem treffenden Gedanken: „Der Herr hat die Wüste geschaffen, damit die Menschen lächeln, wenn sie die Oase erreichen. “ Sie zog damit eine Parallele, wonach in der Hektik des Alltags die ungarndeutschen Jugendlichen für Kier in diesen drei Tagen die Oase darstellten. 

Die Jugendlichen konnten ein inhaltsreiches und stimmungsvolles Wochenende zusammen verbringen, von dem sie hoffentlich in ihren Gemeinden berichten werden, damit die nächsten Treffen noch besser besucht sind. Wir heißen alle nächstes Jahr in Polan herzlich willkommen!

Die Veranstaltung wurde durch das Bundesministerium des Innern (BMI), die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU), die Regierung Ungarns, die Gemeinde Kier, die Kierer Deutsche Nationalitätensenselbstverwaltung und die Kierer Deutsche Nationalitätentanzgruppe gefördert.

LandesratForum

Foto: Attila Székely

LUX 90 – „Die Kunst ist meine innere Heimat“

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Am 17. September 2025 um 18 Uhr wurde im feierlichen Rahmen die Ausstellung des bildenden Künstlers Antal Lux im Haus der Ungarndeutschen eröffnet. Zur Vernissage luden der Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) und das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek (Zentrum) ein. Die Schau ist bis zum 25. Oktober nach vorheriger Anmeldung unter info@zentrum.hu zu besichtigen.

Präsentation eines vielseitigen Lebenswerks

Antal Lux

Die Ausstellung zeigt das reiche und vielfältige künstlerische Lebenswerk von Antal Lux, das sieben Jahrzehnte umfasst, von klassischer Grafik und Malerei über Skulptur, Videokunst und Elektrografik bis hin zur Konzeptkunst. Der Künstler wurde 1935 geboren und feierte in diesem Frühjahr seinen 90. Geburtstag, den er auch mit neuen Werken beging. In der Ausstellung sind auch zwei frisch entstandene Arbeiten zu sehen.

Der Beginn von Lux’ Laufbahn ist mit Sorokschar verbunden, wo er gemeinsam mit Ádám Misch die Grundschule besuchte, und Mitte der 50-er Jahre an der freien Schule von István Ilosvai-Varga lernte. Nach der Revolution von 1956 verließ er Ungarn und schloss 1965 sein Studium an der Stuttgarter Kunstakademie ab. 1970 zog er nach Berlin. Im Laufe der Jahrzehnte beeinflussten verschiedene Stilrichtungen wie Pop-Art, Surrealismus, Informel oder Dada sein Schaffen, wobei er häufig bildliche und literarische Elemente miteinander verknüpft.

Inspiration und Energie auch mit 90

Bei der Eröffnung wurden Auszüge aus einem zuvor geführten Gespräch zwischen dem Kunstsachverständigen János Wolfart und Antal Lux vorgelesen, das Einblicke in die Gedankenwelt und Inspirationsquellen des Künstlers gab. Lux betonte, dass er auch mit 90 Jahren noch aktiv arbeite, was die zahlreichen neuen Werke dieses Jahres beweisen. Er sagte: „Mein Zuhause ist dort, wo ich arbeiten kann: Berlin, Schorokschar, Honolulu. Die Kunst ist meine innere Heimat.“

Er erläuterte zudem, dass seine Kunst nicht die naturgetreue Abbildung der Wirklichkeit sei, sondern Gedanken durch Farben, Formen und Komposition ausdrücke. So ist es nicht überraschend, dass in seinen Arbeiten der Name Kurt Schwitters oder das Wort Dada auftauchen; sie sind nicht bloße Hinweise, sondern spiegeln sein künstlerisches Credo wider.

Musikalisches Erlebnis: Klassisch und volkstümlich

Das musikalische Programm von Zsuzsa Krausz-Hommer und Stefan Valentin machte die Vernissagezu einem besonderen Ereignis. Der Abend begann mit einem von Béla Bartók bearbeiteten ungarischen Volkslied, dem folgte das Stück Hüvelyk Matyi von Sándor Szokolay sowie der Toccatina“ von Kabalewski, dargeboten mit Violine, Gesang und Klavier.

Der zweite musikalische Block erinnerte an die Traditionen der Ungarndeutschen: Balladen aus der Sammlung des Vereins für Ungarndeutsche Traditionspflege Harast erklangen, darunter Es treibet der Jäger und Es war einmal eine Müllerin. Den Abschluss bildete das Lied Wo’s Dörflein dort zu Ende geht.

Anna Schulteisz

Weitere Bilder >>>
Foto: Ludwig Grund/Zentrum.hu

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Organisatoren:
Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek
Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler

Förderer der Veranstaltung:
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Ministerpräsidium über den Bethlen-Gábor-Fondsverwalter (NKUL-KP-1-2025/3-000466)

Transparente und verantwortungsvolle Arbeitsweise

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Die Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen tagte am 20. September. Auch diesmal wurden Themen diskutiert, die wohlüberlegte Entscheidungen erfordern – stets mit dem Ziel, eine transparente und verantwortungsvolle Arbeitsweise im Interesse der ungarndeutschen Gemeinschaft zu gewährleisten.

Auf der Tagesordnung standen unter anderem:

  • der Halbjahreshaushaltsbericht und die Anpassung des Haushaltsplans – aus dem Bericht ging hervor, dass die Haushaltsführung der LdU weiterhin verantwortungsvoll und ausgeglichen ist,
  • die Jahresberichte der von der Landesselbstverwaltung getragenen Bildungs- und Kultureinrichtungen – in diesem Zusammenhang betonte der Bildungsausschuss die Bedeutung der Popularisierung der Nationalitätenschulen, da diese für den Erhalt der Muttersprache, die Pflege der kulturellen Identität und die Stärkung der ungarndeutschen Gemeinschaft eine unverzichtbare Rolle spielen,
  • der aktuelle Stand der laufenden Investitionen und öffentlichen Beschaffungen.

Die Vollversammlung ist das 47-köpfige, wichtigste Beschlussorgan der LdU, das über Fragen entscheidet, welche die Zukunft der ungarndeutschen Gemeinschaft prägen.

Die vierteljährlich stattfindenden Sitzungen – an denen neben den Abgeordneten auch zahlreiche leitende Fachleute teilnehmen – sind für alle Interessierten offen.

Diese Tagung war aber aus einem bestimmten Grund noch besonderer: Die Mitglieder der Vollversammlung verabschiedeten Ibolya Sax, die fast 25 Jahre lang eine engagierte Mitarbeiterin der Geschäftsstelle der LdU war – zunächst als Kulturreferentin, später als Bildungsreferentin.

Ibolya Sax

Sie ist in unserer ungarndeutschen Gemeinschaft weithin bekannt und geschätzt. Ihre Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Fachkompetenz waren über Jahrzehnte hinweg ein fester Ankerpunkt für viele von uns. Ibolya setzt ihre Laufbahn nun in einer neuen Aufgabe fort: Als Direktorin der Deutschen Nationalitätenschule Werischwar wird sie gewiss mit derselben Hingabe und Liebe wirken, wie sie es bei der LdU getan hat. 

Monika Sax

Gleichzeitig wurde auch ihre Nachfolgerin willkommen geheißt: Monika Sax, die bereits als Vollversammlungsmitglied ihre Kompetenz und ihr Engagement unter Beweis gestellt hat. Wir freuen uns schon auf die Zusammenarbeit!

Information, Inspiration, Orientierungshilfe

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6. Bildungsmesse an der Audi Hungaria Deutschen Schule Győr

Die Raaber Bildungseinrichtung bietet jährlich die Veranstaltung an, in deren Rahmen interessierte Schüler, die vor der Berufs- und Studienwahl stehen, von namhaften Ausstellern aus dem In- und Ausland quasi aus erster Hand wertvolle Informationen bezüglich Berufs- und Studienwahl erhalten.

