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Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

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Der Historiker Georg Ritter zeichnet anhand der wissenschaftlichen Auswertung von 162 lebensgeschichtlichen Interviews, die er in 63 Ortschaften Nordtransdanubiens geführt hat, das Schicksal der ungarndeutschen Gemeinschaft zwischen 1940 und 1970 nach.

I. kötet – A második világháború
(Band I – Der Zweite Weltkrieg)

Der erste Band untersucht die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg. Thematisiert werden die identitätsprägende Bedeutung der Volkszählung von 1941, die Tätigkeit des Volksbundes, das Einziehen in die Waffen-SS sowie das Schicksal der in die ungarische Armee Eingezogenen. Die Fronterfahrungen, die Flucht- und Vertreibungsgeschehnisse am Ende des Krieges sowie die Geschichten der zur sowjetischen Zwangsarbeit verschleppten Zivilisten rufen eine Epoche in Erinnerung, in der Loyalität, Überleben und gemeinschaftliche Zugehörigkeit zu existenziellen Fragen wurden.

II. kötet-Elűzés és paraszttalanítás
(Band II – Vertreibung und Entbäuerlichung)

Der zweite Band erschließt die Welt der Vertreibung, der Entbäuerlichung und der „langen 1950er Jahre“. Internierungen, Ghettoisierungen, das Verladen in Viehwaggons, anschließend Enteignung und Kulakisierung erscheinen nicht als isolierte Ereignisse, sondern als Stationen eines gesellschaftlichen Desintegrationsprozesses. Die Wellen der Kollektivierung, die Deportationen nach Hortobágy, die Erinnerung an die Ereignisse von 1956 sowie die Strategien einer verborgenen Identität verdeutlichen: Die Vertreibung war kein abgeschlossener Akt, sondern ein langwieriger sozialer und seelischer Prozess, der auch noch heute andauert.

Eine der eindringlichsten Zahlen des Bandes ist selbst ein historischer Befund: Während sich 1941 noch rund 475.000 Personen in Ungarn zur deutschen Nationalität bekannt hatten, gaben 1970 nur noch etwa 35.000 Staatsbürger Deutsch als Muttersprache an. Dahinter stehen jedoch Lebensschicksale, Familiengeschichten, gebrochene Lebenswege und Versuche des Neuanfangs.

Die zweibändige Publikation gibt den Stimmen der Überlebenden Raum. Die persönlichen Erzählungen verdichten sich zu kollektivem Gedächtnis und zeichnen ein differenzierteres Bild der Geschichte der Ungarndeutschen im 20. Jahrhundert, als es jede statistische Zusammenfassung vermag.

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten und wissen, dass Erinnerung nicht nur Rückblick, sondern auch Verantwortung ist.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Schlusswort. Erzählungen von Ungarndeutschen über ihre Unterordnung, 1940-1970) 
I. kötet – A második világháború (Band I – Der Zweite Weltkrieg   478 Seiten)
II. kötet – Elűzés és paraszttalanítás (Band II – Vertreibung und Entbäuerlichung  – 478 Seiten)
Budapest : Gondolat Kiadó 2025
Sprache: Ungarisch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben – nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu

Das UMZ-Team sucht Mitarbeiter/in

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Das Ungarndeutsche Pädagogische und Methodische Zentrum (UMZ)
schreibt schreibt die Stelle eines/einer
– im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnisses (Kjt.) – 
Bildungsreferenten/in
– Bereich deutsche nationalitätenspezifische schulische Bildung und DFU
aus.

Tätigkeitsbereich (Aufgaben):

  • Beratung zu Betrieb und Organisation deutscher Nationalitätenschulen, besonders zur Erstellung lokaler Lehrpläne für Deutsch als Nationalitätensprache und Literatur sowie Volkskunde, Dokumentationsführung und pädagogische Programme
  • Methodisch-didaktische Beratung, auch zu deutschsprachig unterrichteten Fächern
  • Organisation, Betreuung und ggf. Durchführung von Weiterbildungen und Workshops
  • Vorträge auf Foren von Trägern und Schulleitungen
  • Bearbeitung von Bewerbungen im Nationalitätenpädagogischen Stipendienprogramm
  • Unterstützung bei Übernahmen von öffentlichen Bildungsinstituten

Fachgruppe: öffentliche Bildung
FEOR: 2491 Pädagogischer Experte, Fachberater
Fachbereich: Personalwesen/Bildung
Rechtsverhältnis: Öffentlich-rechtliches Bedienstetenverhältnis (Kjt.)
Arbeitszeit: unbefristet, Vollzeit (40 Std./Woche)
Arbeitsort: 1062 Budapest, Lendvay utca 22.; landesweit bei Schulbesuchen

Beschreibung der ausschreibenden Organisation:
Die Institution erbringt pädagogische Fachdienstleistungen zur Unterstützung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der ungarndeutschen öffentlichen Bildungseinrichtungen. Zu ihren Aufgaben gehören die Organisation von Weiterbildungen und Fachforen zur Aneignung der deutschen Sprache und zur Weitergabe der deutschen nationalitätenspezifischen Kultur, die Ausarbeitung methodischer Handreichungen, die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien, die Koordination des Nationalitätenstipendiums sowie die fachliche Unterstützung der Mitglieder der örtlichen deutschen Selbstverwaltungen als Träger und der Schulleitungen.

Weitere wichtige Informationen zum Arbeitgeber bzw. zur ausgeschriebenen Stelle
(z. B. Voraussetzungen für die Begründung des Rechtsverhältnisses, Probezeit, Entgelt/Gehalt, spezielle Datenschutzinformationen, Webadresse der Organisation usw.):
Es wird eine Probezeit von 3 Monaten festgelegt.

Der Bewerber soll in seinem Motivationsschreiben seine Gehaltsvorstellung (monatliches Bruttogehalt) angeben.

Weitere Informationen können bei József Weigert, Institutsleiter, per E-Mail unter weigert.jozsef@umz.hu oder telefonisch unter 00 36 30/324‑5891 angefordert werden.

Bedingungen und Anforderungen

Pflichtanforderungen:

  • unbescholten

Erwartete Qualifikation:

  • Hochschulabschluss (BA/BSc), Lehramt oder Pädagogik

Berufserfahrung:

  • 3 Jahre Berufserfahrung
  • 3 Jahre Leitungserfahrung

Weitere Voraussetzungen:

  • Deutschkenntnisse auf C1-Niveau

Führerschein:

  • Kategorie B

Vorteile bei der Bewertung:

  • nachgewiesene Deutschkenntnisse C1
  • relevante Berufserfahrung
  • breite methodische Kenntnisse
  • Erfahrung mit Weiterbildungen und Workshops
  • mindestens 3 Jahre Erfahrung in öffentlichen Bildungseinrichtungen als LeiterIn

Weitere Vorteile:

  • Erfahrung im Unterricht deutschsprachiger Fächer
  • Erfahrung in Bildungsverwaltung
  • Qualifikation als Masterpädagoge oder Experte
  • Zugehörigkeit zur deutschen Nationalität in Ungarn

IT-Kompetenzen:

  • Textverarbeitung (Word) – Mittelstufe
  • Tabellenkalkulation (Excel) – Mittelstufe
  • Präsentationserstellung (PowerPoint) – Mittelstufe

Persönliche Kompetenzen:

  • Entschlossenheit, Selbstbewusstsein
  • Kreativität, Innovation
  • Digitale und IKT-Kompetenzen
  • Engagement, Zuverlässigkeit, ethisches Verhalten
  • strategisches Denken

Einzureichende Dokumente:

  • Abschlusszeugnisse (Kopien)
  • Motivationsschreiben
  • Zustimmungserklärung zur Datenverarbeitung gemäß Kjt. 20/A § (5) b
  • Lebenslauf mit Foto

Frist für die Einreichung: 28.02.2026
Einreichung: über diese Plattform oder per E-Mail an weigert.jozsef@umz.hu
Bewertung: Vorauswahl nach Anforderungen, anschließend persönliches Gespräch
Bewertungsfrist: 21.03.2026
Weitere Veröffentlichung: MNOÖ, UMZ, Zentrum
Geplanter Arbeitsbeginn: 01.04.2026


Mehrsprachige Kindererziehung ist nicht immer einfach, aber… – Teil 2, aus der Sicht der Eltern

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Neue Folge des Podcasts der LdU ist online

Zsófia Krémer, Csilla Scheiling und Péter Wesz kommen aus verschiedenen Gegenden des Landes, arbeiten und führen ihr Leben komplett unterschiedlich, aber eines verbindet sie ganz sicher: sie haben ihren Kindern die deutsche Sprache – zum Teil sogar einen Dialekt – beigebracht, weil es für sie wichtig war, möglichst weite Perspektiven für die Kinder zu öffnen.

