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Grosses ungarndeutsches Kinoerlebnis

Am 27. April fand das ungarndeutsche Jugendfilmfest „Abgedreht“ zum zweiten Mal in Budapest statt. Da dieses Jahr doppelt so viele Filme, wie letztes Jahr, zwölf an der Zahl, ins Rennen geschickt worden sind, lud das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum die Filmliebhaber ins Vörösmarty Kino ein.

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Zentrumsdirektorin Monika Ambach begrüßte das Publikum und eröffnete gemeinsam mit Natascha Garloff-Jonkers Pressereferentin der Deutschen Botschaft Budapest und Juryvorsitzende im Jahr 2006 die Veranstaltung. Als erstes wurde eine Reportage des Zentrums präsentiert, in der bekannte ungarndeutsche Persönlichkeiten, die Vertreter der Partnerinstitutionen, die Juroren und „Abgedreht“-Gewinner aus dem Jahr 2006 ihre Meinung über das Filmfest äußerten. Anschließend flimmerten schöne, spannende und coole Filme in deutscher Sprache von jungen Leuten über Ungarndeutschtum, Menschen, Heimat, Tradition, Geschichte, Liebe, Märchen und vieles mehr über die Leinwand. In der Pause hatten die jungen Filmemacher die Möglichkeit einander kennen zu lernen und sich zu unterhalten. Der zweite Teil der Filmvorführung wurde vom stellvertretenden Leiter des Goethe-Instituts Budapest, Helmut Hofmann, eingeleitet, der die jungen Leute für ihre phantasievollen Werke lobte.

Bei der Preisverleihung erhielten alle Teilnehmer vom Zentrum ein T-Shirt, entworfen für „Abgedreht“, bzw. das Goethe-Institut schenkte allen wertvolle Bücher. Auf die ersten drei platzierten warteten drei für das Fest angefertigten Keramiken und 500, 300, bzw. 200 Euro Preisgeld, das von der Deutschen Botschaft Budapest gespendet worden ist. Es wurden zwei Sonderpreise vergeben: Die Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher lädt ein Team zum Creacamp 2007 ein, und das Zentrum überreichte Geschenkgutscheine im Wert von 15000 Forint, bzw. einen Gutschein für die DVD von „Abgedreht“.

In die Jury konnten auch dieses Jahr drei hervorragende Persönlichkeiten gewonnen werden: Otto Heinek, Vorsitzender der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Filmemacherin und Mitarbeiterin des Goethe-Instituts Dagmar-Lara Heusler und György Hoffmann, leitender Regisseur bei Magyar ATV.

Den 1. Preis erhielt Anna Esther Wild aus Ödenburg. Sie ist Schülerin des Dániel Berzsenyi Gymnasiums und Lyzeums. Sie zeigte in ihren Film „Dachbodenschätze“ mit viel Humor was es für ein junges Mädchen bedeutet Ungarndeutsche zu sein. Die Jury begründete ihre Entscheidung folgendermaßen: Anna bewies in ihrem Film ihre Phantasie. Guter Rhythmuswechsel und eine kreative Umsetzung charakterisieren das Werk. Zwar ist der Ton nicht von bester Qualität, aber der Mut mit dem der Film gemacht worden und das Humor lassen das vergessen.

Den 2. Preis konnten die Schüler des Fünfkirchner Valeria Koch Gymnasiums entgegennehmen. Das Werk mit dem Titel „Schicksal“ von László Spengler, Balázs Nyitrai und Gergő Horváth erzählte eine herzzerreissende ungarndeutsche Liebesgeschichte. Die Hauptdarsteller des Films spielen ihre Rollen so überzeugend, dass das Publikum nach dem Taschentuch griff.

Über den 3. Preis freuten sich Lilla Pátkai, Anita Seprenyi, Júlia Szénási, Gerda Szűcs aus dem Sándor Petőfi Gymnasium in Mezőberény. Sie behandelten in ihrem Film „Schwabenschicksal“ die Themen Malenkij Robot und Vertreibung in Mezőberény.

Noch in Mai erscheint jeweils eine DVD aus den diesjährigen Filmen und auch aus den Werken des Vorjahres.

Alle Informationen zur DVD, über die Gewinner und über „Abgedreht“ sind auf der Internetseite www.abgedreht.zentrum.hu zu finden.

Das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum dankt allen Unterstützern und Mitarbeitern, die mit ihrer Hilfe zum Erfolg von „Abgedreht“ beigetragen haben.

Links:

Abgedreht – Ungarndeutsches Jugendfilmfest

Rock´n Run – Ein Hörspiel

Die Kulturmanager des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) am Haus der Ungarndeutschen in Budapest und beim Deutschen Forum (DFDR) in Sathmar sowie die Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher (GJU) organisierten im Februar und März 2007 ein rumänisch-ungarisches Hörspielprojekt.

Das zweiteilige Projekt richtete sich an Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren, die über sehr gute Deutschkenntnisse verfügen. Die Zusammenarbeit erzielte neben der Vermittlung der deutschen Sprache die Bekanntmachung der Teilnehmer mit den technischen Umgangsmöglichkeiten mit akustischem Material. Dabei sollte ihnen mit Hilfe eines medienpädagogischen Ansatzes ein Verständnis für Ausdrucksweisen im Audiobereich entwickelt werden.

Die Handlung des Hörspiels: Die 17-jährige Lisa aus Rumänien ist unzufrieden. Ihre Mutter ist beruflich ständig unterwegs, die Oma kocht immer dasselbe, ihr kleiner Bruder geht ihr auf die Nerven und zu allem Überfluss hört der Vater ständig schwäbische Volksmusik und will Lisa in der traditionspflegenden Tanzgruppe anmelden. Heimliche Zuflucht findet Lisa bei der Band ‚Mohead‘, in der sie Sängerin und Frontfrau ist. Von ihrer musikalischen Ambitionen und ihrer Band wissen aber ihre Eltern nichts. Als die Band das Angebot bekommt auf einem Bandfestival in Budapest zu spielen, gerät Lisas kleine Welt gehörig durcheinander.