Die ungarische Schulleiterin Katalin Tálos betonte in ihrer Begrüßungsansprache die Bedeutung der Messe, die ein Forum bietet, wo Aussteller und Schüler die Gelegenheit nutzen können, miteinander ins Gespräch zu kommen. An der diesjährigen Bildungsmesse stellten sich an die 30 Hochschulen, Universitäten und Unternehmen – sowohl aus Ungarn als auch aus dem deutschsprachigen Ausland – den Fragen der Schüler. Die meisten Aussteller boten auch Vorträge und Präsentationen an, um den Jugendlichen ein umfassendes Bild von Ausbildungs- und Karriereprogrammen zu geben. Einige ausländische Aussteller waren online zugeschaltet, auch dieses Format wurde von den jungen Leuten gerne genutzt.

Neben der eigenen Schülerschaft kamen zahlreiche Schüler, auch ganze Schulklassen, aus verschiedenen Schulen der Stadt, um sich über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Die Stände der namhaften Universitäten Ungarns (wie ELTE, Corvinus, PTE), aber auch Österreichs und Deutschlands waren allesamt gut besucht, auch die Vertretungen von Audi Hungaria, BOS und KACO erfreuten sich regen Interesses. Letztere sind bedeutende Partnerunternehmen der schulinternen dualen Berufsausbildung und engagieren sich auf dem Gebiet der praktischen Ausbildung der zukünftigen „Fremdsprachigen Industriekaufleute“. Ende des vergangenen Schuljahres legte bereits der siebte Abschlussjahrgang erfolgreich seine Prüfungen ab.

Die wachsende Beliebtheit und der stetige Anstieg sowohl der Aussteller- als auch Besucherzahlen beweisen die fundierte Organisation der Berufs- und Bildungsmesse, die nun schon auf die Erfahrung von insgesamt sechs Veranstaltungen zurückblicken kann. Aufgrund der positiven Rückmeldungen, der wertvollen Anregungen und des regelmäßigen Monitorings von Seiten des Studienberatungsteams der Schule wird die Veranstaltung immer wieder den Anliegen und Bedürfnissen sowohl der Aussteller als auch der vor der Berufs- und Studienwahl stehenden jungen Menschen angepasst. Auf diese Weise ist die Veranstaltung stets auf dem neuesten Stand und wird auch in Zukunft ein umfassendes Informationsangebot präsentieren.

Audi Hungaria Deutsche Schule Győr

7. Oktoberschulfest an der Audi Hungaria Deutschen Schule Győr – Stimmung wie auf der echten Wies’n

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Nahezu zeitgleich mit dem Start des Münchner Oktoberfestes fand am 19. September 2025 in der Raaber Bildungseinrichtung die nun schon traditionelle Veranstaltung statt, die mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, sowohl zur Pflege des Brauchtums als auch zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls der Schulgemeinschaft beizutragen.

Oktoberschulfest an der Audi Hungaria Deutschen Schule Győr

Auch dieses Mal war die große Sporthalle festlich dekoriert, wo sich nahezu 1100 Besucher einfanden. Dies ist die bislang höchste Teilnehmerzahl, welche Beliebtheit und Erfolg des Oktoberschulfestes widerspiegelt. Neben der Schulgemeinde waren zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Sport, Kultur und Wirtschaft gekommen, um bei diesem einzigartigen Fest dabei zu sein. Auch viele ehemalige Schüler und Absolventen der Schule ließen sich diese Gelegenheit zum Wiedersehen nicht entgehen.

Die Veranstaltung wurde von Tünde Havassy, Vorsitzende der Audi Hungaria Schule Öffentlichen Träger- und Betreiberstiftung, und Katalin Tálos, der ungarischen Schulleiterin, gemeinsam eröffnet. In ihrer kurzen Begrüßungsansprache äußerten beide ihre Freude darüber, dass so viele Gäste der Einladung gefolgt sind, um dieses Fest gemeinsam mit der Schulgemeinde zu feiern. Sie wünschten allen Anwesenden viel Spaß und gute Unterhaltung.

Den musikalischen Rahmen lieferten dieses Mal zwei Ensembles: Die Band Die Adlersteiner unterhielt das Publikum mehr mit traditionellen Klängen, wodurch schon bald echte Festzeltstimmung aufkam. Am späteren Abend spielte die Band Búgócsiga populäre Musik – international bekannte Hits sowie beliebte ungarische Melodien, zu denen ausgiebig getanzt wurde.

Die Band „Die Adlersteiner

Selbstverständlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt, die Gäste konnten aus einem reichhaltigen Angebot an bayerischen Schmankerln wählen, dazu gab es sogar frisch gezapftes Festbier – natürlich nur für die Erwachsenen. Die teilnehmenden Schüler erhielten jeweils eine bayerische Breze und ein Erfrischungsgetränk.

Während die Erwachsenen die Festzeltstimmung genossen, konnten sich die Kinder an verschiedenen Spielstationen die Zeit vertreiben. Bei manchen Attraktionen, wie z.B. der Hüpfburg, dem Air-Hockey oder dem Rodeo, bildeten sich lange Warteschlangen. Aber auch die weniger bewegungsintensiven Angebote wurden von den Kindern gerne angenommen, so wurden mit großem Eifer Legokreationen gebaut, Plüschtiere gebastelt und am Blaufärbertisch Tücher bedruckt. 

Natürlich gab es auch eine Tombola, und zwar in neuem Format: Die Lose wurden über einen längeren Zeitraum am Tombolastand verkauft und kleinere Gewinne konnten gleich abgeholt werden. Am späteren Abend wurden die Gewinner der wertvolleren Preise und des Hauptpreises aus den vorherigen Leerlosen ermittelt, wodurch die Ziehung zügig über die Bühne ging und die Feierstimmung nur kurz unterbrochen wurde.

Das diesjährige Oktoberschulfest war wieder einmal ein voller Erfolg – tolle Stimmung, gut gelaunte Gäste, von denen nicht wenige bis zum späten Abend ausgelassen feierten.

Audi Hungaria Deutsche Schule Győr

Tragbare Tracht – Projektaufruf

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Das Ziel des LdU-Projekts Tragbare Tracht ist es, gemeinsam eine bequeme Kleidung zu finden, die auf den ungarndeutschen Traditionen basiert und eine geeignete Alternative zum Dirndl darstellt.

Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen sucht Trachten, die die Muster, Motive und Stimmung der ungarndeutschen Volkstracht bewahren, gleichzeitig jedoch bequem zu tragen sind und bei festlichen Anlässen eine würdige Alternative zum Dirndl bieten.

Was werden erwartet?
– Fotos von Kleidungsstücken, die bereits angefertigt wurden.
Die Kleidung soll bequem und tragbar sein und nicht dem klassischen, aber fälschlicherweise verwendeten Dirndl folgen, sondern aus den Traditionen der Ungarndeutschen schöpfen.

Wie kann man die Bilder einreichen?
Die Fotos senden Sie bitte an die E-Mail-Adresse jencsikildiko@ldu.hu
Bitte geben Sie in der E-Mail an, welche Tracht als Vorbild für das Kleidungsstück genommen wurde, und Ihre Kontaktdaten für eine mögliche spätere Kontaktaufnahme.

Einsendeschluss: 30. Oktober 2025

Vielen Dank, dass Sie zur Bewahrung und Weitergabe der ungarndeutschen Traditionen in zeitgemäßer Form beitragen! 

Sanierung der Turnhalle im Valeria-Koch-Bildungszentrum: Zweite Bauphase gestartet

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Das Valeria-Koch-Bildungszentrum, eine der bedeutendsten und renommiertesten Bildungseinrichtungen Südtransdanubiens, setzt seine umfassende Modernisierung fort: Im September begann die zweite Phase der Sanierung der Turnhalle. Träger der Institution ist die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU). Die kontinuierliche Erneuerung der Gebäude der Bildungseinrichtung ist von zentraler Bedeutung, um den modernen pädagogischen Anforderungen gerecht zu werden, die Energieeffizienz zu steigern und langfristig optimale Rahmenbedingungen für qualitativ hochwertige Bildung zu schaffen. Bereits seit 2022 liegen die detaillierten Ausführungspläne für die Gesamtsanierung vor.