Im neusten Podcast der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) erzählen sie von positiven und selbstverständlich auch negativen Erlebnissen auf diesem spannenden Weg der Erziehung. Dabei ermutigen sie alle ungarndeutschen Eltern dazu, nicht aufzugeben. 

Die elfte Episode von „Fokus: Ungarndeutsch” ist sowohl auf YouTube, als auch auf Spotify und Apple Podcast zu finden!

Episode 1 >>>
Episode 2 >>>
Episode 3 >>>
Episode 4 >>>
Episode 5 >>>
Episode 6 >>>
Episode 7 >>>
Episode 8 >>>
Episode 9 >>>
Episode 10 >>>

Der Podcast, in dessen Rahmen Führungskräfte, Experten und Partner der deutschen Nationalität in Ungarn kulturelle, soziale und politische Fragen der Ungarndeutschen diskutieren, erscheint monatlich auf dem YouTube-Kanal der LdU sowie auf den beliebtesten Podcast-Plattformen wie Spotify und Apple Podcasts.

Quelle: LdU-Presse

Der Rattenfänger von Hameln – ein Koffermärchen

Samstag, 7. März 2026 um 10.30 Uhr
im Haus der Ungarndeutschen (Budapest VI., Lendvay u. 22)

„Ein bunt gekleideter Pfeifer befreit die Stadt Hameln gegen eine Belohnung von einer Rattenplage, wird jedoch geprellt. Aus Rache entführt er am 26. Juni 130 Kinder mit seinem Spiel, die für immer verschwinden.” So lautet die Originalgeschichte.

In der interaktiven zweisprachigen Koffermärchen-Vorstellung von Schauspielerin Ildikó Frank rächt sich aber der Rattenfänger – mit Hilfe der Kinder – auf einer anderen, viel harmloseren und lustigeren Weise.

Empfohlen wird dieses Stück für Kinder zwischen 4 und 10 Jahren.
Vorstellungsdauer: 30-35 Minuten

WICHTIG! Teilnahme ist kostenlos, aber wegen der begrenzten Zahl der Sitzplätze nur nach vorheriger Anmeldung spätestens bis zum 4. März um 12 Uhr unter: info@zentrum.hu
(Registration erfolgt nach Reihenfolge. Es genügt nicht, auf Facebook auf den Teilnahmeknopf zu klicken.)

Facebook-Event der Veranstaltung >>>

〰〰〰〰〰

Organisator:
Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek

Förderer der Veranstaltung:
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Ministerpräsidium über den Bethlen-Gábor-Fondsverwalter (NKUL-KP-1-2026/3-000224)

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

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Eine Kleinstadt in Sibirien, 1969. Eisige Kälte. Die elfjährige Vera wird von ihren Mitschülern auf einer menschenleeren Straße angegriffen und als Faschistin beschimpft. Tief gedemütigt begibt sich das Mädchen auf die Suche nach ihren Wurzeln. Als ihre Mutter Anna sie in die Familiengeschichte einweiht, beginnt für Vera eine Reise in die Vergangenheit.

Ihre Vorfahren, strenggläubige Mennoniten, sind Anfang des 19. Jahrhunderts aus Westpreußen nach Russland ausgewandert, in das Gebiet der heutigen Ostukraine. Vera erfährt die Geschichte ihrer Familie über sechs Generationen, packende Lebenswege, die sich durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart spiegeln: vom bescheidenen Wohlstand der frommen Kolonisten in der Zarenzeit über unmenschliche Entbehrungen, existenzielle Not und Diskriminierung in der Sowjetdiktatur bis hin zu den idyllischen Sommern an der Küste Georgiens in den Siebzigerjahren. 

Das Gedächtnis der Töchter ist die mitreißende Chronik einer deutschen Familie, die versucht, im krisengebeutelten Russland Wurzeln zu schlagen. Virtuos erklettert Irene Langemann die Ranken des Stammbaums, folgt wilden Verästelungen und lässt dabei ein eng gewobenes Geflecht aus Vergangenheit und Zukunft entstehen. Dieser ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter 
Matthes & Seitz Berlin Verlagsgesellschaft mbH 2023
Seiten: 477
Sprache: Deutsch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben – nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu

Das UMZ-Team sucht Bildungsreferenten/in

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DasUngarndeutsche Pädagogische und Methodische Zentrum (UMZ)
schreibt die Stelle eines/einer
– im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnisses (Kjt.) –
Bildungsreferenten/in – Bereich ungarndeutsche Kindergärten
aus.

Tätigkeitsbereich (Aufgaben):

  • Beratung zur Organisation und Verwaltung deutscher Nationalitätenkindergärten, insbesondere bei der Erstellung und Begutachtung institutioneller Dokumente, Dokumentationsführung sowie der Ausarbeitung bzw. Änderung des pädagogischen Programms
  • methodisch-didaktische Beratung
  • Organisation und Durchführung von Weiterbildungen und Workshops
  • Vorträge auf Träger- und Leitungsforen
  • Antragsbearbeitung im Rahmen des Nationalitätenpädagogischen Stipendienprogramms

Fachgruppe: öffentliche Bildung
FEOR: 2432 Kleinkind- und Vorschulpädagoge/Kindergartenpädagoge
Fachbereich: Personalwesen/Bildung
Rechtsverhältnis: Öffentlich-rechtliches Bedienstetenverhältnis (Kjt.)
Arbeitszeit: unbefristet, Vollzeit (40 Std./Woche)
Arbeitsort: 1062 Budapest, Lendvay utca 22.; landesweit bei Schulbesuchen

Beschreibung der ausschreibenden Organisation: Die Institution erbringt pädagogische Fachdienstleistungen zur Unterstützung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der ungarndeutschen öffentlichen Bildungseinrichtungen. Zu ihren Aufgaben gehören die Organisation von Weiterbildungen und Fachforen zur Aneignung der deutschen Sprache und zur Weitergabe der deutschen nationalitätenspezifischen Kultur, die Ausarbeitung methodischer Handreichungen, die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien, die Koordination des Nationalitätenstipendiums sowie die fachliche Unterstützung der Mitglieder der örtlichen deutschen Selbstverwaltungen als Träger und der Schulleitungen.

Weitere wichtige Informationen zum Arbeitgeber bzw. zur ausgeschriebenen Stelle (z. B. Voraussetzungen für die Begründung des Rechtsverhältnisses, Probezeit, Entgelt/Gehalt, spezielle Datenschutzinformationen, Webadresse der Organisation usw.): Es wird eine Probezeit von 3 Monaten festgelegt.

Der Bewerber soll in seinem Motivationsschreiben seine Gehaltsvorstellung (monatliches Bruttogehalt) angeben.

Weitere Informationen können bei József Weigert, Institutsleiter, per E-Mail unter weigert.jozsef@umz.hu oder werktags zwischen 8 und 16 Uhr telefonisch unter 00 36 30/324-5891 angefordert werden.

Bedingungen und Anforderungen

Pflichtanforderungen:

  • unbescholten

Erwartete Qualifikation:

  • Hochschulabschluss (BA/BSc), Lehramt oder Pädagogik

Berufserfahrung:

  • 3 Jahre Berufserfahrung
  • 3 Jahre Leitungserfahrung

Weitere Voraussetzungen:

  • Deutschkenntnisse auf C1-Niveau

Führerschein:

  • Kategorie B

Vorteile bei der Bewertung:

  • einschlägige Berufserfahrung
  • Leitungserfahrung
  • Führerschein Kategorie B
  • Erfahrung in pädagogisch-fachlicher Kontrolle und Lehrerqualifizierung
  • allgemeine und leitende Erfahrung im Bereich der deutschen Nationalitätenkindergärten
  • breite methodische Kenntnisse
  • Erfahrung in der Organisation von Weiterbildungen und Workshops

IT-Kompetenzen:

  • Präsentationserstellung (PowerPoint) – Mittelstufe
  • Textverarbeitung (Word) – Mittelstufe
  • Tabellenkalkulation (Excel) – Mittelstufe

Persönliche Kompetenzen:

  • Entschlossenheit, Selbstbewusstsein
  • Kreativität, Innovation
  • Digitale und IKT-Kompetenzen
  • Engagement, Zuverlässigkeit, ethisches Verhalten
  • strategisches Denken

Einzureichende Dokumente:

  • Abschlusszeugnisse (Kopien)
  • Motivationsschreiben
  • Zustimmungserklärung zur Datenverarbeitung gemäß Kjt. 20/A § (5) b
  • Lebenslauf mit Foto