Es ist eine Geschichte, in dem nicht nur die Pubertätsprobleme Jugendlicher angesprochen werden sollen, sondern auch aktuelle Migrationskonflikte. Der sich stark zu seiner deutschen Herkunft bekennende Vater steht im Konflikt mit seiner „assimilierten“ Tochter, die der deutschen Identität und dem damit verbundenen Brauchtum ablehnend gegenübersteht. Auf diese Weise werden die Bedeutung von Traditionen und die Probleme von Identitätsverlust, Assimilation bewusst gemacht.

Im Anschluss an die Vorführung des Hörspiels wird ein Publikumsgespräch über die Durchführung und die Inhalte des Projektes stattfinden. Anwesende Teilnehmer des Hörspielprojektes erzählen von ihren Erfahrungen und Erlebnissen bei der Erstellung des Hörspiels und darüber, wie das Hörmaterial an Schulen, in den Medien gebraucht werden kann.

Die Veranstaltung wird vom Institut für Auslandsbeziehung (ifa), und von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) gefördert und findet in deutscher Sprache statt. Für weitere Informationen steht Ihnen gerne das ifa-Büro im Haus der Ungarndeutschen telefonisch unter (1) 269 1081 oder per Email: hdu-info@zentrum.hu zur Verfügung.

Rock´n Run – Ein Hörspiel

Hörspielpräsentation

17.05.2007, 18:00 Uhr

Haus der Ungarndeutschen, Veranstaltungssaal

Links:

Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart

Haus der Ungarndeutschen

Internationale Perspektiven für junge Menschen

Am Freitag, den 20. April fand im Goethe-Institut Budapest der erste Informationstag zum Studium in Deutschland und den deutschsprachigen Studiengängen in Ungarn statt.

Diese Veranstaltung wurde von den Gastgebern unter Mitwirkung u. a. der Deutschen Botschaft, des DAAD, der deutschsprachigen Andrássy-Universität Budapest und Baden-Württemberg-International organisiert.

Ziel dieses Treffens war es, Informationen aus erster Hand über ein Studium in Deutschland oder ein Studium in Ungarn in deutscher Sprache der Öffentlichkeit näher zu bringen.

Unter den Gästen dieses Tages waren der deutsche Botschafter und der Leiter des Akademischen Auslandsamtes der Fachhochschule Karlsruhe.

Auf Einladung des Goethe-Instituts, haben zahlreiche Schüler, Studenten und Lehrer den Präsentationen der Referenten mit Interesse zugehört. Herr Felix Bubenheimer (DAAD mit Sitz in Budapest) stellte das Angebot an Stipendien für ungarische Studenten vor. Dabei kamen unter anderem die beliebten Stipendien für Hochschulsommerkurse zur Sprache, in deren Rahmen Studenten während drei bis vier Wochen an einer deutschen Universität an einem Kurs über deutsche Sprache und Landeskunde teilnehmen können.

Die deutschsprachigen Studiengänge in Ungarn repräsentierten u. a. Prof. Dr. Csaba Szekely und Tamas Cegledy der West-Ungarischen Universität Sopron, an der die Möglichkeit geboten wird, den Bachelor-Studiengang „Betriebswirtschaftslehre und Management“ in deutscher Sprache zu absolvieren.

In einer angenehmen Atmosphäre konnten die Interessenten des weiteren Informationen rund um das deutschsprachige Studium und dessen Finanzierung bekommen.

Dank der reibungslosen Zusammenarbeit der Institutionen konnte das Goethe-Institut auch eine attraktive Preisverleihung veranstalten, bei der einer der Preise ein Stipendium des DAAD und ein weiterer Preis ein Sprachkursstipendium am Goethe-Institut war.

Nach Berichten von Frau Hegyes Katalin, eine der Veranstalterinnen seitens des Goethe-Instituts, war dieses erste Treffen in dieser Form ein voller Erfolg. Um diesem immensen Interesse, vor allem seitens der Schüler und Studenten, nachzukommen, ist der nächste Informationstag bereits in Planung.

Für diejenigen, die im Hinblick auf ihre Zukunft ein Studium auf Deutsch in Ungarn oder in Deutschland selbst planen, ist die geplante Veranstaltung dringend zu empfehlen.

Iris Cserni

Links:

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Abgedreht 2007

Das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum setzt nach den Erfolgen im vergangenen Jahr das ungarndeutsche Jugendfilmfest Abgedreht fort.

In 2007 handelt es sich wieder um schöne, spannende, coole und witzige Filme in deutscher Sprache über Ungarndeutschtum, Menschen, Heimat, Tradition, Geschichte, Liebe, Märchen und vieles mehr.

Das Fest bietet eine tolle Möglichkeit für junge Leute, ihre Ideen und Gefühle mit filmerischen Mitteln zu zeigen. Die Werke der jungen Filmemacher aus Berin, Bohl, Budapest, Dombovar, Baje, Fünfkirchen, Jink, Mohatsch, Ödenburg und Werischwar werden von einer dreiköpfigen Jury bewertet. Die besten drei Beiträge werden mit einem Preis von insgesamt 1000 Euro prämiert.

Die Filme von insgesamt 12 Teams werden am 27. April um 10 Uhr in Budapest im Vörösmarty Kino (1085 Budapest, Üllői út. 4.) vorgestellt.

Links:

Abgedreht – Ungarndeutsches Jugendfilmfest

Neue Mitarbeiterin beim Zentrum

Das Team vom Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum hat sich seit dem 1. April erweitert. Die neue Mitarbeiterin ist Helga Kovács.

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Helga hat im vergangenen einen Jahr im Haus der Ungarndeutschen als ifa-Twin, lokale Kulturassistentin gearbeitet. Sie ist auch darum kein neues Gesicht im HdU, weil sie davor zwei Jahre lang Vizevorsitzende der Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher war.