In den vergangenen Jahren konnten mit Unterstützung des Staatssekretariats für Nationalitätenangelegenheiten im Amt des Ministerpräsidenten mehrere Gebäudeteile des Bildungszentrums vollständig oder teilweise renoviert werden. Unter den noch nicht sanierten Objekten wies die Turnhalle den größten Renovierungsbedarf auf. Die erste Phase der Arbeiten, in deren Rahmen unter anderem die Sanitäreinrichtungen modernisiert und die Abwasserleitungen erneuert werden, befindet sich derzeit in Umsetzung.

Dank weiterer Fördermittel kann nun die zweite Bauetappe realisiert werden. Diese umfasst den Austausch der Vorhangfassaden an Nord- und Südseite durch moderne Aluminiumkonstruktionen sowie den Einbau neuer Fenster und Türen. Zudem werden am nördlichen Sockel eine neue PVC-Abdichtung angebracht, neue Gesimse gefertigt und die Pfeiler nachträglich wärmegedämmt. Im Bereich der Elektro- und Haustechnik werden die Deckenleuchten ersetzt und motorisierte Jalousien an der südlichen Fassade installiert. Abschließend erfolgen Maler- und Lackierarbeiten.

Das öffentliche Vergabeverfahren für die Bauarbeiten wurde am 4. September 2025 erfolgreich abgeschlossen. Den Zuschlag erhielt die Pécsi Építő és Tatarozó Zrt.. Laut Vertrag sollen die Arbeiten innerhalb von 60 Tagen fertiggestellt werden; der Baustart ist Anfang Oktober vorgesehen.

Das Projekt wird mit Unterstützung der Ungarischen Regierung über den Bethlen-Gábor-Fondsverwalter umgesetzt. Auf Basis der Förderurkunden NEMZ-E-25-0089 und NEMZ-N-25-0176 beträgt die Gesamthöhe der Zuwendung 125 Millionen Forint.

Das Valeria-Koch-Bildungszentrum in Fünfkirchen ist eines der wichtigsten Bildungseinrichtungen der ungarndeutschen Volksgruppe. Es vereint Kindergarten, Grundschule, Gymnasium und Schülerwohnheim und bietet mehreren hundert Kindern und Jugendlichen eine hochwertige zweisprachige Bildung. Besonderer Wert wird dabei auf die Pflege der deutschen Sprache und der ungarndeutschen Kultur gelegt. Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen als Träger der Institution ist die zentrale Vertretung der deutschen Gemeinschaft in Ungarn. Zu ihren Hauptaufgaben zählen der Betrieb und die Weiterentwicklung von deutschen Nationalitätenschulen sowie die langfristige Bewahrung der deutschen Identität.

Die drei kleinen Schweinchen – TaschenTheater für Kinder

Samstag, 11. Oktober 2025 um 10:30 Uhr
im Haus der Ungarndeutschen (Budapest VI., Lendvay u. 22)

Es waren einmal drei kleine Schweinchen und ein wilder Wolf. Dieser war sehr hungrig und wollte am liebsten alle Schweinchen auffressen. Aber da hat er die Rechnung nicht mit unseren drei kleinen Schweinchen gemacht, die sich dem furchtbaren Raubtier trotz Angst entgegenstellen. Werden sie es schaffen, den Wolf zu überlisten?

Das interaktive zweisprachige Märchen wird von Gabriella Gőbl und Jonas Gundelach von der Deutschen Bühne Ungarn erzählt.
Empfohlen wird dieses Stück für Kindergartenkinder und Grundschüler bis 12 Jahren.
Vorstellungsdauer: 35-45 Minuten

WICHTIG! Teilnahme ist kostenlos, aber wegen der begrenzten Zahl der Sitzplätze nur nach vorheriger Anmeldung spätestens bis zum 8. Oktober um 9 Uhr unter info@zentrum.hu.
(Registration erfolgt nach Reihenfolge. Es genügt nicht, auf Facebook auf den Teilnahmeknopf zu klicken.)

Facebook-Event der Veranstaltung >>>

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Organisator:
Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek

Förderer der Veranstaltung:
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Ministerpräsidentenamt über den Bethlen-Gábor-Fondsverwalter (NKUL-KP-1-2025/3-000466)

Zentrum-Tanzhaus mit Batschkaer Tänzen

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Mittwoch, 15. Oktober 2025 um 18 Uhr
im Haus der Ungarndeutschen (Budapest VI., Lendvay u. 22)

Wir laden alle Interessierten herzlich zum diesjährigen Herbst-Tanzhaus der Reihe Zentrum-Programme im HdU ein, bei dem wir diesmal Tänze aus der Batschka erlernen können.

Im Laufe des Abends machen wir uns unter anderem mit den Schritten des Ländlers, des Walzers sowie verschiedener Polka-Varianten – Zepl, Hupfpolka, „Drohpolka“ und Springpolka – vertraut.

Unterstützt werden wir dabei vom bekannten und anerkannten Choreografen Simon Károly Kishegyi, dem ehemaligen Leiter der deutschen Nationalitätentanzgruppen aus Hartau, Nadwar, Paks und Saar, Vorstandsmitglied des Volkskunstverbandes Muharay Elemér, sowie von seiner Ehefrau Ildikó Kishegyi-Baráth. Beide sind mit dem Fülöp-Ferenc-Preis ausgezeichnet, ihre gemeinschaftliche und choreografische Arbeit wurde zudem mit dem Muharay-Preis gewürdigt.

WICHTIG! Das Programm ist kostenlos, aber wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine vorherige Anmeldung bis zum 13. Oktober um 9 Uhr unter info@zentrum.hu erforderlich.
(Registration erfolgt nach Reihenfolge. Es genügt nicht, auf Facebook auf den Teilnahmeknopf zu klicken.)

Facebook-Event der Veranstaltung >>>

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Organisator:
Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek

Förderer der Veranstaltung:
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Ministerpräsidium über den Bethlen-Gábor-Fondsverwalter (NKUL-KP-1-2025/3-000466)

Gálosfai Jenőné: Zu Wasser und zu Lande – aus Deutschland…

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Das hier vorgestellte Buch ist das Ergebnis einer eingehenden Recherche, das durch die Geschichte von vier Familien,  das Leben der deutschstämmigen Gemeinschaft in Altofen über die letzten 300 Jahre hinweg dokumentiert. Die Autorin reiste sogar auf eigene Kosten nach Deutschland, um den Spuren ihrer Vorfahren zu folgen, und entdeckte dabei Originaldokumente, wie z. B. den Nachweis ihrer Übersiedlung nach Altofen.

„Die deutschen Siedler in Altofen wurden im Volksmund Braunhaxler genannt. Dafür gibt es drei Erklärungen: Die eine besagt, dass sie braune Strümpfe trugen. Die zweite – vermutlich die wahrscheinlichste – legt nahe, dass sie mit hochgekrempelten Hosenbeinen in den Weingärten arbeiteten und ihre Haut durch die Sonne braun gegerbt wurde. Die dritte Erklärung lautet, dass ihre ungewaschenen Füße vom angesammelten Schmutz eine bräunliche Färbung annahmen. Ich muss jedoch meine Vorfahren verteidigen, diese letzte Annahme ist am wenigsten wahrscheinlich, denn die Bewohner von Altofen legten immer großen Wert auf Sauberkeit“, steht im Buch.

Ausgehend von den Umständen der Auswanderung führt das Werk durch die ersten Ansiedlungen, den harten Alltag der Siedler und die prägenden Ereignisse, die das Gemeindeleben formten.