Frist für die Einreichung: 27.02.2026
Einreichung: über diese Plattform oder per E-Mail an weigert.jozsef@umz.hu
Bewertung: Vorauswahl nach Erfüllung der Anforderungen, anschließend persönliches Gespräch
Bewertungsfrist: 16.03.2026
Weitere Veröffentlichung: MNOÖ, UMZ, Zentrum
Geplanter Arbeitsbeginn: 01.04.2026
Geplantes Veröffentlichungsdatum: 10.02.2026

„Ein Zuhause der kulturellen Traditionen der Ungarndeutschen”

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UBZ-Schwabenball 2026

Die Ballsaison in Baje/Baja ist ohne den UBZ-Schwabenball unvorstellbar. In diesem Jahr fand die Veranstaltung am 7. Februar statt, und wie immer, auch diesmal bot die Sporthalle des Ungarndeutschen Bildungszentrums den festlichen Rahmen. Der Saal empfing in wunderschöner Dekoration erneut rund 500 Gäste, unter ihnen die Schirmherrin des Schwabenballs, Olivia Schubert, stellvertretende Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, den Staatssekretär und Parlamentsabgeordneten der Stadt und Umgebung, Róbert Zsigó, den für das öffentliche Bildungswesen zuständigen Staatssekretär Dr. Zoltán Maruzsa, Kristina Rudnick, Kulturreferentin der Deutschen Botschaft Budapest, stellvertretende Bürgermeisterin Andrea Csubák-Besesek, Dr. Endre Szenoradszki, Leiter des Bezirksamtes, Josef Manz, den Vorsitzenden der Deutschen Selbstverwaltung der Stadt, Miklós Egri, den Vorsitzenden des Kuratoriums der UBZ-Stiftung für Trägerschaft und Betrieb, sowie Ildikó Havas, Vorsitzende der Elternorganisation des UBZ.

Die Anwesenden wurden vom Gesamtschulleiter Peter Stübler begrüßt. In seiner Ansprache wies er darauf hin, dass das UBZ in diesem Jahr sein 70-jähriges Jubiläum feiert. „Wer hätte damals gedacht, dass aus den Anfängen vor siebzig Jahren eine so große und einzigartige Bildungszentrum hervorgehen würde? Heute lernen, spielen und leben im UBZ vom Kindergarten bis zum Abitur nahezu tausend Kinder und Jugendliche gemeinsam in deutscher Sprache. Darauf können wir mit Recht stolz sein! Unser Dank gilt allen, die im Laufe der Jahrzehnte zur Entwicklung des Ungarndeutschen Bildungszentrums beigetragen haben. Unsere Institution ist ein Begegnungsort der ungarndeutschen, der deutschen und der ungarischen Kultur, ein Zuhause der kulturellen Traditionen der Ungarndeutschen – eine Schule, in der wir uns unserer Wurzeln stets bewusst sind und zugleich mit Mut und Optimismus in die Zukunft blicken.“

Olivia Schubert betonte in ihrer Ansprache, wie gerne sie diese Gemeinschaft besuche. „Das UBZ nimmt einen herausragenden Platz im Leben der Ungarndeutschen ein. Es steht an vorderster Front bei der Bewahrung der Traditionen, und dank der hervorragenden pädagogischen Arbeit erzielen die hier lernenden Schülerinnen und Schüler Jahr für Jahr großartige Ergebnisse. Deshalb unterstützt die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen zahlreiche Entwicklungsprojekte. Unser Ziel ist es, dass UBZ in Baje auch künftig eines der wichtigsten Bildungs- und Kulturzentren der Ungarndeutschen bleibt.“

Auch Trägerbeauftragte Theresia Szauter teilte ihre Gedanken zum festlichen Programm des Abends mit den Anwesenden: „Der Schwabenball wird von der Tanzgruppe des UBZ eröffnet, die aus zukünftigen, aktuellen und ehemaligen Schülerinnen und Schülern besteht und rund 100 Mitglieder zählt. Der Titel unseres Programms lautet: Ungarndeutsche Tänze. Mit unserer Choreografie möchten wir erzählen, wie sich über Jahrhunderte hinweg der eigene Volkstanzschatz der Ungarndeutschen herausgebildet hat: durch die von der deutschen Heimat mitgebrachten Motive, deren Weitergabe von Generation zu Generation, sowie als Ergebnis der jahrhundertelangen Wechselwirkung zwischen der ungarischen und der deutschen Tanzkultur.“

Die Choreografien der verschiedenen Altersgruppen wurden von den Leiterinnen und Leitern der Tanzgruppen unter der Leitung von Theresia Szauter zusammengestellt. Ein besonderer Dank gilt Andrea Angeli-Tripolszky, Edit Gyetvai, Andrea Kiss, Dolli Mészáros-Schäfer, Ágnes Tokay, Katalin Hidasi-Huber und Zsanett Melcher. Die Akkordeonbegleitung übernahm mit gewohnter Professionalität Josef Emmert. Neben den Tanzgruppen trat auch der Chor UBZ-Nachtigallen auf, und von der Blaskapelle aus Feked waren wunderschöne Melodien zu hören.

Dem festlichen Programm folgten das Abendessen sowie ein bis in die frühen Morgenstunden dauerndes Tanzvergnügen. Für die köstlichen Speisen sorgte das Restaurant Malom, für die ausgezeichnete Stimmung die Sextett-Band. Auch die Tombola durfte nicht fehlen – zahlreiche wertvolle Preise fanden ihre glücklichen Gewinner. Ein herzliches Dankeschön für die Organisation gilt Josef Emmert, Aliz Munding und der Hausverwaltung des UBZ!

Der Ball endete mit dem inzwischen schon traditionellen gemeinsamen Singen der UBZ-Tänzerinnen und -Tänzer, das dem Abend die Krone aufsetzte. Die „großartigen Kinder“, die für berührende Momente gesorgt hatten, brachen anschließend auf und machten sich auf den Heimweg. Unterwegs sprachen sie mit dem Verfasser dieser Zeilen darüber, wie schnell diese wenigen Monate bis zum nächsten Schwabenball vergehen werden.

Antal Fiedler

„Rund um das Jahr, rund um das Land”

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Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen startete ein neues Jugendprojekt! Unter dem Titel „Rund um das Jahr, rund um das Land” stellen zwölf kurze Videos die Traditionen der ungarndeutschen Gemeinschaften vor – im Laufe des Jahres und aus verschiedenen Regionen des Landes.

Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch zu fördern, Kontakte zu knüpfen, neue Partnerschaften entstehen zu lassen und lebendige, bis heute praktizierte Traditionen der nächsten Generation näherzubringen.

Laut Konzeption gibt es jeweils eine Gastgeberorganisation, die den Brauch vorstellt, sowie eine Gastorganisation, deren Mitglieder den Brauch meist auch aus der eigenen Praxis kennen und ihn dokumentieren. Anhand des Brauchs beginnt ein fachlicher Austausch, der sich anschließend auf weitere Bereiche des Nationalitätenlebens ausdehnen soll. Wenn diese Tage gut gelingen, können daraus auch neue Partnerschaften entstehen. Im Projekt übernehmen Jugendliche eine wichtige Rolle: Sie sind in Kooperation mit dem Jugendreferenten der LdU für die Aufnahmen und den Schnitt der Videos zuständig.

Die Grundidee des Projekts entstand 2024 in Sende im Rahmen eines Gruppenbrainstormings der Teilnehmer der Jugendkonferenz und wurden anschließend vom Jugendausschuss der LdU positiv aufgenommen. 2025 wurden die finanziellen Rahmenbedingungen des Projekts ausgearbeitet: Anstelle des langjährigen Projekts „Überregionaler Erfahrungsaustausch“ wird in diesem Jahr ausnahmsweise dieses verwirklicht, das ebenfalls einen überregionalen Erfahrungsaustausch darstellt – jedoch in einer etwas anderen Form. Diesmal war keine Bewerbung möglich, sondern die teilnehmenden Gruppen wurden gemeinsam vom Jugendausschuss und vom Ausschuss für Kultur und Medien der LdU ausgewählt.

Die im Projekt entstandenen Videos werden auf dem YouTube-Kanal der LdU in einer Playlist gebündelt veröffentlicht. Sie eignen sich auch hervorragend als Beiträge für den Volkskundeunterricht und zeigen, wie diese Bräuche heute gelebt werden.

Die erste Folge ist schon zu sehen: Sie stellt die wiederbelebte Tradition der Haussegnung am Dreikönigstag vor – unter Mitwirkung der Mitglieder der ungarndeutschen Gemeinschaften aus Sankt Martin und Hartian.

„Nie wieder!“ – eine Publikation, die man unbedingt lesen sollte

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Die anlässlich der Konferenz vom 20. Januar der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen entstandene Gedenkbroschüre ist nun auch online verfügbar und kostenlos herunterladbar. Sie enthält Fakten, Erläuterungen, Geschichten, Dokumente, Bilder und persönliche Erinnerungen, die berühren und zum Nachdenken anregen.