Neben ihr Job als Assistentin beim Zentrum studiert sie Soziologie an der Corvinus-Universität. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem: Mitarbeit an der Erstellung und Instandhaltung der ungarndeutschen Datenbank, Informationsvermittlung an ungarndeutsche Institutionen und Kulturgruppen, Übersetzung von Nachrichten und Programmmaterialen sowie Organistaion von Zentrum-Programmen.

Neuwahlvollversammlung in Baja

Am 12. April 2007 fand die konstituierende und Neuwahlvollversammlung des Verbandes der Deutschen Minderheitenselbstverwaltungen des Komitats Bács-Kiskun in Baja statt. Mitglieder des Verbandes sind die 27 Deutschen Minderheitenselbstverwaltungen der Komitate Bács-Kiskun und Csongrád.

Zum Vorsitzenden wählte das Gremium Josef Manz aus Baja, Vizevorsitzenden wurden Josef Ollmann aus Kumbaj und Johann Glasenhardt aus Baja.

Weitere Vorstandsmitglieder sind Theresia Délity aus Nadwar, Eva Röckl aus Tschatali, Ladislaus Bánóczki aus Kecskemét und Hedwig Heffner aus Gara.

Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde Maria Hatvani aus Kecel, Mitglieder sind Julia Vörös aus Waschkut und Dr. Johann Leitert aus Hartau.

Franz Schőn, der bisherige Vorsitzende des Verbandes wurde am 19. März zum Vorsitzenden der neunköpfigen Deutschen Minderheitenselbstverwaltung des Komitats Bács-Kiskun gewählt.

Neuwahlvollversammlung in Baja

Am 12. April 2007 fand die konstituierende und Neuwahlvollversammlung des Verbandes der Deutschen Minderheitenselbstverwaltungen des Komitats Bács-Kiskun in Baja statt. Mitglieder des Verbandes sind die 27 Deutschen Minderheitenselbstverwaltungen der Komitate Bács-Kiskun und Csongrád.

Zum Vorsitzenden wählte das Gremium Josef Manz aus Baja, Vizevorsitzenden wurden Josef Ollmann aus Kumbaj und Johann Glasenhardt aus Baja.

Weitere Vorstandsmitglieder sind Theresia Délity aus Nadwar, Eva Röckl aus Tschatali, Ladislaus Bánóczki aus Kecskemét und Hedwig Heffner aus Gara.

Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde Maria Hatvani aus Kecel, Mitglieder sind Julia Vörös aus Waschkut und Dr. Johann Leitert aus Hartau.

Franz Schőn, der bisherige Vorsitzende des Verbandes wurde am 19. März zum Vorsitzenden der neunköpfigen Deutschen Minderheitenselbstverwaltung des Komitats Bács-Kiskun gewählt.

Über Abgedreht! – in der deutschen Rundfunksendung

Am 5. April um 10:15 spricht in der Deutschen Rundfunksendung Moderator Krisztián Erdei mit Monika Ambach, Direktorin des Zentrums über Abgedreht! – Radio Fünfkirchen 101,70 MHz

Es ist jetzt sicher, dass 12 Filme beim diesjährigen „Abgedreht – Ungarndeutsches Jugendfilmfest“ ins Rennen geschickt werden. Am Wettbewerb nehmen 12 Teams, bzw. 44 junge Filmemacher teil und zeigen ihre Sicht auf die deutsche Minderheit. Das Publikum kann die Werke am 27. April 2007 in Budapest, im Vörösmarty Kino sehen!

Eine Jury wird die besten 3 Filme auswählen. Alle erwarten mit Spannung welche drei Teams den Preisgeld im Wert von 1000 Euro, bzw. wertvolle Sachpreise erhalten.

Teilnehmer sind:

– Sulisok(k) – Montenuovo Fachmittelschule, Bóly

– K-MC’C – Dániel Berzsenyi Evangelisches Gymnasium, Sopron

– Blondies – Sándor Petőfi Gymnasium, Mezőberény

– Pink Panthers – Sándor Petőfi Gymnasium, Mezőberény

– Traumkommando – Lajos Tolnai Gymnasium, Gyönk

– Chaos Team – Gyula Illyés Gymnasium, Dombóvár

– Vier kleine Jägermeister – Dr. József Marek Fachmittelschule, Mohács

– Schiller Studio – Friedrich Schiller Gymnasium, Pilisvörösvár

– O.E.U. Production – Klara Leőwey Gymnasium, Pécs

– Schneewittchen und die zwei Zwerge – Ungarndeutsches Bildungszentrum, Baja

– Azaghis – Valeria Koch Gymnasium, Pécs

– Nächste Generation – István Széchenyi Gymnasium, Budapest

Alle Informationen über Abgedreht!, Preise, Teams, Kinovorstellung und Nachrichten sind auf der Webseite www.abgedreht.zentrum.hu zu finden!

Links:

Abgedreht – Ungarndeutsches Jugendfilmfest

„Auf den Spuren unserer kirchlichen Andenken“

Das Dr. Franz Riedl Heimatmuseum lädt Sie am 4. April 2007, am Mittwoch um 15 Uhr zur Eröffnung der temporären Ausstellung „Auf den Spuren unserer kirchlichen Andenken“ recht herzlich ein.

Die Ausstellung wird von Herrn Pfarrer János Varga eröffnet.

Die Ausstellung wurde zusammengestellt und wird vorgestellt vom Historiker und Archivar, Andreas Grósz

Die Ausstellung ist bis zum 20. August 2007 zu besichtigen.

Ort der Ausstellung: der temporäre Ausstellungsraum des Dr. Franz Riedl Heimatmuseums (2040 Budaörs Budapesti Str. 45/2.)

Öffnungszeiten: von Dienstag bis Samstag 14-18 Uhr, am Sonntag 10-14 Uhr

Links:

Dr. Franz Riedl Heimatmuseum

Der Geisterfahrer wäre im März dieses Jahres 60

János Szabó: geboren 1947 in Budapest, gestorben 1995 in Budapest. Studium der Germanistik und Slawistik in Budapest und Jena.