Neben den historischen Fakten vermittelt es anschaulich die Bräuche, Feste und Lebensweisen der Menschen: Es werden Themen wie Weihnachten, Ostern und Fasching, Hochzeiten, Krankheiten und Beerdigungen, Weinlese und Winzerbälle, Prozessionen, Wallfahrten und das Theaterleben behandelt. Besonders wertvoll sind die persönlichen Erinnerungen und Erzählungen, wie etwa die Beschreibung eines Weihnachtstages in der Familie der Autorin.

Eine zentrale Rolle im Buch spielen vier Familien – die Wittmanns, die Webers, die Grafs und die Schlossers –, deren Geschichte in Altofen detailliert dargestellt wird. Die Publikation enthält die Stammbäume dieser Familien sowie weiterführende Daten bis zur Veröffentlichung des Bandes.

Das Werk zeichnet ein lebendiges Bild einer Siedlung und einer Gemeinschaft, die von Fleiß, Tradition und Zusammenhalt geprägt war und deren Geschichte eng mit dem Schicksal der Donauschwaben verbunden ist.

Dieses Buch ist nicht nur für Historiker und Heimatforscher zu empfehlen, sondern auch allen, die sich für die kulturelle Identität und das historische Erbe von Altofen interessieren.

Gálosfai Jenőné: Zu Wasser und zu Lande – aus Deutschland… – 300 Jahre Geschichte der Braunhaxler in Altofen
Budapest, III. Bezirk, Óbuda-Békásmegyer, Ortshistorische Hefte, Nr. 1/2003, 8. Jahrgang
Altofen, Museum von Altofen
123 Seiten
Sprache: Ungarisch, Deutsch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben – nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu

Die Deutsche Redaktion von MTVA sucht Verstärkung

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MTVA sucht für die Deutsche Redaktion der Chefredaktion für Nationalitäten und Ungarn in der Diaspora einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin für eine Vollzeitstelle.

Voraussetzungen sind vor allem hervorragende Deutschkentnisse und gute Kommunikationsfähigkeit.
Aufgaben: umfangreiche redaktionelle Arbeit bei Radio- und Fernsehsendungen

Infos bei der Deutschen Redaktion: arnold.krisztina@mtva.hu
Abgabe der Bewerbungen: toborzas@mtva.hu

Wie steht es um die Ungarndeutschen im Jahr 2025? 

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Neue Folge des Podcasts der LdU ist online

Einige Jahre nach der Volkszählung, ein Jahr nach den Kommunal- und Nationalitätenwahlen und vor den Parlamentswahlen 2026: In welchen Strukturen haben sich die Ungarndeutschen organisiert, wann sind diese Strukturen entstanden und wie könnten sie möglicherweise verbessert werden?

Im Gespräch darüber sind Historikerin und Juristin Dora Frey, die stellvertretende Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Olivia Schubert und Moderatorin Judit Klein.

Die siebte Episode von „Fokus: Ungarndeutsch” ist sowohl auf YouTube, als auch auf Spotify und Apple Podcast zu finden!

Episode 1 >>>
Episode 2 >>>
Episode 3 >>>
Episode 4 >>>
Episode 5 >>>
Episode 6 >>>

Der Podcast, in dessen Rahmen Führungskräfte, Experten und Partner der deutschen Nationalität in Ungarn kulturelle, soziale und politische Fragen der Ungarndeutschen diskutieren, erscheint monatlich auf dem YouTube-Kanal der LdU sowie auf den beliebtesten Podcast-Plattformen wie Spotify und Apple Podcasts.

Quelle: LdU-Presse

Johann Trummer, Stefan Engels (Hg.): Kirchenmusik in sozialistischen Ländern vor und nach der Wende von 1989 

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Dieses Buch ist eine umfassende Dokumentation über die Entwicklung der kirchenmusikalischen Praxis in Ost- und Südosteuropa in den späten 1980er und in den 1990er Jahren. Der Band beinhaltet die Beiträge eines internationalen Symposions, das im November 2003 vom Institut für Kirchenmusik und Orgel der Kunstuniversität Graz veranstaltet wurde.

Die einzelnen Kapitel widmen sich der Situation in einer Vielzahl von Ländern – von Slowenien, Kroatien, Serbien und Montenegro über Rumänien, Ungarn, die Slowakei und Tschechien bis hin zur ehemaligen Sowjetunion bzw. Russland. Ergänzt werden diese Berichte durch Beiträge aus österreichischer Sicht. 

Die Themen reichen von der liturgischen Musik und dem Gemeindegesang über die Ausbildung von Kirchenmusikern, den Einsatz von Orgeln und Chören bis hin zur Stellung geistlicher Musik im Konzertleben. Die Schriften beleuchten sowohl die Einschränkungen und Herausforderungen während der kommunistischen Zeit als auch die neuen Chancen und Entwicklungen nach 1989.

Besonders wertvoll ist die Verbindung von historischem Überblick mit Zeitzeugenberichten. Dadurch entsteht ein differenziertes Bild davon, wie kirchenmusikalische Traditionen unter politischen Zwängen überlebten und nach der Wende vielerorts eine neue Blüte erlebten.

Diese ist eine unverzichtbare Lektüre für MusikwissenschaftlerInnen, und alle, die sich für den Zusammenhang von Kultur, Religion und Politik in sozialistischen Ländern interessieren. Es ist zugleich ein wissenschaftliches Nachschlagewerk und ein Beitrag zur Bewahrung eines wichtigen Teils des musikalischen Erbes Europas.

Johann Trummer, Stefan Engels (Hg.): Kirchenmusik in sozialistischen Ländern vor und nach der Wende von 1989 
Edition Musik Südost-München, 2006
154 Seiten
Sprache: Deutsch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben – nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu

Ausschreibung des Valeria-Koch-Preises 2026

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Der Bildungsausschuss und der Jugendausschuss der LdU erwarten Vorschläge für den „Valeria-Koch-Preis“ 2026. Prämiert werden können für vielseitige nationalitätenspezifische Aktivitäten einerseits höchstens drei ungarndeutsche MittelschülerInnen der letzten zwei Jahrgänge, andererseits höchstens zwei ungarndeutsche Absolventinnen/Absolventen (Bachelor, Master und ungeteilte Ausbildung) hochschulischer und universitärer Einrichtungen, die ihr Studium im Jahr 2025 beendet haben, für ihre hervorragende Diplomarbeit mit ungarndeutscher Themenstellung (in deutscher/ungarischer Sprache).

Die Nominierung erfolgt bei MittelschülerInnen durch die betreffende Bildungseinrichtung.

Bei Absolventen von Hochschulen und Universitäten werden Eigenbewerbungen erwartet, unterstützt durch ein Empfehlungsschreiben vom Lehrstuhl/Institut und/oder vom Konsulenten.

Vorschläge für geteilte Preise werden nicht akzeptiert. Mit dem „Valeria-Koch-Preis“ können nur Angehörige der ungarndeutschen Nationalität ausgezeichnet werden. 

TrägerInnen des Valeria-Koch-Preises 2025: Noémi Pál, Adam Weisz, Florina Till-Halász und Lena Klein (Fotograf: Gergő Ruip)

Dem Vorschlag sind beizufügen:

MittelschülerInnen:

  • tabellarischer Lebenslauf  
  • Empfehlung der Deutschen Selbstverwaltung des Heimatortes und/oder eines ungarndeutschen Vereins mit Begründung
  • Kopie des letzten Zeugnisses – erwartet wird eine gute schulische Gesamtleistung (Durchschnitt: min. 4,0), gute Leistung im Fach Deutsche Sprache/Deutsche Sprache und Literatur (Note 4), gute Beurteilung in Benehmen und Fleiß
  • ein Aufsatz über die Tätigkeiten im ungarndeutschen Bereich mit Blick auf die Zukunft von 1-2 DIN A/4 Seiten
  • Privatanschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
  • Erklärung darüber, dass der/die Bewerber/in der Verwaltung seiner/ihrer in der Bewerbung enthaltenen persönlichen Daten im Zusammenhang mit dem Bewerbungsverfahren zustimmt.