Die Publikation beleuchtet den Leidensweg der Ungarndeutschen zwischen 1944 und 1948: den historischen Hintergrund von Verschleppung und Vertreibung, die erschütternden Gedanken auseinandergerissener Familien sowie die heutigen Formen des Erinnerns – Denkmäler, Werke junger Menschen und gemeinschaftliche Initiativen.

Es lohnt sich, hineinzublättern – und die Broschüre weiterzuempfehlen. Denn gemeinsames Erinnern lebt davon, dass möglichst viele diese Geschichten kennenlernen.

„Nie wieder!” – Gedenkbroschüre >>>

„Soha többé!” – Emlékbrosúra >>>

Die Vorträge der Gedenkkonferenz sind auf YouTube verfügbar >>>

Aktualisiert am 16. März 2026

Parlamentswahlen – Antrag auf Registration, also auf Aufnahme ins ungarndeutsche Wählerverzeichnis

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Informationen auf Ungarisch über die Einreichung des Antrags auf Aufnahme ins ungarndeutsche Wählerverzeichnis, finden Sie hier:

Ergebnisse der LdU-Jugendkonferenz 2025, Pläne für 2026

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Vom 28. bis 30. März 2025 fand in Fünfkirchen die 10. Jugendkonferenz der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) statt. Das Hauptthema war die ungarndeutsche Medienlandschaft und die Frage, was heutige junge Ungarndeutsche mit Radio, Fernsehen und Zeitungen als Formaten sowie mit der offiziellen Kommunikation anfangen könnenund wie sie sich darin besser wiederfinden könnten. Seitdem wurden die dort entstandenen Ideen vom Jugendausschuss der LdU aufgegriffen, nun wird  auch über die nächsten Schritte berichtet.

Eine Rekordteilnehmerzahl – mit den eingeladenen Gästen insgesamt 45 Personen –, eine Vielzahl guter und umsetzbarer Ideen sowie eine große Offenheit seitens der Gesprächspartner aus den Medien gegenüber diesen Ideen kennzeichneten die Veranstaltung.

Die Teilnehmer kamen aus 27 Ortschaften und 8 Komitaten, sodass erneut festgestellt werden konnte, dass ein landesweites Interesse an dem Programm bestand. Die ursprünglich geplanten 30 Plätze waren innerhalb von drei Tagen vergeben, das zeigt, dass seit 2015 über die Jahre etwas Wertvolles aufgebaut wurde, das sowohl erfahrene als auch neue Teilnehmer anzieht. Für die Organisatoren war dies eine wirklich tolle Rückmeldung.

Die wichtigsten Ergebnisse und die Schritte zur Verwirklichung

Treffpunkt am Vormittag – Radiosendung:

Das Gespräch wurde mit der Redakteurin der Radiosendung, Melitta Hengl, geführt. Die Moderatorin dieser Runde war Kinga Gáspár, Mitglied des Jugendausschusses. Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen aufgeteilt, und jede Gruppe hatte 30 Minuten Zeit, einerseits die bisherigen Ideen der vorherigen Gruppen kennenzulernen, andererseits diese weiterzuentwickeln. Die Grundidee war, Jugendredakteure einzubinden, die selbst Themen und Gesprächspartner auswählen können. 

Zunächst sollen sie an einer Fortbildung oder an einem Praktikantenprogramm beim Radio teilnehmen, eigene Beiträge vorbereiten, die anschließend als Teil der Radiosendung ausgestrahlt werden. Für diese soll gezielt zusätzliche Werbung gemacht werden, um Jugendliche zum Zuhören zu motivieren.

In diesem Jahr wird im Sinne dieser Idee ein Radio- und Podcast-Workshop der LdU für ungarndeutsche Jugendliche gestartet, der von Christina Arnold geleitet wird. Die Initiatoren hoffen auf motivierte Teilnehmer, die sich fachlich weiterentwickeln und ihre Beiträge eventuell sowohl in Form eines Jugendpodcasts als auch als Jugendblock in der Radiosendung präsentieren können.

Die Anmeldungen zum Radio- und Podcast-Workshop können bis zum 16. Februar über folgendes Online-Formular erfolgen:
Anmeldeformular zum Radio- und Podcast-Workshop

Unser Bildschirm – Fernsehsendung:

Das Gespräch wurde mit der Chefredakteurin der Fernsehsendung, Christina Arnold, geführt. Die Moderatoren dieser Runde waren Viktória Nagy und Richárd Schneider, Mitglieder des Jugendausschusses.

Auch hier entstanden zahlreiche Ideen für einen Jugendblock in der Fernsehsendung. Es wurde jedoch entschieden, zunächst den Weg über Radio und Podcast zu gehen. Sollte sich dabei zeigen, dass es begabte Jugendliche gibt, die sich auch im Videoformat bewähren würden, werden diese Überlegungen gegebenenfalls weiterverfolgt.

Was man in diesem Jahr noch aus den Ideen umsetzen möchte, ist ein thematischer Online-Katalog zu ausgewählten „Unser Bildschirm“-Sendungen. Jugendliche wählen Themen aus, mit denen sich „Unser Bildschirm“ über viele Jahre beschäftigt hat und die auch für Jugendliche interessant sein können. Sie recherchieren im Archiv und erstellen einen Katalog mit Timecodes und kurzen Beschreibungen.

Ein gutes Beispiel wäre, den Weg der GJU über die Jahrzehnte in den Fernsehsendungen zu verfolgen und durch diese Sammlung einen Mehrwert zu diesem Thema zu schaffen. Wenn alles klickbar aufbereitet ist, wird der Zugang für Jugendliche deutlich attraktiver. Die Initiatoren werden sich in den nächsten Monaten mit weiteren Details melden, wie man sich daran beteiligen kann.

Neue Zeitung – Printmedium:

Das Gespräch wurde mit dem Chefredakteur der Zeitung, Johann Schuth, geführt. Der Moderator dieser Runde war Martin Surman-Majeczki, Mitglied des Jugendausschusses.

Unter den vielen konkreten inhaltlichen und formalen Ideen tauchte auch der Bedarf nach einem journalistischen Workshop für Jugendredakteure auf. Die heutigen Jugendlichen lesen und schreiben zwar insgesamt weniger, doch viele Teilnehmer betonten, dass sie gern lesen, wenn sie ein gutes Thema finden, das interessant und ansprechend aufbereitet ist.

Diese Idee wurde ebenfalls vom Jugendausschuss aufgegriffen. In diesem Jahr startet ein Online-Workshop der LdU für kreatives Schreiben, geleitet von Christina Arnold. Dabei werden unter anderem Fragen behandelt wie Wozu wird man noch gebraucht, wenn alle schon mithilfe künstlicher Intelligenz Texte verfassen? Wie kann uns diese Technik unterstützen, und wo sollte der menschliche Faktor einfließen? Wie denken wir kritisch dabei?

Ziel des Workshops ist es, den TeilnehmerInnen Freude am kreativen Schreiben zu vermitteln, sodass sie ihre Texte später sowohl in der Neuen Zeitung als auch im Online-Raum (Zentrum.hu, soziale Medien, Blogs, etc.) veröffentlichen können und dabei ein junges Publikum erreichen.

Die Anmeldungen zum Online-Workshop für kreatives Schreiben können bis zum 16. Februar über folgendes Online-Formular erfolgen.
Anmeldeformular zum Online-Workshop für kreatives Schreiben

Offizielle Kommunikation der LdU:

Das Gespräch wurde mit Olivia Schubert, der stellvertretenden Vorsitzenden der LdU, Kristina Pánovics-Szeiberling, die für die offizielle Kommunikation der LdU zuständig ist, und LdU-Kommunikationsbeirat Emil Koch geführt. Der Moderator dieser Runde war Erik Richolm, Vorsitzender des Jugendausschusses.

In dieser Runde wurde vereinbart, dass man neben den bestehenden Kommunikationsformen auch solche wählen sollte, die Jugendliche besser ansprechen. Andernfalls erreicht die LdU-Kommunikation die junge Zielgruppe nicht. Als Lösungsvorschläge wurden kompaktere Beiträge auf Facebook sowie die Einführung einer Instagram-Seite genannt. Auf Facebook sollte dem Format „Bild + kurzer Text + Link zur Webseite“ gefolgt werden: Der vollständige Text wird auf der Webseite gelesen, auf Facebook werden nur die Kerngedanken präsentiert.

Seitdem lässt sich diese Methode deutlich auf der Facebook-Seite der LdU beobachten: Es werden mehr Emojis und Kurzvideos verwendet, und auch der offizielle Instagram-Kanal der LdU wurde gestartet, wobei die Hauptthemen zusätzlich durch unterschiedliche Farbwelten gekennzeichnet sind. Beide Maßnahmen sind wichtige und offene Schritte in Richtung Jugend.