Unterrichtete seit 1987 am Lehrstuhl für deutschsprachige Literaturen des Germanistischen Instituts der Eötvös-Loránd-Universität Budapest.

Schwerpunkt in Forschung und Lehre: deutschsprachige Literaturen im 20. Jahrhundert (vor allem Schweiz und Österreich), ungarndeutsches Schrifttum. Über zweihundert Fachpublikationen. Mehr als 500 Arbeiten (populärwissenschaftliche Artikel zu literarischen und kulturellen Themen, Buchbesprechungen, kritische Essays) sind von ihm in der Neuen Zeitung erschienen.

„Geisterfahrer“ heißt nach seinem eigenen Willen der Sammelband, der seine klugen, an Karl Kraus, Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Frigyes Karinthy und zahlreichen anderen Autoren, mit deren Werk er sich wissenschaftlich auseinandersetzte, geschulten und in der Neuen zeitung veröffentlichten Glossen „Aus dem Notizbuch eines Germanisten“ enthält.

(Auszug aus dem Artikel von Béla Szende im DK1997, S. 299-303)

DSV Budapest wurde gegründet

Die Deutsche Selbstverwaltung, Budapest wurde am 13. März in der Akadémia Str. 1. gegründet. Die Mitglieder sind: Eva Mayer Bajtai, Ildikó Péteri, Josef Fehérvári, András Frigyesi, József Gizur, Dr. Hambuch Vendel, Gábor Kaltenecker, Gyula Major und Géza Walter.

Mitglieder der Budapester Deutschen Selbstverwaltung
Eva Mayer Bajtai wurde zur Vorsitzende und Josef Fehérvári zum Vize-Vorsitzenden gewählt.

Prof. Dr. Loránt Tilkovszky feiert Geburtstag

Am 19. März 2007 feierte der renommierte ungarische Historiker, Prof. Dr. Loránt Tilkovszky seinen 80. Geburtstag. 1999 erhielt er für seine Verdienste in der Erforschung der Geschichte der Ungarndeutschen im 20. Jahrhundert die höchste ungarndeutsche Auszeichnung, die „Ehrennadel in Gold für das Ungarndeutschtum“.

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2002 wurde ihm auch die höchste Auszeichnung der Fünfkirchener Deutschen, der Lenau-Preis verliehen.

Die offizielle (staatliche) Anerkennung seiner Tätigkeit auf dem Gebiet der ungarischen Geschichtswissenschaft läßt sich bedauerlicherweise noch auf sich warten.

Wir gratulieren ihm recht herzlich zu seinem Geburtstag und wünschen ihm auch in der Zukunft viel Geduld, gute Gesundheit und ungebrochene Schaffenskraft.

Die vielseitige Tätigkeit von Prof. Tilkovszky ist in ungarndeutschen Kreisen weitgehend bekannt, wir möchten ihn daher jetzt von einer ganz neuen Seite vorstellen: nämlich als Lenau-Übersetzer. Er hat die Kopie seines karierten Studentenheftes aus den vierziger Jahren mit den Übersetzungen dem Zentrum-Bibliothek freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Budapester Rezitationswettbewerbs-Entscheid

Am 3. März fand der Budapester Entscheid des Deutschen Rezitationswettbewerbes in der Grassalkovich-Grundschule, in Soroksár statt. Die Kategorien waren: Gedicht, Prosa, kleine Szenen.

Es beteiligten sich daran die Erstplazierten aus den Bezirken der Hauptstadt, etwa 300 Schüler/innen mit Begleitung.

Ergebnisse

Gedicht

I. Kategorie (1-2. Klasse)

1. Nagy Gabriella (IV. Német Tag. Ált. Isk.)
2. Tánczos Koppány (XI. Domokos Ált. Isk.)
3. Szabó Patrícia (XXIII. Grassalkovich Ált. Isk.)

II. Kategorie (3-4. Klasse)

1. Rákóczi Dalma (XI. Törökugrató Ált. Isk.)
2. Vályogos Anna (XVIII. Piros Isk.)
3. Domán Dániel (XVI. Táncsics M. Ált. Isk.)

III. Kategorie (5-6. Klasse)

1. Farkas Balázs (XXI. Katona Ált. Isk.)
2. Márkus Dávid (III. Kerék Ált. Isk.)
3. Taródi Tamás (XIII. Pannónia Ált. Isk.)

IV. Kategorie (7-8. Klasse)

1. Farkas Annamária (III. Első Óbuda Ált. Isk.)
2. Nagy Márió (XX. Hajós A. Ált. Isk.)
3. Szalay Ákos (XIV. Móra F. Ált. Isk.)

V-VI. Kategorie (9-12. Klasse) Gedicht-Prosa

1. Sárospataki Barnabás (IV. Babits Gimn.)
2. Hornyák Henriett (XX. Német Nemz. Gimn.)
3. Veres Adrienn (III. Kerék Ált. Isk. és Gimn.)
3. Gergely Kitti (XVI. Szerb A. Gimn.)

Prosa

I. Kategorie (1-2. Klasse)

1. Szalay Kinga (XIV. Móra F. Ált. Isk.)
2. Gombás Bence Péter (XVII. Újlak Ált. Isk.)
3. John Tamás (III. Első Óbudai Ált. Isk.)

II. Kategorie (3-4. Klasse)

1. Rajnai Dávid (IV. Német Tag. Ált. Isk.)
2. Beke Anita (XI. Teleki Ált. Isk.)
3. Gioris Thomas (XXI. Katona Ált. Isk.)

III. Kategorie (5-6. Klasse)

1. Félegyházi Eszter (III. Első Óbudai Ált. Isk.)
2. Szegedi Szilveszter (IV. Német Tag. Ált. Isk.)
3. Mészáros Henriette (XXIII. Grassalkovich Ált. Isk.)