Absolventinnen/Absolventen:

  • tabellarischer Lebenslauf  
  • Empfehlung der Deutschen Selbstverwaltung des Heimatortes und/oder eines ungarndeutschen Vereins mit Begründung
  • Empfehlung des Lehrstuhls/Instituts
  • die Diplomarbeit sowie ihre Beurteilung durch den Konsulenten (Diplomarbeit sowohl in Originalform als auch als PDF-Datei)
  • eine deutschsprachige Zusammenfassung der Diplomarbeit von 3-4 DIN A/4 Seiten (nur bei ungarischsprachigen Diplomarbeiten)
  • ein Aufsatz über die Tätigkeiten im ungarndeutschen Bereich mit Blick auf die Zukunft von 1-2 DIN A/4 Seiten
  • Privatanschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
  • Erklärung darüber, dass der/die Bewerber/in der Verwaltung seiner/ihrer in der Bewerbung enthaltenen persönlichen Daten im Zusammenhang mit dem Bewerbungsverfahren zustimmt.

Die Vorschläge sind in deutscher Sprache bei der Geschäftsstelle der LdU (1026 Budapest, Júlia Str. 9., Postanschrift: 1537 Budapest, Pf. 348.) bis zum 15. Oktober 2025 einzureichen. Zum Auswahlverfahren gehört bei den MittelschülerInnen ein kurzes Gespräch zum Kennenlernen ihrer Verbundenheit zum Ungarndeutschtum und ihrer deutschen Sprachkenntnisse, zu dem die Kandidaten – die den oben aufgezählten Kriterien entsprechen – nach dem Einsendeschluss eingeladen werden.

Die Preisübergabe findet im Rahmen der LdU-Landesgala 2026 am „Tag der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen“ in Budapest statt.

Wertvolle Gabe für die Ungarndeutsche Bibliothek

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Das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek hat eine umfangreiche Bücherspende vom Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IdGL) in Tübingen erhalten.

Die wertvollen deutschsprachigen Werke zur Minderheitenforschung und zum Ungarndeutschtum bereichern den Bestand der Ungarndeutschen Bibliothek erheblich. Unsere LeserInnen dürfen sich künftig über ein noch vielfältigeres Angebot an Fachliteratur freuen.

Wir bedanken uns bei IdGL-Bibliothekarin Susanne Munz herzlichst für die Auswahl der Bücher!

Pädagogischer Naschmarkt 2025 – Ein virtueller Marktplatz für kreative Bildungsideen

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Am 26. August 2025 fand der Pädagogische Naschmarkt als Online-Workshop zum fünften Mal statt. Die Fortbildungsveranstaltung widmete sich ganz der methodischen Vielfalt und der Vermittlung ungarndeutscher Inhalte und damit eng verbunden dem Gebrauch der deutschen Sprache. Das Programm – organisiert vom Ungarndeutschen Pädagogischen und Methodischen Zentrum (UMZ) in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Budapest und dem Zentrum für die pädagogische Bildung der Nationalitäten (NPOK), bot praxisnahe Impulse für Pädagogen aus Kindergarten und Schule.

Der Workshop begann mit einer gemeinsamen Begrüßung durch UMZ-Institutsleiter Josef Weigert und Claudia Schmitz, Leiterin der Spracharbeit am Goethe-Institut Budapest. Im anschließenden Plenumsvortrag sprach Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU), über die Aktivitäten des Nationalitätenrates des Landes (ONT). Sie verwies auch auf die Wichtigkeit des bewussten und ständigen Gebrauchs der deutschen Sprache. Dieses Ziel unterstützend stellte sie die Broschüre Du bist das Sprachmodell, Steh‘ dazu, die die verschiedenen Sprachvermittlungsmodelle mit praxisnahen Beispielen vorstellt, sowie die Broschüre mit dem Titel Empfehlungen zum Sprachgebrauch in ungarndeutschen Bildungseinrichtungen, Organisationen und Familien. Dieses Material enthält konkrete Empfehlungen, hilfreiche sprachliche Sammlungen und Muster, die als praktische Leitfäden dienen, um den Sprachgebrauch zu erleichtern und zu standardisieren sowie die lebendige Nutzung der deutschen Sprache zu gewährleisten.“

Die Veranstaltung verlief dann in zwei Sektionen. 

In der Sektion Kindergarten stellte Anita Kaitz, Kindergartenpädagogin am Valeria-Koch-Bildungszentrum in Fünfkirchen/Pécs kreative Wege vor, wie schwäbische Lieder, Sprüche und Märchen auch Kindern ohne Deutschkenntnisse nähergebracht werden können. Der Fokus lag auf einer spielerischen und erlebnisorientierten Vermittlung, bei der visuelle und auditive Hilfsmittel sowie kreative Methoden zum Einsatz kommen. Besonders wertvoll war der Austausch über die Herausforderungen von Pädagoginnen, die selbst keine aktiven Mundartkenntnisse besitzen. Ziel war es, eine Ideensammlung zu entwickeln, die direkt im Kindergartenalltag angewendet werden kann.

Tünde Sárvári, Fachdidaktikerin an der Universität Segedin/Szeged, stellte die sogenannten Quiet Books vor, also handgemachte, interaktive Bücher, die zur Sprachentwicklung im Kindergarten beitragen. Die Bücher zu den Themen Essen und Trinken sowie Kleidungsstücke wurden gemeinsam erkundet. Die Teilnehmerinnen konnten erleben, wie diese Materialien die Sprachförderung spielerisch und individuell unterstützen. Der Workshop war nicht nur informativ, sondern auch einladend: 

In der Sektion Schule präsentierte Dr. Gizella Mária Nagy-Balogh, Assistentin an der ELTE TÓK, grammatische und sprachliche Spiele, die nicht nur die Motivation der Lernenden steigern, sondern auch den Lernprozess nachhaltig fördern. Die Teilnehmerinnen erfuhren, wie durch Bewegung, visuelle Reize und digitale Tools ein mehrkanaliges Lernen ermöglicht werden kann. Besonders hervorgehoben wurde die Stationenarbeit mit dem Thema Der kleine Angsthase, die Grammatik und Kommunikation auf kreative Weise verbindet.

Im darauffolgenden Workshop widmete sich Gábor Kertész, Lehrer am Deutschen Nationalitätengymnasium in Budapest und Fachberater des NPOK, der Frage, wie Künstliche Intelligenz (KI) sinnvoll im Nationalitätenunterricht eingesetzt werden kann. Anhand praktischer Beispiele wurden Tools vorgestellt, mit denen Texte, Präsentationen, Quizze, Bilder und Filme generiert werden können – etwa zur individuellen Differenzierung, zur Erstellung multimedialer Inhalte oder zur Unterstützung beim Sprachenlernen. Die Teilnehmerinnen konnten ausgewählte KI-Tools direkt ausprobieren und auf deren Einsatzmöglichkeiten kritisch reflektieren.

Der diesjährige Pädagogische Naschmarkt war ein inspirierender Treffpunkt für alle, die sich für die Vermittlung ungarndeutscher Inhalte engagieren. Die Veranstaltung bot nicht nur theoretische Impulse, sondern auch konkrete Werkzeuge für die Praxis. Die Teilnehmerinnen konnten eine Fülle an Ideen mitnehmen, die sie direkt in ihrer täglichen Arbeit umsetzen können – sei es im Kindergarten oder im Schulunterricht.

Die Veranstaltung war wirklich – wie geplant – ein Markt voller pädagogischer Köstlichkeiten.

Mitgefördert wurde die Veranstaltung durch das Goethe-Institut Ungarn aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.

UMZ

„Gelebte Autonomie, Minderheitenschutz und europäische Zusammenarbeit sind Werte für die Zukunft“

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LdU-Vize zu Gast beim Tag der Autonomie in Südtirol

Anlässlich des Tages der Autonomie am 5. September lud Südtirol zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland in das Schloss Tirol bei Meran ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema Sonderautonomien – Werte für die Zukunft.