Wasistlos.hu:

Die Zukunft des Projekts „Wasistlos.hu“ wurde am Wochenende auch diskutiert. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten des Jugendreferenten fehlte eine zentrale Ansprechperson, die das Projekt koordiniert und leitet. Deswegen waren die Webseite wasistlos.hu und die dazugehörige Facebookseite weniger sichtbar, und ihre Kommunikation wurde nicht mehr bewusst gesteuert.

Diese Lücke soll in diesem Jahr eine Projektleiterin schließen, die regelmäßig mit den deutschen Selbstverwaltungen in Kontakt steht. Neben den Regionalbüroleitern ist sie auch für das Hochladen von Inhalten auf die Webseite zuständig und kümmert sich um die regelmäßige Kommunikation über den Online-Veranstaltungskalender in den sozialen Medien.

Jugendkonferenz 2026:

Zum Abschluss wurde auch darüber diskutiert, wie die nächste Jugendkonferenz gestaltet werden sollte. Nach einigen Jahren mit Themenwahl rund um die Medien kehren nun frühere, aber weiterhin aktuelle Themen zurück: Parlamentswahlen und Bewerbungsmöglichkeiten für ungarndeutsche Organisationen.

Vom 20. bis 22. März findet die diesjährige Jugendkonferenz der LdU zum ersten Mal in Westungarn, in Ödenburg, statt. Hoffentlich werden auch einige Jugendliche aus der Region in diesen Kreis eingebunden, die sich landesweit für die Anliegen der ungarndeutschen Jugend interessieren.

Die Einladung hat auch der Spitzenkandidat der ungarndeutschen Liste bei den Parlamentswahlen, Gregor Gallai, angenommen. Am Freitag wird er den Jugendlichen seine Gedanken über die Wichtigkeit des Themas vermitteln.

Für Samstag sind viele nützliche praktische Tipps über die Bewerbungsmöglichkeiten für ungarndeutsche Organisationen vorgesehen. Im zweiten Teil des Tages wird der Fokus auf Ödenburg und Netzworking gelegt.

Am Samstag werden die wichtigsten Aufgaben der Teilnehmer bis zu den Wahlen zusammengefasst. Außerdem können sie sich in einigen typischen Situationen ausprobieren und lernen, wie man für unsere Anliegen im Kreis der Jugendlichen werben kann.

Für eine einfachere Kommunikation der Einzelheiten und aktuellen Informationen wurde ein Facebook-Event eingerichtet >>>

Die Anmeldungen zur LdU-Jugendkonferenz 2026 können bis zum 16. Februar über folgendes Online-Formular erfolgen:
Anmeldeformular zur LdU Jugendkonferenz 2026

Zusammenfassung

Aus dieser Aufzählung wird ersichtlich, dass in den vergangenen knapp einem Jahr die meisten Ideen der Jugendkonferenz 2025 im Hintergrund aufgegriffen und die finanziellen Rahmenbedingungen für ihre Umsetzung vorbereitet wurden.
Eine besondere Anziehungskraft dieser Veranstaltung bleibt, dass die Meinung der Jugendlichen zählt und ihre Ideen weitergedacht sowie möglichst bald verwirklicht werden. 

Die LdU bedankt sich beim Bundesministerium des Innern (BMI) für die Unterstützung der Jugendkonferenz 2025 sowie im Voraus für die Förderung der hier erwähnten Jugendprojekte für 2026.

Ament-Kovács Bence: Uradalom és plébánia

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Das Buch von Bence Ament-Kovács beleuchtet einen der komplexesten gesellschaftlichen Transformationsprozesse im Südtransdanubien an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert am Beispiel der Mercy-Apponyi-Herrschaft: jenen Vorgang, der sich nach der Rückeroberung der von den Osmanen besetzten Gebiete Ungarns entfaltet hat und in dessen Verlauf sich das ethnische, religiöse und soziale Gefüge der Region grundlegend veränderte.

Der Autor stellt den Wiederaufbau der regionalen Gesellschaft durch die parallele Untersuchung zweier eng miteinander verflochtener Macht- und Institutionskontexte, des Herrschaftsgebiets und der römisch-katholischen Pfarrgemeinde, dar. Dieser innovative, historisch-ethnographische Ansatz ermöglicht zugleich Einblicke in die Funktionsweise der von der Habsburgermonarchie geförderten Latifundien – wie die Herrschaft, die zuerst der Bottka-, dann der Sinzendorf-, später der Mercy- und zuletzt der Apponyi-Familie gehörte – sowie in den langwierigen, über mehrere Generationen dauernden Prozess, in dessen Rahmen die katholische Kirche versuchte, das religiöse Leben in den zurückeroberten Gebieten neu zu organisieren.

Der Geschichte der Pfarrgemeinden kommt im Buch besondere Bedeutung zu. Die Gestalt von Mihály Winkler, dem Pfarrer von Sagetal/Szakadát, verdeutlicht eindrucksvoll die Herausforderungen und die Beharrlichkeit, die die kirchlichen Organisationsbestrebungen der Ära prägten. Anhand seines Reformwirkens rekonstruiert der Autor detailliert die lokale religiöse Praxis, die Regulierung des Gemeinschaftslebens und jene kulturellen Muster, die das Zusammenleben der deutschstämmigen Siedler mit der ungarischen, serbischen und slowakischen Bevölkerung bestimmten.

Zwischen 1699 und 1767 zeichnet Bence Ament-Kovács die vielschichtigen Lebenswelten von u. a. Berien/Diósberény und Sagetal nach. Durch die verknüpfte Analyse der herrschaftlichen Verwaltung, der Bevölkerungsbewegungen, der religiösen Erneuerung und der alltäglichen Lebenspraxis entsteht ein komplexes Bild, das die historische Ethnografie, die Regionalgeschichte und die Kirchengeschichte zugleich bereichert.

Diese überarbeitete Fassung der Dissertation von Bence Ament-Kovács, die 2024 mit dem Otto-Heinek-Preis ausgezeichnet wurde, ist ein wissenschaftliches Grundlagenwerk, das einen außergewöhnlich tiefen Einblick in eine multiethnische, sich neu formierende Welt bietet. Mit größtmöglicher Detailgenauigkeit erschließt es den gesellschaftlichen und kulturellen Wandel Südtransdanubiens Ende des 17. und im 18. Jahrhundert.

Ament-Kovács Bence: Uradalom és plébánia (Herrschaft und Pfarrei)
Budapest : HUN-REN BTK Néprajztudományi Intézet Budapest, 2025
512 Seiten
Sprache: Ungarisch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben – nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu

„Impuls“ – Ausstellungseröffnung im Haus der Ungarndeutschen

25. Februar 2026 (Mittwoch), 18:00 Uhr
im Haus der Ungarndeutschen (1062 Budapest, Lendvay-Str. 22)

Das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek (Zentrum) lädt die Interessierten herzlich zur Eröffnung seiner neuesten Sonderausstellung der Reihe „Zentrum-Programme im HdU“ ein. Die Ausstellung präsentiert Werke der bildenden Künstlerin Vera Wennesz im Otto-Heinek-Saal des Hauses der Ungarndeutschen.

Vera Wennesz wurde 1981 in Wieselburg-Ungarisch-Altenburg geboren. 2006 schloss sie ihr Studium im Fach Malerei an der Universität der Bildenden Künste ab. Derzeit lebt und arbeitet sie in Budapest. Beruflich ist sie als Bühnen- und Hintergrundmalerin tätig.

Der Impuls ist jene geheimnisvolle Kraft, die aus der Bewegungslosigkeit Bewegung, aus dem Gedanken die Tat, aus dem Unsichtbaren die Form entstehen lässt. Diese Ausstellung handelt von inneren Rhythmen, von Anfängen und von Verwandlungen. Davon, wie sich der Impuls auf seinem künstlerischen, emotionalen und existenziellen Weg verkörpert und die Realität formt.

Die Ausstellung verspricht zugleich einen Rundgang: von den innersten Emotionen (Porträt-Empfindungen) über das Bewusstsein der Vergänglichkeit der Welt (Papiervogel-Stillleben) bis hin zur erneuernden Kraft des Universums und zur erschütternden Schönheit des Glaubens daran (Wald in der Morgendämmerung). Sie macht verständlich, dass jeder Impuls – sei es ein Gefühl, das Festhalten eines Moments oder ein Hoffnungsschimmer – den Beginn eines Transformationsprozesses markiert.