IV. Kategorie (7-8. Klasse)

1. Gazdag Eszter (XI. Petőfi Ált. Isk. és Gimn.) – Baden Württemberg különdíjas!
2. Stumf Anthony (III. Első Óbudai Ált. Isk.)
3. Klein Patrícia (XXIII. Grassalkovich Ált. Isk.)

Szene

I. Kategorei (1-2. Klasse)

1. Első Óbudai Ált. Isk. (III. ker.)
2. Páneurópa Ált. Isk. (XXIII. ker.)
3. Gróf Széchenyi Ált. Isk. (XXI. ker.)

II. Kategorie (3-4. Klasse)

1. Grassalkovich Ált. Isk. (XXIII. ker.)
2. Teleki Ált. Isk. (XI. ker.)
3. Első Óbudai Ált. Isk. (III. ker.)

III. Kategorie (5-6. Klasse)

1. Első Óbudai Ált. Isk. (III. ker.)
2. Gróf Széchenyi Ált. Isk. (XXI. ker.)
3. Pannónia Ált. Isk. (XIII. ker.)

IV. Kategorie (7-8. Klasse)

1. Teleki Ált. Isk. (XI. ker.)
2. Benkő I. Ált. Isk. és Gimn. (IV. ker.)
2. Szt. László Ált. Isk. (X. ker.)

V. Kategorie (9-10. Klasse)

1. Bródy Gimnázium (IV. ker.)
2. Szerb A. Gimnázium (XVI. ker.)
3. Kerék Ált. Isk. és Gimnázium (III. ker.)

Buchgeschenk an die Zentrum-Bibliothek

Am 24. Mai 2007 wird Hans Dama – Professor des Instituts für Romanistik der Universität Wien, berühmter Lyriker und Verfasser von zahlreichen Veröffentlichungen zur deutschen und rumänischen Literatur, zur Banater Kulturgeschichte sowie zur Mundartforschung – im Haus der Ungarndeutschen eine Lesung abhalten.

Herr Dama ist Vorsitzender des Vereins Banater Schwaben in Österreich und versäumt nie, mit den Teilnehmern der Wiener Veranstaltungen des Vereins unserer Bibliothek seine neuesten Publikationen zuzuschicken.

Gedichtbände von Hans Dama in unserer Bibliothek: Schritte (Wien, Europäischer Verl., 1990); Gedankenspiele (Frankfurt am Main, Fischer, 1990; Rollendes Schicksal (Frankfurt am Main, Fischer, 1993) ; Spätlese (Dublin-New York-Wien, Mosaic, 1999); Launen des Schicksals = Capriciile destinului (Wien, Pollischansky, o. J.).

Prosa: Unterwegs (Klausenburg, Casa Carţii de Ştiinţa, 2003).

Das Zentrum gratuliert dem Verein zu seinem 100-jährigen Bestehen und bedankt sich beim Herrn Dama recht herzlich für die neueste Buchsendung.

Links:

Ungarndeutsche Bibliothek

Emília Molnárs Buchvorstellung

Am 8.03.2007 fand im Haus der Ungarndeutschen die Präsentation des Buches von Emília Molnár „Kirchenmusik während des Kommunismus in Ungarn. Aussagen von Zeitzeugen“ statt.

Dr. Franz Metz, Organist und Musikwissenschaftler, Präses der Gesellschaft für Deutsche Musikkultur im Südöstlichen Europa e. V. überreichte aus diesem Anlaß der Bibliothek des Zentrums außer dem vorgestellten Buch auch weitere wertvolle Publikationen des Verlags, u.a.:

– Musik als interkultureller Dialog. Das Banat als euroregionaler Klangraum. Kongressbericht Timişoara/Temeswar, 23.-25.09.2005 / Hrsg. von Franz Metz.-München : Edition Musik Südost, 2005.;

– Metz, Franz : Der Temeswarer Philharmonische Verein. Eine Chronik südosteuropäischer Musikgeschichte 1850-1950 / Franz Metz.- München : Edition Musik Südost, 2005.;

– Kirchenmusik in sozialistischen Ländern vor und nach der Wende von 1989. Bericht vom Symposion an der Kunstuniversität Graz Institut für Kirchenmusik und Orgel 13.-15. November 2003 / Hrsg. von Johann Trummer und Stefan Engels.- München : Edition Musik Südost, 2006.

Die Leitung des Zentrums möchte Herrn Metz für die wertvolle Schenkung auf diesem Wege Dank sagen.

Links:

Haus der Ungarndeutschen
Ungarndeutsche Bibliothek

MSV-Budapest

Von 110 Elektoren in der Hauptstadt gaben 106 Elektoren ihre Stimme für die Budapester Deutschen Minderheitenselbstverwaltung ab. Sechs Mandate erhielt der Deutsche Schulverein, bzw. drei der Verein der deutschen Bürger aus Pestszentlörinc und Pestszentimre.

Mitglieder der neuen Deutschen Selbstverwaltung Budapest (Hauptstadt) nach der Übergabe der Mandat – Urkunden im Rathaus Budapest am 12. März 2007. Erste Reihe von links nach rechts: Eva Mayer-Bajtai, Ildikó Péteri, Josef Gizur und Julius Major. Hintere Reihe von links nach rechts: Andreas Frigyesi, Gabor Kaltenecker, Dr. Josef Fehérvári, Dr. Wendelin Hambuch und Géza Walter.

Minderheitenwahlen

Seit Oktober 2006 arbeiten 378 Minderheitenselbstverwaltungen, 38 sind davon neue Körperschaften, und am 4. März dieses Jahres fanden die Wahlen zu der Landesselbstverwaltung und zu den Komitatsselbstverwaltungen statt.

Neu war, dass die 1882 Elektoren ihre Stimme nicht in Budapest, sondern dort wo sie gewählt worden sind abgeben durften. Die Wahlbeteiligung betrug 98%.