Feierlichkeit anlässlich des Tages der Autonomie im Schloss Tirol

Nach der Ansprache von Landeshauptmann Arno Kompatscher diskutierten Vertreterinnen und Vertreter autonomer Regionen und der Wissenschaft über die Frage: Autonomien im Wandel – die Sonderautonomie zwischen Reformen und Identität.

Olivia Schubert

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung war der Schutz von Minderheiten sowie die Förderung von Dialog und Frieden. In dieser Gesprächsrunde sprach auch Olivia Schubert, stellvertretende Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU), über den Minderheitenschutz in Ungarn, die aktuelle Lage der deutschen Minderheit sowie über zukünftige Ziele.

Frau Schubert dankte den Gastgebern herzlich für die vielfältige Unterstützung, die die Ungarndeutschen in den 1990er- und 2000er-Jahren von Südtirol erhalten haben – etwa durch Fortbildungen für Lehrkräfte, die Entwicklung von Lehrmaterialien, Gemeindepartnerschaften sowie infrastrukturelle Maßnahmen.

Für die Zukunft möchten Südtirol und die LdU ihre Zusammenarbeit erneut intensivieren – insbesondere in den Bereichen Bildung und Tourismus.

Quelle: LdU-Presse

Alte Melodien in malerischer Umgebung erklungen

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In diesem Jahr fand die Singwoche des Landesrates der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen in der malerischen Umgebung der Burg von Petschwar/Pécsvárad statt. Die Teilnehmer kamen aus zahlreichen Orten Transdanubiens. Die fachlichen Leiterinnen des Camps, Krisztina Kovács-Fódi und Hajnalka Pfeifer-Takács, begrüßten die Stammgäste des Camps bereits bei ihrer Ankunft mit großer Freude, da sie sich oft nur hier, im Rahmen der Singwoche, treffen. Sie freuen sich besonders über die neuen Teilnehmer und möchten, dass möglichst viele von ihnen die im Camp erworbenen Fachkenntnisse sammeln und mit nach Hause nehmen. 

Die Teilnehmer der Singwoche sind teils Chorsänger, teils Chorleiter. Auch die Chorbegleitung erfordert von einem Musiker besondere Fähigkeiten, z. B. die Abstimmung mit dem Chor, damit das Akkordeonspiel die Melodie nicht übertönt oder überlagert, sondern sie fein begleitet, betont und den Gesang des Chors unterstützt. Aus diesem Grund wird die Teilnahme eines Chorbegleiters am Camp sehr begrüßt. Dieses Mal war es Zoltán Geszler, der mit seiner Akkordeon- und Orgelbegleitung die gesamte Zeit über an der Chorarbeit teilgenommen hat.

Die Tage verliefen nach einem bewährten, sorgfältig ausgearbeiteten Programm, das vielfältige und abwechslungsreiche Entwicklungsmöglichkeiten bot. Nach dem Aufwärmen am Vormittag lernten die Sänger ungarndeutsche Volkslieder und Kirchenmusik kennen.

Die Chorleiter wurden in separaten Seminaren mit differenzierten Fachinhalten entsprechend ihrem Kenntnisstand unterrichtet: die Anfänger konnten sich mit den Grundlagen des Dirigierens vertraut machen, während Fortgeschrittene ihre Kenntnisse durch das Ausprobieren anspruchsvollerer Techniken vertiefen konnten. 

Seit vielen Jahren ist das „Mein Lied”-Programm eine sorgfältig gepflegte Initiative der Chorsektion. In diesem Sinne wurde jeden Nachmittag ein lokal gesammeltes, noch nicht notiertes Lied aus dem Ort oder der Region der Teilnehmer ausgewählt, das ausführlich behandelt, gesungen und, falls erforderlich, von István Albrecht für den nächsten Tag notiert wurde. Das Auswahlkriterium war, dass das Lied nicht in den bekannten und weit verbreiteten Liederbüchern enthalten sein durfte, höchstens in der von der Gemeinde herausgegebenen Notensammlung. Das Ziel der Chorsektion ist, so viele Lieder wie möglich zu bewahren und in authentischer Form an die jüngeren Generationen weiterzugeben, die oft durch mündliche Überlieferung und nach Hören verbreitet werden. 

Am Montagnachmittag stellte Mónika Fazekas-Gombár ihre großartige Sammlung Lieder und Sprüche aus Wetschesch vor und sprach über die Bedeutung und Notwendigkeit der zweistufigen Notation der Liedtexte. Während des interessanten Vortrags brachte sie den Sängern mehrere Lieder aus dem Band bei.

Neben den Gesangs- und Chorleiterkursen warteten auch weitere Programme wie Basteln oder Ausflüge auf die Teilnehmer, die nach der ganztägigen Facharbeit eine hervorragende Abwechslung boten und Gelegenheit zu vertraulichen Gesprächen sowie Gemeinschaftsbildung gaben.

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Rückblick in die Vergangenheit. Ihr Weg führte die Teilnehmer zunächst zum Waggonmuseum am Bahnhof von Petschwar, wo die Erinnerung an die bewegte Vergangenheit vielen Tränen in die Augen trieb. Mit zwei schönen Liedern gedachte man der Opfer der Malenkij Robot und der Vertreibung. 

In Nadasch/Mecseknádasd beeindruckte sie die großartige Sammlung des Heimatmuseums, während sie in Feked der Charme des Ortes, die besonderen Fassaden der Wohnhäuser, der Lehrpfad und das Schwabenhaus faszinierten. Sie hielten an der Statue des Landesrat-Gründers Josef Báling inne.

Am Donnerstagabend erwartete die Teilnehmer ein schönes Hauskonzert, bei dem sich jeder mit einer Darbietung vorstellen konnte, diesmal ohne jegliche Einschränkungen. Wir konnten u. a. mehrstimmige Chorwerke, ungarische Volkslieder und Akkordeonsmusik hören.

Das Ende der Landesrat-Fachcamps ist immer besonders spannend, denn das Programm des Abschlusskonzerts, das aus den während der Woche gelernten Liedern und den individuellen Sammlungen zusammengestellt wird, hält immer Überraschungen bereit. Die Fachleiter beobachten die ganze Woche über die Teilnehmer, wählen die Lieder für das Konzert aus und stellen so bis zum Ende der Woche ein abwechslungsreiches Programm zusammen. Dies wird dadurch noch schöner, dass die Sänger ihre Lieder in Volkstracht oder in ihren Choruniformen vortragen.

Beim Abschlusskonzert wurden die Lieder von Krisztina Kovács-Fódi und Hajnalka Pfeifer-Takács, die auch den aus den Teilnehmern der Singwoche zusammengestellten Chor dirigierten, nach ihrem Inhalt gruppiert und zu einem Ganzen zusammengefügt. Nach dem musikalischen Einzug der Auftretenden hörte das Publikum in den entstandenen Musikblöcken zunächst traurige, sehnsuchtsvolle Liebeslieder, dann im kirchlichen Teil hauptsächlich Marienlieder und anschließend fröhliche Lieder vom Singwoche-Chor. Zwischen den Blöcken konnten sich einige Teilnehmer mit ihrem „Mein Lied” oder ihrer erfolgreichen Darbietung beim Hauskonzert vorstellen. In diesem Jahr wurde sogar ein von Männern gesungenes Jodellied in das Programm aufgenommen. 

Péter Mikola aus Seksard/Szekszárd begleitete den Chor nicht nur an dieser Stelle, sondern auch später bei einem der Kirchenlieder auf der Gitarre. Die Reihe der Kirchenlieder wurde von den Mitgliedern des Liederschatz-Chors aus dem 18. Bezirk von Budapest mit dem Chorwerk „Lob Gott” eingeleitet, während Krisztina Kovács-Fódi und Hajnalka Pfeifer-Takács am Ende des Blocks das Publikum mit einem wunderschönen zweistimmigen Ave-Maria in Staunen versetzten. Nach diesen andächtigen Minuten präsentierte das Trio aus den Mitgliedern des Heidenröslein-Chors aus Wieselburg-Ungarisch-Altenburg/Mosonmagyaróvár eine Reihe von fröhlichen Liedern. 