Die Ausstellung wird von Tamás Komár eröffnet.
Musikalische Mitwirkung: Béla Balázs Szennyei (Trompete)
Sprache: Ungarisch und Deutsch

Facebook-Event der Veranstaltung >>>

WICHTIG! Teilnahme ist kostenlos, aber nur nach vorheriger Anmeldung spätestens bis zum 24. Februar um 9 Uhr unter: info@zentrum.hu möglich.
(Registration erfolgt nach Reihenfolge. Es genügt nicht, auf Facebook auf den Teilnahmeknopf zu klicken.)

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Organisator:
Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek

Förderer der Veranstaltung:
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Ministerpräsidium über den Bethlen-Gábor-Fondsverwalter (NKUL-KP-1-2026/3-000224)

Ein Wuderscher Abend in Wandorf

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Der Deutsche Kulturkreis Ödenburg lud kürzlich Interessente ins Gemeindehaus von Wandorf/Sopronbánfalva zum Vortrag Meine Muttersprache ist Ungarisch, die Sprache meines Herzens ist Deutsch” – Erneuerung durch die Wurzeln von Dr. Katalin Gajdos-Frank, der Leiterin des Wuderscher Jakob Bleyer Heimatmuseums, ein.

Der Kulturkreis trifft sich monatlich bzw. zweimonatlich in Wandorf und setzt sich mithilfe von Vorträgen und eingeladenen Gästen mit der Geschichte und dem kulturellen Erbe der Ungarndeutschen auseinander. Dr. Katalin Gajdos-Frank nahm die Einladung gerne an und sprach am 28. Januar 2026 neben der Museumsarbeit auch über ihre familiären Wurzeln und persönliche Zugehörigkeit.

Im Mittelpunkt des Vortrags standen die Aufgaben, Projekte und pädagogischen Ziele des Heimatmuseums. Besonders hervorgehoben wurde die Initiative Sprache des Herzens, die zur Förderung der deutschen Sprache beiträgen möchte und seit 2022 großes Interesse bei jungen Menschen weckt. Auch Jugendliche aus Ödenburg beteiligten sich mit ihrem Kurzfilm Ödenburger Geschichten an dem Projekt.

Erwähnt wurde auch das landesweite Wanderschlüssel-Projekt zum 300-jährigen Jubiläum der Ansiedlung der Deutschen in Ungarn, in dessen Rahmen eine kleine bemalte Hartauer Truhe und ein herzförmiger Schlüssel, die Kopie des Schlüssels zum Dachboden des Heimatmuseums in Wudersch, durch verschiedene ungarndeutsche Gemeinden reisten und diese symbolisch miteinander verbanden.

Das Museum hat aber nicht nur zu ungarndeutschen Organisationen, sondern auch zu Vereinen in Deutschland, Österreich und Südtirol gute Kontakte.

Das Wuderscher Heimatmuseum versteht sich als weit mehr als ein Ausstellungsort: Durch interaktive Angebote, einen Lehrpfad zur Vertreibung der Ungarndeutschen sowie digitale Inhalte auf seinem YouTube-Kanal und seiner Facebook-Seite wird Geschichte lebendig vermittelt. Sein Ziel ist ein „lebendiges Museum” zu sein, das alle Generationen anspricht und Lernen mit Kopf und Herz ermöglicht. 

Wir haben aber auch etwas gemeinsam vor: In der nahen Zukunft ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Wuderscher Heimatmuseum, den deutschen Nationalitätenselbstverwaltungen von Ödenburg und Umgebung sowie den Städten Miskolc und Elek geplant. Das Ziel ist, dass sich neben den ungarndeutschen Dörfern auch die in verschiedenen Teilen des Landes lebenden Nationalitätengemeinschaften gegenseitig kennenlernen.

Zsófia Csernus

LdU als nominierende Organisation angemeldet

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Am 3. Februar 2026 ist die offizielle Anmeldung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen als nominierende Organisation für die Parlamentswahlen 2026 erfolgt!

Auf der Seite des Nationalen Wahlbüros – Wahl der Parlamentsabgeordneten – ist die LdU bereits im Abschnitt „Registriert, angemeldet“ zu finden.

Gemeinsam schaffen wir es wieder, einen vollberechtigten Abgeordneten ins Hohe Haus zu schicken!

Ungarndeutsche Traditionen in Erinnerung gerufen

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Im Januar 2026 wurde der Komitatsschwabenball von dem Verband der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen des Komitats Komorn-Gran, der Ungarndeutschen Selbstverwaltung von Niklo sowie der Ungarndeutschen Selbstverwaltung von Sammet im Pikant Pajta in Sammet veranstaltet. 

Zu Beginn des Programmes um 19 Uhr betraten die mitwirkenden Gruppen das Tanzparkett, musikalisch wurden sie von der Blaskapelle von Sammet begleitet. Danach sangen wir die ungarische sowie die ungarndeutsche Hymne zusammen. Ein Grußwort sagte die Sammeterin Borbála Geiling, ihr folgten die Festredner Eva Waldmann-Baudentisztl, Vorsitzende des Verbandes der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen des Komitats Komorn-Gran, Obergespan Dr. Csaba Kancz, Ákos Imre Béger, Bürgermeister von Niklo, und József Cellár, Bürgermeister der Gastgebergemeinde.

Der Chor von Niklo und die dieses Jahr ihren 30. Geburtstag feiernde Deutsche Nationalitätentanzgruppe von Niklo gaben ein wunderschönes Programm, das die seit 300 Jahren überlieferte Musik- und Tanztradition der Ungarndeutschen umfasste. Anschließend hielt Dr. Judit Czunyi-Bertalan, Parlamentsabgeordnete des Wahlkreises, eine Rede.

Nach dem Abendessen eröffnete die in diesem Jahr 20 Jahre alt gewordene Blaskapelle aus Sammet den Ball. Danach musizierten „Die Lausbuben“, die ebenfalls 20 Jahre alt sind, bis in die frühen Morgenstunden mit sehr großem Erfolg. 

Nach ungarndeutscher Tradition fand um Mitternacht eine Rosmarinversteigerung statt. Von den zahlreichen Bietern konnte am Ende Péter Nemes den Rosmarin mit nach Hause nehmen.

Die ungarndeutschen Bälle sind besonders in der Faschingszeit ein großes Erlebnis und bis heute sehr beliebt – auch unsere Veranstaltung war ausverkauft. Unser Ziel, die Traditionen lebendig zu halten, zu bewahren und an die nächste Generation weiterzugeben, haben wir an diesem Abend, an dem Musik, Tanz und gute Laune die alten ungarndeutschen Bräuche in Erinnerung gerufen haben, erreicht.

Andreas Búzer

Foto: Attila Zsukk

Projektbericht: „Ausstattung und Ersatzausstattung der Schwäbischen Ecke in Werischwar”

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Am Jahresende 2024 wurde das vom BMI geförderte Projekt „Ausstattung und Ersatzausstattung der Schwäbischen Ecke in Werischwar (2024)“ umgesetzt. Im Rahmen des Projektes wurden die Gemeinschaftsfunktionen des Hauses erweitert. Seitdem werden diese Gegenstände bei verschiedenen Veranstaltungen genutzt, und nun wird das Jahr 2025 aus dieser Perspektive bewertet.

Die im Rahmen des Projektes angeschafften Gegenstände:

  • Gartenbank für die Veranda (3 Stück)
  • Kissen für die Gartenbänke (3 Stück)
  • Tischtennisplatte mit Schutzhülle
  • Bierbank und Biertisch (4 Set)
  • Ein neuer Tisch für den Pavillon
  • Gerätehaus mit Regalen für die Lagerung der Bierbänke, Gartengeräte

Vergleich der Anzahl von Teilnehmern und Besuchern zum letzten Jahr:

Insgesamt nahmen 2873 Personen an 49 Veranstaltungen teil. Im Jahre 2024 gab es insgesamt 2104 Personen, was einer Steigerung von 37 % entspricht. Die Zahlen zeigen die gute Nutzung und die Attraktivität der Angebote. Die Räumlichkeiten werden nun gleichermaßen von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren für kulturelle Veranstaltungen, Bildungsangebote, Vereinsaktivitäten sowie generationsübergreifende Begegnungen genutzt.

Fotos von einigen Veranstaltungen:

Die Ausstattung der Schwäbischen Ecke wurde durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) gefördert. Herzlichen Dank dafür!

Márta Fata (Hrsg.): Melioration und Migration

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Der hier vorgestellte, von Márta Fata herausgegebene Studienband Melioration und Migration. Wasser und Gesellschaft in Mittel- und Ostmitteleuropa vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts widmet sich einem zentralen, lange Zeit prägenden Element der vorindustriellen europäischen Landschaft, dem dauerhaft oder periodisch überfluteten Feuchtgebieten. Moore, Sümpfe und Bruchlandschaften waren nicht nur natürliche Gegebenheiten, sondern bereits seit der Frühen Neuzeit Schauplätze gezielter Meliorationsprojekte, deren Ziel die Ausweitung agrarischer Nutzflächen sowie die Intensivierung von Ackerbau, Handel und Verkehr war.