In 10 Komitaten, bzw. in Budapest wurde eine Komitatsselbstverwaltung gewählt, was das Minderheitengesetz das erste Mal ermöglichte.

Es wurde eine Einheitsliste zusammengestellt, hierfür haben die Komitate abgestimmt, wen sie für die LdU-Körperschaft als Kandidat aus ihrer Region vorschlagen.

Die erste Vollversammlung wird am 24. März von der Landeswahlkommission einberufen. Dann werden die Mandate geprüft, der Vorsitzender, oder Vorsitzende gewählt, bzw. die Stellvertreter und auch der Finanzausschuss. In der 2. Sitzung werden die Fachausschüsse aufgestellt und das Konzept der nächsten vier Jahre besprochen.

Die Liste der 53 Mitglieder der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen

Ábel János
Dr. Albert Vendel
Babits Emil Ferenc
Benedek Ferenc
Berek Zoltánné
Dr. Brenner Koloman
Bürgermayer Stefan
Endrész Árpádné
Englenderné Hock Ibolya
Erdei Ferenc
Fejesné Schwarcz Mária Erzsébet
Fóber Ferenc
Dr. Formann István
Frank György
Frigyesi András
Fuchs János
Gáspár Tibor
Grim Márkné Hirt Valéria
Hambuch Géza
Hárs Gyuláné
Heil Helmut Frigyes
Heinek Ottó
Heltainé Panyik Erzsébet Mária
Hofferné Hanich Erika
Dr. Józan-Jilling Mihály
Kántor Péter Tamás
Dr. Knáb Erzsébet
Kófiás Endréné
Kolbach Ferenc
Konczili Vendel
Kóthyné Herczeg Mária
Köhlerné Koch Ilona
Krisch Aladárné
Mammel Krisztina
Manz József
Marlokné Cservenyi Magdolna
Ritter Imre
Sax László
Dr. Schäffer István
Schindler László
Schuth János
Schwartz József
Studer Imre
Szeitz Mária
Szigriszt János
Szugfil József
Tigelmann Péter
Treitz Zoltánné
Troszt Erzsébet
Unger Ilona
Vidi Nándorné
Virth József Mihály
Dr. Wenczl Miklós

Ungarndeutscher Kulturpreis für Schütz Kapelle

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Die Verleihung des von der Stadt Backnang und dem Ungarndeutschen Sozial- und Kulturwerk ausgelobten ungarndeutschen Kulturpreises stand im Mittelpunkt des 38. Backnanger Schwabenballs. Josef Schütz, Gründer und Leiter der gleichnamigen Kapelle, nahm die Urkunde aus der Hand von Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper entgegen.

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Die Schützkapelle erfreut sich in Ungarn wachsender Popularität. Sie kommt aus der kleinen Gemeinde Palotabozsok, die zwischen Fünfkirchen (Pécs) und Bácsalmás liegt. Mit ihrem Musikprogramm sorgte sie ebenso wie die Ungarndeutsche Heimatblaskapelle Backnang unter der Leitung von Johann Kriso für ausgezeichnete Stimmung. Und auch das Programm donauschwäbischer und ungarischer Volkstänze der Donauschwäbischen Tanz- und Folkloregruppe Reutlingen kam beim Publikum gut an. Die Ballgäste sprachen gar von einer erneuten Belebung des altehrwürdigen Schwabenballs.

In Backnang sei die Tradition des Schwabenballs wieder belebt worden, sagte auch Nopper in seinem Grußwort. Mit den Auftritten von Kulturgruppen aus Ungarn sei der Ball ein Bindeglied zwischen alter und neuer Heimat.

Auch der ungarndeutsche Kulturpreis habe seine Tradition in Backnang. Allerdings sei es eine Entscheidung jüngeren Datums, diesen nun beim Schwabenball zu verleihen. Mit dem Preis werden Persönlichkeiten gewürdigt, die sich für die Erhaltung, Erforschung und Pflege der ungarndeutschen Kultur und Geschichte einsetzen.

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Oberbürgermeister Nopper und Josef Schütz

Die Laudatio auf die mit dem ungarndeutschen Kulturpreis geehrte Schützkapelle hätte eigentlich Dr. Norbert Spannenberger, der Vorsitzende des Ungarndeutschen Sozial- und Kulturwerks, halten sollen. Wegen einer Grippe musste er indes das Bett hüten.

Ballmoderator Klaus Loderer verlas die Rede Spannenbergers. Dieser erinnerte an die zaghaften Neuanfänge der ungarndeutschen Kulturpflege in Palotabozsok. So sei die Wallfahrt zum Brünnli wiederbelebt worden, bei der deutsche Lieder, von Blasmusik begleitet, gesungen wurden. Neben der großen Musikkapelle seien schon bald kleine Schrammelkapellen entstanden. Josef Schütz habe zu den Pionieren dieser Bewegung gehört. Als Schüler der klassischen Generation der Dorfmusikanten habe er das Erbe einer einzigartigen musikalischen Tradition bewahren können. Als Bindeglied zwischen den Generationen sei es ihm zu verdanken, dass alte Noten und wertvolle Manuskripte erhalten blieben. Nach der Verleihung des Preises konnte Nopper das erste Exemplar einer vom Ungarndeutschen Sozial- und Kulturwerk geförderten, nach alten Noten neu eingespielten CD der Kapelle entgegennehmen.

Grüße des ungarischen Botschafters in Berlin, Dr. Sándor Peisch, überbrachte der ungarische Honorarkonsul Rolf Kurz. In dieser neuen Funktion war es sein erster offizieller Auftritt in Backnang. Kurz lobte die Stadt und den Kreisverband des Ungarndeutschen Sozial- und Kulturwerks für die Pflege der ungarndeutschen Traditionen und die intensiven Kontakte zu Ungarn. Eine alte Tradition des Schwabenballs ist auch die Verleihung des Rosmarinstraußes, des Symbols des Schwabenballs und der Ungarndeutschen.