Nach drei von dem Singwoche-Chor vorgetragenen Liedern trat Éva Nagy aus Tschawa/Piliscsaba zusammen mit ihrem Ehemann Zoltán Geszler als Gesangs- und Akkordeon-Duo mit einem fröhlichen Lied auf, woraufhin Zoltán das Publikum mit seinem äußerst eindrucksvollen, energiegeladenen Akkordeon-Solo begeisterte. Danach trat erneut der Chor auf und steigerte die Stimmung mit drei lustigen Liedern weiter. 

Das Konzert endete mit dem ikonischen Lied der Singwoche, „Gute Nacht”, dessen Melodie die Herzen erwärmte. Das farbenfrohe und abwechslungsreiche, niveauvoll vorgetragene Programm wurde vom Publikum mehrfach mit langanhaltendem Applaus belohnt.

Wir bedanken uns bei Marion Radvánszky fürs Dolmetschen, bei Péter Mikola für die Gitarrenbegleitung und bei Zoltán Geszler für die Harmonika- und Orgelbegleitung. 

Auch in diesem Jahr können wir auf eine fachlich inhaltsreiche, stimmungsvolle Fachwoche zurückblicken. Wir danken allen Sängern und Chorleitern für ihre Teilnahme. Wir freuen uns darauf, sie Anfang Juli 2026 in Wesprim/Veszprém wiederzusehen!

Die Veranstaltung wurde durch das Bundesministerium des Innern (BMI), die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) und die ungarische Regierung gefördert.

LandesratForum

Foto: Attila Székely

Feierliche Schuljahreseröffnungan der Audi Hungaria Deutschen Schule Győr

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Das Schuljahr 2025/26 wurde im Rahmen einer Feierstunde eröffnet, die traditionell mit der deutschen und der ungarischen Hymne begann. Vonseiten der  Audi Hungaria Schule Öffentlichen Träger- und Betreiberstiftung begrüßte Kuratoriumsvorsitzende Tünde Havassy die anwesenden Ehrengäste, Eltern und Schüler sowie Lehrkräfte. In ihrem Grußwort erwähnte sie, dass nach der Realisierung des Outdoor-Sportplatzes Ende des vergangenen Schuljahres im neuen Schuljahr 2025/26 keine größeren baulichen Vorhaben geplant seien. Des Weiteren betonte sie, dass sich die Trägerstiftung auch weiterhin dafür engagieren werde, den Unterricht in gewohnter Qualität sicherzustellen.

Tünde Havassy

Dr. Zoltán Maruzsa, Staatssekretär für öffentliches Bildungswesen, hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Kooperation von Bildungseinrichtungen mit Unternehmen hervor. Er betonte, Bildung sei die Voraussetzung für den Erfolg im Leben, Schulen leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Identitätsfindung der Schüler.

Dr. Zoltán Maruzsa

Die Kulturreferentin der Deutschen Botschaft Budapest, Kristina Rudnick, betonte in ihrer Ansprache, dass die Raaber Bildungseinrichtung als deutsch-ungarische Begegnungsschule eine besondere Rolle spiele, sie sei die lebendige Verbindung zwischen Deutschland und Ungarn. Dabei würden nicht nur Brücken zwischen Menschen und Kulturen gebaut, sondern den jungen Menschen sowohl kritisches Denken als auch der respektvolle Umgang miteinander vermittelt.

Kristina Rudnick

Schließlich wandte sich die ungarische Schulleiterin Katalin Tálos an die Anwesenden, aber in erster Linie an die Erstklässler, die neuen Gymnasiasten und die Schüler der Klasse 9N, denen sie neben den neuen Aufgaben auch Freude am Lernen wünschte. Mit dem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe – „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen“ – ermutigte sie die neuen Schüler der AHS Hindernisse als Herausforderung anzunehmen. Die neuen Lehrkräfte im Kollegium begrüßte sie jeweils mit Namen, wobei sie ihnen viel Erfolg in ihrem neuen Wirkungsfeld wünschte und ihrer Freude über die zukünftige Zusammenarbeit Ausdruck verlieh.

Katalin Tálos

Nach dem Beitrag der ehemaligen Vorschulkinder überreichten die Klassenlehrerinnen die unerlässlichen Schultüten an die 52 Schulanfänger.

Bevor zum Abschluss die Europahymne gespielt wurde, eröffnete die ungarische Schulleiterin offiziell das neue Schuljahr 2025/26 und wünschte der ganzen Schulgemeinde ein erfolgreiches Schuljahr. 

Die Audi Hungaria Deutsche Schule Győr wurde vor 15 Jahren gegründet und startete mit nur acht Lehrkräften und 58 Schulkindern in den Jahrgangsstufen 1 bis 3. Heute besuchen mehr als 800 Kinder und Jugendliche die bilinguale Einrichtung, deren Bildungsangebot vom Kindergarten über Grundschule und Gymnasium bis zur Beruflichen Bildung reicht –www.audischule.hu.

Audi Hungaria Deutschen Schule Győr

Die Dachkonstruktion über dem Veranstaltungssaal des Friedrich-Schiller-Gymnasiums erneuert

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Die Sanierung der Dacheindeckung des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Werischwar wurde nach Durchführung eines erfolgreichen öffentlichen Vergabeverfahrens im August 2021 vom Träger der Einrichtung, der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, mit staatlicher Unterstützung in Angriff genommen. Die Planungsarbeiten für den Dachwechsel wurden in drei Bauabschnitte gegliedert und vom Unternehmen „Vándorépítész Tervező és Szolgáltató Kft.“ durchgeführt. Die Erneuerung der Dachanlage gehörte zu den dringendsten Aufgaben, da die Dächer trotz regelmäßiger Instandhaltungsarbeiten an mehreren Stellen undicht geworden waren, ältere Dachabschnitte vermoost waren und die Ränder sowie Anschlüsse ständiger Ausbesserungen bedurften. Die Temperaturschwankungen zwischen Winter und Sommer beschädigten die Konstruktion zusätzlich, bestehende Schäden wurden durch Wind und Niederschlag noch verstärkt.

Im 1. Bauabschnitt erfolgte der Austausch der Dächer des Internats-, Küchen- und Mensa-Trakts links vom Haupteingang, während im 2. Bauabschnitt die Eindeckung des dreigeschossigen sowie des Dachgeschoss-Schultrakts rechts vom Haupteingang erneuert wurde. Das im Vergabeverfahren als Gewinner bekanntgegebene Unternehmen „Pilisi Pléh-Boy Kft.“ erfüllte beide Bauabschnitte vertragsgemäß mit Abschluss der technischen Abnahmeverfahren.

Der 3. Bauabschnitt umfasst den Theatersaal, die Aula und die Sporthalle. Im Rahmen der aktuellen Investition wurde aus diesem Abschnitt die Dacheindeckung des Theatersaals, der sich im Eigentum der städtischen Selbstverwaltung von Werischwar befindet, erneuert. Für die Investition stellte das Amt des Ministerpräsidenten der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen eine Förderung in Höhe von 50.000.000 Forint zur Verfügung, die per Kooperationsvereinbarung an die für die Durchführung zuständige Selbstverwaltung von Werischwar weitergegeben wurde.

Als Ergänzung zu der von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen erhaltenen Förderung plante Werischwar im Haushaltsjahr 2024 einen Bruttobetrag von weiteren 50 Millionen Forint für die Sanierung des Dachabschnitts über dem Theatersaal im Rahmen des 3. Bauabschnitts ein.

Aufgrund des von der städtischen Selbstverwaltung von Werischwar durchgeführten Beschaffungsverfahrens wurde die Renovierung erneut von „Pilisi Pléh-Boy Kft.“ ausgeführt. Die Arbeiten wurden am 30. August 2025 abgeschlossen, sodass das Schuljahr 2025/2026 am 1. September in der Einrichtung ungestört beginnen konnte.