Im Mittelpunkt des Bandes steht die enge Verflechtung von Melioration und Migration. Die Beiträge zeigen, dass Eingriffe in die Natur häufig mit Wanderungsbewegungen und neuen Siedlungsgründungen einhergingen und tiefgreifende gesellschaftliche Transformationsprozesse auslösten. Vor diesem Hintergrund wird auch der Begriff „Kolonie“ in seinen unterschiedlichen Bedeutungsdimensionen (Kolonisierung, Kolonisation und Kolonialisierung) kritisch reflektiert und historisch differenziert eingeordnet.

Anhand von Beispielen aus Mittel- und Ostmitteleuropa wird verdeutlicht, wie Meliorationsprojekte ökonomische, demographische, ökologische und kulturelle Fragen miteinander verbanden. Neben dem zeittypischen Fortschrittsglauben treten dabei auch die Schattenseiten menschlicher Eingriffe in die Natur deutlich hervor. 

Der Studienband eröffnet somit einen facettenreichen Blick auf die historischen Wechselwirkungen von Wasser, Gesellschaft und Raum und leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis frühneuzeitlicher Umwelt- und Migrationsprozesse.

Márta Fata (Hrsg.): Melioration und Migration
Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2022
Seiten: 346
Sprache: Deutsch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben – nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu

Projektbericht: „Ausstattung der Begegnungsstätte in Fünfkirchen (Lenau-Haus)”

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Am Jahresende 2024 wurde das vom BMI geförderte Projekt „Ausstattung der Begegnungsstätte in Fünfkirchen (Lenau-Haus)“ umgesetzt. In dessen Rahmen wurden weitere Möbelstücke für das Lenau-Haus angeschafft, die sich nach dem Abschluss des vorherigen Ausstattungsprojektes als notwendig erwiesen hatten. Seitdem werden diese Möbel bei verschiedenen Veranstaltungen genutzt, und nun wird das Jahr 2025 aus dieser Perspektive bewertet.

Die im Rahmen des Projektes angeschafften Möbel:

  • 14 zusammenklappbare Konferenztische
  • 10 schwarze Konferenzstühle
  • 26 Meter Galerieschienen
  • 4 Bücherregale
  • 1 Rednerpult aus Plexiglas
  • 2 Flipcharts
  • 10 Bierbank-Sets
  • 30 Klappstühle für den Außenbereich
  • 1 Kochgeschirr-Set (12-teilig)

Vergleich der Anzahl von Teilnehmern und Besuchern zum letzten Jahr:

Insgesamt nahmen 5.341 Personen an 158 Veranstaltungen teil, was die gute Nutzung und die Attraktivität der Angebote zeigt. Die Evaluation der Maßnahme „Ausstattung der Begegnungsstätte in Fünfkirchen (Lenau-Haus)“ erfolgte mittels eines standardisierten Fragebogens, der von Mitarbeitern sowie von Besuchern und Nutzern unterschiedlicher Altersgruppen ausgefüllt wurde. Insbesondere hervorgehoben wurden die verbesserte Funktionalität, die zeitgemäße Gestaltung sowie die flexible Nutzbarkeit der Räumlichkeiten. Die Befragten bestätigten, dass die Ausstattung zu einer besseren und vielfältigeren Nutzung des Begegnungszentrums beigetragen hat. Die Räumlichkeiten werden nun gleichermaßen von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren für kulturelle Veranstaltungen, Bildungsangebote, Vereinsaktivitäten sowie generationsübergreifende Begegnungen genutzt.

Kurzberichte von einigen sehr erfolgreichen Veranstaltungen:

ifa-Regionaltreffen
Die KulturmanagerInnen und RedakteurInnen des ifa-Entsendeprogramms aus Rumänien, Serbien, Ungarn und der Ukraine trafen sich in der Woche vom 03.-07. März 2025 im Lenau-Haus in Fünfkirchen mit VertreterInnen ihrer Gastinstitutionen.
Neben dem Austausch und der Vernetzung standen auch einige spannende Besuche auf dem Programm: Bei der deutschsprachigen Redaktion des Ungarischen Rundfunks, dem Honorarkonsulat der BRD, dem Valeria-Koch-Bildungszentrum und dem Verein für Ungarndeutsche Kinder (VUK).

VUK-Landesfinale
Die Besten der Besten trafen sich am 9. Mai 2025 im Lenau-Haus in Fünfkirchen. Beim Landesfinale des Sprach- und Kulturwettbewerbs des VUK zeigten die Mannschaften ihr Wissen über das Ungarndeutschtum.

Open-Air-Konzerte
Im Sommer 2025 erklang wieder schwäbische Blasmusik in der Fünfkirchner Innenstadt! Vom 6. Juli bis zum 31. August begeisterte jeden Sonntag von 18:00 bis 19:00 Uhr eine andere Blaskapelle im stimmungsvollen Innenhof des Lenau Hauses das Publikum.
Familien, Freunde und Interessierte besuchten die Konzerte und genossen die schwäbische Blasmusik bei einer der beliebtesten Sommerveranstaltungsreihen in Fünfkirchen.

Blaskapelle Magyarszék
Wemender Blaskapelle
Blaskapelle aus Seetsche
Ritter Kapelle
Alte Kameraden Blaskapelle
Bawazer Dorfmusikanten
Willander Blaskapelle
Schnaps Kapelle

Musikatzen – Zweisprachiges Musikangebot für die Kleinsten (U3)
Im Lenau-Haus gibt’s kostenlos: deutsche Kinderlieder, Reime und kleine Bewegungsspiele – alles ganz entspannt und zweisprachig mit Kata Sághy. Die Beschäftigungen finden jeden zweiten Dienstag vormittags statt.
Mitorganisator ist der Verein für Ungarndeutsche Kinder.

Kunst & Literatur im Lenau Haus
Am 26. September 2025 präsentierten der Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) und der Kulturverein Lenau die Quadriga-Ausstellung mit Werken von Bernadett Breszkovics, Erzsébet Horváth, Erzsébet Lieber und Zsuzsa Trieb.
Kunstsachverständiger János Wolfart sprach mit den Künstlerinnen Bernadett Breszkovics und Erzsébet Horváth über ihre Inspiration und Zukunftspläne. Danach sorgten ungarndeutsche AutorInnen – Christina Arnold, Csilla Susi Szabó, Diana Feuerbach, Robert Becker, Koloman Brenner, Alfred Manz, Peter Wesz, Josef Michaelis und Stefan Valentin – mit Gedichten und Anekdoten für eine bunte, mal witzige, mal nachdenkliche Lesung.
Ein Abend voller Kreativität, Vielfalt und ungarndeutscher Kultur!
Die Quadriga-Ausstellung konnte bis Ende Oktober im Lenau-Haus besichtigt werden.

Stadtrallye 2025 in Fünfkirchen
„Lerne die ungarndeutsche Seite von Fünfkirchen kennen!“ – mit diesem Motto wurde am 9. Oktober 2025 die bereits traditionelle Stadtrallye in der Fünfkirchner Innenstadt veranstaltet.

Die elfte Stadtrallye war erneut sehr erfolgreich, an dem Wettbewerb nahmen 51 Teams aus acht Schulen mit insgesamt 204 SchülerInnen teil. Die Jugendlichen suchten nach relevanten Orten der ungarndeutschen Kultur und Geschichte und nach Plätzen mit einem Bezug zur deutschen Sprache. Dabei lösten sie verschiedene Aufgaben, die Kreativität und Sprachkenntnisse verlangten.
Die drei besten Teams der Stadtrallye 2025 waren ein Team aus dem Fünfkirchner Klara-Leőwey-Gymnasium, ein Team aus dem Fünfkirchner Janus-Pannonius-Gymnasium, sowie ein Team aus dem Valeria-Koch-Bildungszentrum. Die Teammitglieder erhielten jeweils eine Urkunde, tolle Geschenkegutscheine und Süßigkeiten.
Die mittlerweile traditionelle Stadtrallye konzipierte in diesem Jahr ifa-Kulturmanagerin Carmen Rohrßen in Zusammenarbeit mit dem Germanistischen Institut der Universität Pécs, organisiert und geleitet wurde der Wettbewerb vom Lenau-Team.

Grimm-Märchen Wettbewerb
Der Grimm-Märchenwettbewerb hat in Fünfkirchen bereits eine fast 20-jährige Tradition. Ins Leben gerufen wurde er von Ágnes Horváth, Deutschlehrerin an der Innenstädtischen Grundschule Fünfkirchen.
In den vergangenen Jahren ist das Interesse stetig gewachsen – so sehr, dass der Wettbewerb 2025 erstmals an zwei Tagen (5. und 6. November 2025) stattfand. Am Mittwoch traten die Gruppen der 5. Klassen an, am Donnerstag folgten die SechstklässlerInnen. Insgesamt nahmen 128 SchülerInnen in 32 Vierergruppen teil, die aus 15 Grundschulen des Komitats Branau angereist waren. Austragungsort war das Lenau-Haus in Fünfkirchen.