In diesem Jahr ging er an die Backnanger First Lady Gudrun Nopper, die für ihr Engagement für die ungarische Partnerstadt und ihre Unterstützung der Stadtbücherei Bácsalmás geehrt wurde. Außerdem wurde Peter Schöneck für sein langjähriges Wirken in der Heimatblaskapelle, in der er seit 1981 mitspielt, mit der goldenen Ehrennadel des Landesverbands der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn ausgezeichnet.

Das offizielle Programm beendete der Auszug der Tanzgruppe. Dann war die Tanzfläche frei für das Publikum, das sich von der Ungarndeutschen Heimatblaskapelle Backnang und der Schützkapelle nicht lange bitten ließ.

LandesratForum

Deutschsprachiges Radioprogramm landesweit!

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Ab dem ersten Februar wird die deutschsprachige Radiosendung landesweit erreichbar sein. „Treffpunkt am Vormittag“ meldet sich täglich von 10 bis 12 Uhr.

Sonntags können die werten Zuhörer das beliebte „Wunschkonzert“ hören. Zweiwöchentlich werden deutschsprachige Messen übertragen.

Das Programm wird auf 2 Mittelwellenfrequenzen ausgestrahlt. In Südungarn und bei Budapest hören sie die Sendungen auf MW/AM 873 kHz, über Marcali und Szolnok wird das Programm auf MW/AM 1188 kHz ausgestrahlt.

Stiftungsprofessur an der Universität Fünfkirchen

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Die Stiftungsprofessur zur „Deutschen Geschichte und Kultur im südöstlichen Mitteleuropa“ nahm anfang Februar dieses Jahres, zu Beginn des Frühlingssemesters an der Universität Pécs ihre Arbeit auf.

Diese Professur, bestehend aus ihrem Leiter und einem Assistenten, wird nach einer Vereinbarung der Ludwig-Maximilians-Universität München mit der Universität Pécs/Fünfkirchen vom 13. September 2006 fünf Jahre lang vom Kulturbeauftragten der deutschen Bundesregierung, Minister Bernd Neumann, finanziert.

Nach dem üblichen akademischen Auswahlverfahren wurde Dr. Gerhard Seewann (bis dahin Forschungs- und Bibliotheksleiter am Südost-Institut München) zum Professor berufen. Er hat sein Amt am 1. Februar angetreten und wird mit seinen Unterrichtsveranstaltungen im Rahmen der Historischen Lehrstühle der Universität Pécs am 12. Februar beginnen.

Inhaltlich gesehen ist die Professur in Lehre und Forschung der Geschichte und Kultur der deutschen Minderheiten im Donau-Karpatenbecken, der Multiethnizität dieses Raumes und den deutsch-ungarischen Beziehungen gewidmet. Angestrebt wird dabei eine enge Zusammenarbeit mit den Lehrstühlen für deutsche Sprache und Literatur der Universität und über Pécs hinausgehend mit den thematisch relevanten Lehr- und Forschungseinrichtungen Ungarns und seinen Nachbarländern, so dass die Professur perspektivisch gesehen zu einem interdisziplinären Zentrum für Minderheitenforschung ausgebaut werden kann.

Eine günstige Voraussetzung dafür bildet die an der Universität Pécs seit den 1980er Jahren verankerte Nationalitätenforschung und ihr an den Geschichtslehrstühlen betriebenes Doktoren-Ausbildungsprogramm, das unter dem Titel „Europa und die Ungarn vom 18. bis zum 20. Jahrhundert“ einen geeigneten Rahmen für die neue Professur bietet.

Professor Seewann selbst hat im Laufe der vergangenen 30 Jahre Wesentliches zur Erforschung der Multi-Ethnizität in Ostmittel- und Südosteuropa in vergleichender Perspektive beigetragen und sich der Region Pécs als ungarndeutsches Siedlungsgebiet stets verbunden gezeigt. In seinen ersten Lehrveranstaltungen wird er mit den Studenten drei Themenschwerpunkte erarbeiten: Die Geschichte der deutsch-ungarischen Beziehungen und der Ungarndeutschen im 20. Jahrhundert, die Formierungsprozesse der Nationen im 19. und 20. Jahrhundert und die daraus resultierenden Probleme für Minderheiten sowie die Rolle von Stereotypen als Orientierungsfunktion in den deutsch-ungarischen Beziehungen vom Mittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg.

14 Teams beim Abgedreht! 2007

Das Zentrum organisiert zum 2. Mal das Filmfest für Mittelschüler. 14 Teams, 53 junge Filmemacher aus ganz Ungarn sind diesmal mit dabei! Die Superproduktionen sind noch in der Drehphase, aber das Publikum kann sich jetzt schon auf spannende, interessante, schöne und witzige Filme über die Ungarndeutschen freuen…

Am 28. April 2006 wurden im Haus der Ungarndeutschen 6 Filme von 6 Teams dem begeisterten Publikum vorgestellt.

Nach dem Erfolg war es keine Frage: die Kinoliebhaber möchten weitere Filme über die Ungarndeutschen sehen.

Im Jahre 2007 schicken schon 14 Teams ihre Filme ins Rennen. Es wird sehr spannend! Eine Jury wird die besten 3 Filme mit wertvollen Preisen belohnen.