Das Projekt wurde mit Unterstützung der ungarischen Regierung durch die Bethlen-Gábor-Fondsverwaltung des Ministerpräsidentenamts realisiert, wobei der Förderer in der Unterstützungsurkunde mit der Nummer NEMZ-N-24-0127 eine Förderung in Höhe von 50.000.000 Forint zur Umsetzung der Investition bereitstellte.

Klangvoller Sommerabend in Tolnau

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Am 23. August fand zum 5. Mal der „Klangvolle Sommerabend“ statt – eine öffentliche Probe des Deutschen Nationalitätenchors Tolnau/Vértestolna. Im Hof des örtlichen Heimatmuseums versammelten sich Gäste aus Tscholnok/Csolnok und Tolnau, um gemeinsam einen besonderen Sommerabend zu verbringen. 

Nach einer kurzen Führung durch das Heimatmuseum, präsentiert von Cecília Ruckenbrot, begann die Chorprobe mit der sogenannten „Hymne von Tolnau“, die jetzt ein herzliches Willkommen für die Sängerinnen des Wagenhoffer-Frauenchores war. 

Im Anschluss wurden typische Lieder aus Tscholnok und Tolnau, aber auch bekannte Volkslieder gesungen, die alle zum Mitsingen einluden. Dabei half die zuvor vorbereitete und verteilte Liedermappe. Die ausdrucksstarken Stimmen und die abwechslungsreiche Darbietung des Gastchores verzauberten uns Tolnauer Sängerinnen und Sänger. 

Nach dem köstlichen Abendessen ging es in lockerer Atmosphäre weiter – natürlich mit Gesang. Es wurden Lieblingslieder angestimmt, die gemeinsam wie unter alten Freunden gesungen wurden.  

Besonders gefreut haben wir uns über die Anwesenheit zweier unserer „Ewigen Mitglieder“,  langjähriger Sänger, die heute nicht mehr aktiv mitsingen: Mária Hetzl und János Samu. Schön war auch, dass sich unsere Ehrenmitglieder Csilla Kozári-Szám und Oszkár Harmados bei der öffentlichen Probe ebenfalls wohlfühlten. Sie alle tragen dazu bei, dass unser Chor eine ganz besondere Gemeinschaft ist. 

Unser herzlicher Dank gilt allen, die diesen Abend unterstützt haben: der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung für das Abendessen, der Familie Ruckenbrot für den örtlichen Wein und der Familie Hornyák für die Erfrischungssoda. Ein großes Dankeschön geht auch an die Mitglieder des Wagenhoffer-Frauenchors, die uns mit vielen positiven Rückmeldungen und fröhlichen Gesichtern reich beschenkten – wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen! 

Dorottya Váradi-Bach
Leiterin des Deutschen Nationalitätenchors Tolnau

Foto: Adrienn Fink

Neue Internatszimmer am Friedrich Schiller Gymnasium und Schülerwohnheim in Werischwar fertiggestellt

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Das Friedrich Schiller Gymnasium und Schülerwohnheim in Werischwar ist eine landesweit aufnehmende deutsche Nationalitätenschule, die eine herausragende Rolle bei der Bewahrung der Nationalitätenidentität sowie bei der Pflege und Weiterentwicklung der deutschen Sprache spielt. Im Internat wohnen vor allem Schülerinnen und Schüler, für die all dies von besonderer Bedeutung ist. Während der Schulferien dient das Schülerwohnheim zudem regelmäßig als Veranstaltungsort für Nationalitätenlager, Weiterbildungen und Jugendbegegnungen.

Die in den Jahren 1998 und 2004 errichteten Gebäudeteile entsprechen inzwischen nicht mehr den heutigen Anforderungen, weshalb eine Modernisierung erforderlich geworden ist. Ziel der im Sommer gestarteten Investition ist es, zeitgemäße Bedingungen zu schaffen und direkt an die Zimmer angeschlossene Sanitärbereiche einzurichten. Im Rahmen des Projekts wurden durch den Umbau von drei bestehenden Zimmern und den dazugehörigen Sanitärräumen auf einem Flur vier klimatisierte Zweibettapartments mit einer Fläche von jeweils rund 25 Quadratmetern geschaffen – jeweils mit eigenem Bad und kleiner Küchenzeile.

Für den Umbau waren umfangreiche bauliche Arbeiten notwendig, darunter Mauerabriss und Neubau von Wänden. Zudem wurden Fenster und Bodenbeläge erneuert, und für die neuen Bäder waren gebäudetechnische, elektrische sowie Fliesenarbeiten erforderlich. 

Zur Finanzierung der Investition stellte die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen im Oktober 2024 einen Antrag beim Staatssekretariat für Nationalitätenfragen im Amt des Ministerpräsidenten. Die Bewilligungsurkunde wurde noch im selben Monat von der Bethlen Gábor Fondsverwaltung AG ausgestellt. Die Ungarische Regierung unterstützt die Umsetzung des Projekts mit 30 Millionen Forint auf Grundlage der Bewilligungsurkunde mit der Nummer NEMZ-N-24-0206.

Die Ausführungspläne der Investition wurden am 1. April 2025 fertiggestellt. Im Anschluss daran begann das Vergabeverfahren zur Auswahl des Bauunternehmens, das am 8. Juli erfolgreich abgeschlossen wurde. Den Zuschlag erhielt die Firma „Bel-PA Kft.“, mit der am 15. Juli der Vertrag unterzeichnet wurde. Die Baustellenübergabe erfolgte am 16. Juli. Die neuen Internatsapartments wurden erfolgreich fertiggestellt, die technische Abnahme fand am 30. August 2025 statt.

„Ehrennadel in Gold für das Ungarndeutschtum” – Ihre Vorschläge werden auch dieses Jahr erwartet

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Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen hat die höchste Auszeichnung der
Ungarndeutschen, die Ehrennadel in Gold für das Ungarndeutschtum, im Dezember 1995
gegründet.

Die Auszeichnung kann jedes Jahr Ungarndeutschen, anderen ungarischen Staatsbürgern sowie Ausländern verliehen werden, die:

  • im Interesse der Ungarndeutschen eine hervorragende Tätigkeit geleistet haben,
  • durch ihre Tätigkeit in Ungarn oder im Ausland zur Bewahrung der Sprache, des materiellen und geistigen Kulturerbes, der historischen Tradition des hiesigen Deutschtums und zur Förderung anderer Spezifika, die mit der Existenz als Nationalität zusammenhängen, beigetragen haben.

Es können drei Auszeichnungen verliehen werden.

Die Ehrennadel in Gold für das Ungarndeutschtum erhielten 2025 Elisabeth Koller, Dr. Michael Józan-Jilling und Maria Herein Kőrös

Vergabe der Auszeichnung:

  • Jeder ungarndeutsche Bürger kann auch jemanden zur Auszeichnung vorschlagen.
  • Der Vorschlag zur Auszeichnung muss über die örtliche Nationalitätenselbstverwaltung bei dem ungarndeutschen Komitatsverband (in Budapest bei der Deutschen Selbstverwaltung Budapest) eingereicht werden. Das zuständige Gremium des Komitatsverbandes entscheidet über die eingegangenen Vorschläge und leitet den Vorschlag, der die meiste Zustimmung erhält, an den Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen weiter.
  • Die Auszeichnung wird durch die Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen verliehen.
  • Damit die Vorbereitungen rechtzeitig durchgeführt werden können, werden Sie gebeten, die Vorschläge bis zum 10. Oktober 2025 über die Regionalbüros den Komitatsverbänden zu senden.

Der Vorschlag ist in deutscher Sprache einzureichen und sollte folgende Informationen enthalten: Name, Alter, Geburtsort, Wohnort, Adresse, Beruf und besondere Verdienste der
vorgeschlagenen Person, sowie Name der vorschlagenden Organisationen/Personen.