Teilnehmer sind:
– Sulisok(k) – Montenuovo Fachmittelschule, Bóly
– K-MC’C – Dániel Berzsenyi Evangelisches Gymnasium, Sopron
– Scarbantia – Dániel Berzsenyi Evangelisches Gymnasium, Sopron
– Blondies – Sándor Petőfi Gymnasium, Mezőberény
– Pink Panthers – Sándor Petőfi Gymnasium, Mezőberény
– Traumkommando – Lajos Tolnai Gymnasium, Gyönk
– Chaos Team – Gyula Illyés Gymnasium, Dombóvár
– Vier kleine Jägermeister – Dr. József Marek Fachmittelschule, Mohács
– Schiller Studio – Friedrich Schiller Gymnasium, Pilisvörösvár
– O.E.U. Production – Klara Leőwey Gymnasium, Pécs
– Schneewittchen und die zwei Zwerge – Ungarndeutsches Bildungszentrum, Baja
– Azaghis – Valeria Koch Gymnasium, Pécs
– Nächste Generation – István Széchenyi Gymnasium, Budapest
– Schneemänner – Deutsches Nationalitätengymnasium, Budapest

Festgala der Ungarndeutschen

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Am Tag der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen, am 13. Januar 2007 fand im Kongresszentrum in Budapest die Festgala der Ungarndeutschen zum 11. Mal statt. Im Festprogramm traten die besten ungarndeutschen Künstler, Musikkappellen, Tanzgruppen und Solisten auf.

LdU-Vorsitzender Otto Heinek begrüßte das Publikum im Kongresszentrum, und würdigte die Arbeit der Vertreter der Minderheit im Jahr 2006. Er wies darauf hin, dass das vergangene Jahr schwer aber auch erfolgreich gewesen wäre. Das hätten auch die 387 im Herbst gegründeten Minderheitenselbstverwaltungen bewiesen. Er wünschte allen Anwesenden ein gutes neues Jahr und erfolgreiche Arbeit auch bei den Wahlen im März.

Parlamentspräsidentin Szili begann ihre Festrede in deutscher Sprache und betonte welch große Bedeutung die Sprache, Kultur und Identität in der heutigen Zeit besäßen.

Hans Peter Schiff, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland und Schirmherr der Gala sprach über die Brückenfunktion der deutschen Minderheit und über die erfolgreiche Zusammenarbeit der Botschaft mit ungarndeutschen Institutionen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch die höchste Auszeichnung, die „Ehrennadel in Gold für das Ungarndeutschtum“ an verdiente Persönlichkeiten verliehen, die bedeutendes für die Minderheit geleistet haben. Den Preis überreichte LdU-Vorsitzender Heinek.

Michael Frühwirth erhielt den Preis für seine hervorragende Arbeit für die Deutschen in Ungarn und in seinem Heimatort Vetschesch. Martin Rittlinger aus Boschok konnte die Ehrennadel für seine hervorragende Arbeit im Musikleben der Ungarndeutschen entgegennehmen.

Der aus Ofala stammende Dr. Jenő Kaltenbach, Ombudsman erhielt die Auszeichnung für seine hervorragende Arbeit für alle Minderheiten insbesondere, die Deutschen in Ungarn.

Vier Mittelschülerinnen konnten den Valeria Koch Preis für ausgezeichnete schulische Leistungen und minderheitenspezifische Aktivitäten von Gabor Frank, LdU-Vizevorsitzender übernehmen: Bernadett Kocsis (Friedrich-Schiller-Gymnasium, Werischwar), Agnes Szauter (Bajaer Ungarndeutschen Bildungszentrum), Szilvia Bede und Kata Szalai (Valeria Koch Mittelschule, Fünfkirchen).

Angela Korb erhielt den Valeria Koch Preis für ihre hervorragende Diplomarbeit mit dem Thema „Magyarisierungstendenzen in Fünfkirchen im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts im Spiegel der Fünfkirchner Zeitung“.

Das Galaprogramm wurde von folgenden Kulturgruppen und Solisten gestaltet:

Gemischtchor aus Waschludt (Leiterin: Mónika Bankó)
Deutsche Bühne Ungarn – Ildikó Frank und Bálint Merán
Bálint Janotka (Flügelhorn), József Dankó (Klavierbegleitung)
Edelstein Tanzgruppe, Schaumar (Leiterin: Ilona Dinda Czippán) in der Begleitung der Schaumarer Musikanten
Nationalitätentanzgruppe Tscholnok (Leiterin: Ildikó Tafferner) in der Begleitung der Tscholnoker Blaskapelle
Vivien Tóth und Péter Tutti
Jugendblaskapelle Großmanok (Dirigent: Attila Payer)
Willander Nachtigallen (Leiter: Georg Ahmann)
Martin Rittlingier und Zsanett Blum
Volkstanzgruppe Brüderlichkeit, Ödenburg (Leiter: József Csoltói)

Übergabe von Präventionspaketen

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Der Gesandte der Deutschen Botschaft, Walter Haßmann, der Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Otto Heinek, der Vorsitzende des Sozialausschusses, Dr. Michael Józan-Jilling, übergeben am 25. Januar 2007 um 14.00 Uhr in der Geschäftsstelle der LdU neun „Präventionspakete“ an deutsche örtliche Minderheitenselbstverwaltungen.

Die Pakete wurden aus Mitteln des Bundesministerium des Innern der Bundesrepublik Deutschland gefördert. Diese beeinhalten Defibrillatoren, EKG-Geräte, automatische 24h-Blutdruckmessgeräte und Laborgeräte im Wert von insgesamt 6 Mio Ft.

Die Geräte dienen der Verbesserung des Gesundheitszustandes und zur Vorbeugung von Herz- und Blutgefäßkrankheiten. Sie werden von den Ärzten und Gesundheitsstationen vor Ort im Rahmen eines Vorbeugungsprogramms genutzt.

Gefördert werden die Gemeinden: Nagyesztergár, Bakonynána, Soltvadkert, Csehbánya, Györköny, Siógárd, Babarc, Csikéria und Csolnok.

Adresse des LdU-Büros: 1026 Budapest, Júlia u. 9.

Fachliteratur für die Zentrum-Bibliothek

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Der Buchbestand der Zentrum-Bibliothek konnte mit Hilfe der Gemeinnützigen Stiftung für Nationale und Ethnische Minderheiten Ungarns um weitere wichtige Fachbücher erweitert werden.

Die Stiftung unterstützte das Projekt mit 100.000 Forint. Das Zentrum bewarb sich im Sommer 2006 für die Unterstützung.