Mit fantasievollen Teamnamen und ihren Laufzetteln in der Hand wanderten die Gruppen durch fünf abwechslungsreiche Stationen. Dort galt es, spannende Aufgaben zu lösen, beim Märchen-Jeopardy Wissen zu beweisen und in der kreativen Ecke eigene Ideen umzusetzen. In der Ruhezone warteten Kuchen und Getränke auf die fleißigen Märchenfreunde.
In diesem Jahr gab es erstmals auch eine fakultative Zusatzaufgabe: Die Teilnehmenden konnten zu Josef Michaelis’ „Liebesgeschichte“ ein eigenes kurzes Video gestalten. Acht kreative Beiträge wurden eingereicht – eine echte Herausforderung für die Jury!
Der Wettbewerb wurde von den Projektleiterinnen Viktória Wunderlich-Kleics und Ágnes Horváth, beide Deutschlehrerinnen an der Fünfkirchner Innenstädtischen Grundschule, organisiert. In der Jury wirkten Robert Becker und Zoltán Schmidt mit. Unterstützt wurde das Team von engagierten Kolleginnen, Freiwilligen des Klara-Leőwey-Gymnasiums und den Mitarbeiterinnen des Lenau-Hauses.
Förderer des Projekts war auch dieses Jahr das Goethe-Institut Budapest.

40 Jahre Lenau-Verein
Am 28. November 2025 fand im Lenau-Haus in Fünfkirchen die Feier zum 40-jährigen Bestehen des Nikolaus-Lenau-Kulturvereins statt. In würdigem Rahmen erinnerte sich der Verein an die vergangenen vier Jahrzehnte und an all jene, die über lange Jahre hinweg mit Herz und Engagement für die Bewahrung unserer ungarndeutschen Traditionen gearbeitet haben.

Der erste Redner des Abends war Vereinsvorsitzender János Flódung. Anschließend hielt Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU), ihre Festrede. Sie erinnerte an die langjährige, enge Zusammenarbeit zwischen der LdU und dem Verein, die sich unter anderem in der Renovierung des Gebäudes im vergangenen Jahr und der kontinuierlichen Unterstützung des Vereins widerspiegelt. Sie betonte, dass nun die Zeit gekommen sei, das erneuerte Lenau Haus wieder mit Leben zu füllen – mit Programmen, Veranstaltungen sowie mit Angeboten für Jugend und Senioren.
Das Festprogramm bereicherte das Männertrio „Die Drei Schwowe“ mit einem authentischen ungarndeutschen Liederstrauß. Im Anschluss sahen die Gäste einen filmischen Rückblick, den Dr. Eva Gerner, Vorstandsmitglied des Vereins, aus dem Archivmaterial des ungarndeutschen TV-Magazins „Unser Bildschirm“ zusammengestellt hatte. Den musikalischen Ausklang des Abends gestaltete die in den ungarndeutschen Kreisen äußerst beliebte Schnaps Kapelle.

Die Ausstattung des Lenau-Hauses wurde durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) gefördert, die LdU und die MitarbeiterInnen des Lenau-Hauses möchten sich auch auf diesem Weg für die Förderung bedanken.

Projektbericht: „Ersatzausstattung des ungarndeutschen Jugendlagers der LdU“

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Am Jahresende 2024 fand das vom BMI geförderte Projekt „Ersatzausstattung des ungarndeutschen Jugendlagers der LdU“ statt. Im Rahmen des Projektes wurden zahlreiche veraltete oder kaputtgegangene Möbel im Villa-Gebäude im Iglauer Park in Waschludt durch neue ersetzt. Seitdem wurden diese bei den verschiedenen Jugendcamps oder Veranstaltungen benutzt. Nun wird das Jahr 2025 aus dieser Sicht bewertet.

2024 wurde im Rahmen des vom Bundesministerium des Innern und für Heimat geförderten Projekts die Möbelausstattung des historischen Villa-Gebäudes im Iglauer Park in Waschludt modernisiert. Ziel der Maßnahme war, die Verbesserung der Unterkunftsqualität für die Gäste, insbesondere für deutsche, sowie die Anpassung an neue Betriebsvorschriften.

Die Möbel wurden in mehreren Zimmern des Villa-Gebäudes vollständig ausgetauscht. Die neuen Möbelstücke, darunter Betten, Kleiderschränke, Regale, Nachttische, Tische und Stühle, bestehen aus massivem, heimischem Fichtenholz. Sie erfüllen moderne Anforderungen an Funktionalität, Hygiene und Ästhetik und fügen sich zugleich stimmig in das historische und kulturelle Umfeld des Parks ein.

2025 verzeichnete der Iglauer Park insgesamt 11.196 Besucher, darunter sowohl Übernachtungsgäste als auch Teilnehmer von Tagesveranstaltungen. Mindestens 8.492 Personen (76 %) nahmen nachweislich an einem Programm mit ungarndeutschem Bezug teil. Die tatsächliche Zahl dürfte noch höher liegen, da ein Großteil der Veranstaltungen zumindest teilweise auf die deutsche Nationalität ausgerichtet ist.

Die Zahl der Übernachtungen im Villa-Gebäude stieg dabei besonders deutlich an:

  • 2024: 526 Personen
  • 2025: 865 Personen

Dies entspricht einem Zuwachs von über 64 %, was auch auf die gezielte Werbung der modernisierten Zimmer zurückzuführen ist.

Die Rückmeldungen zeigen deutlich: Die Möbelerneuerung im Villa-Gebäude hat die Aufenthaltsqualität erheblich verbessert. Die Maßnahme stärkt langfristig die Attraktivität des Iglauer Parks für ungarndeutsche Gruppen und schafft ein modernes, gleichzeitig kulturell verankertes Umfeld für Jugendbildung und Traditionspflege.

Im Iglauer Park erwarten nicht nur eine angenehme Unterkunft und natürliche Umgebung die ungarndeutschen Gruppen, sondern auch ein vielfältiges Programmangebot mit ungarndeutschem Inhalt, das speziell für Jugendgruppen, Schulklassen, Kulturvereine, aber auch für Familien zusammengestellt wurde.

Aus diesem vielseitigen Angebot werden hier jetzt einige ausgewählte Beispiele vorgestellt:

  • „Heimatklang aus Waschludt – Klänge aus der Heimat“: Interaktive Vorstellung der Musik-, Gesangs- und Trachtentraditionen der Schwaben von Waschludt.
  • Ortsgeschichtliche Erlebnisführung – Waschludt im Wandel der Zeiten: Die Geschichte von Waschludt wird bei diesem geführten Rundgang lebendig von den ersten Jahrhunderten bis in die Gegenwart erzählt. Die Teilnehmer entdecken dabei die Entwicklung der Ortschaft aus zwei besonderen Perspektiven:
    • Bis zur Ansiedlung: durch die Augen eines Kartäusermönchs, mit Einblick in das spirituelle und wirtschaftliche Wirken des Ordens in Leveld (Waschludt).
    • Ab der Ansiedlung: begleitet von einer schwäbischen Bewohnerin in traditioneller Tracht, die über das Leben der deutschen Siedler bis zu den heutigen Tagen berichtet. Auf dem Weg werden zentrale Stationen der Ortsgeschichte wie z. B. die römisch-katholische Pfarrkirche St. Michael, der Kalvarienberg mit der Kapelle, das reformierte Bethaus, das Denkmal zur Vertreibung, die Glashütte „Pille“ und die Keramikfabrik von Waschludt mit ihrer bewegten Industriegeschichte besucht. Diese lebendige Führung verbindet historische Fakten mit persönlichem Erleben und macht die wechselvolle Geschichte der Gemeinde für Jung und Alt greifbar.
  • Keramikwerkstatt – Kreatives Gestalten mit Ton: Einführung in einfache traditionelle Formtechniken. Die Teilnehmer fertigen eigene kleine Gebrauchs- oder Ziergegenstände an (Tonrosen, Figuren, Löffel), inspiriert von lokalen Motiven (z. B. Herend und Waschludt).
  • Naturwanderung rund um Waschludt: Geführte Wanderung durch die Umgebung mit Fokus auf naturräumliche und siedlungsgeschichtliche Besonderheiten, die die ungarndeutsche Identität seit der Ansiedlung prägen.
  • Tanzhaus: Einführung in die Tanzkultur des Karpatenbeckens, mit Schwerpunkt auf ungarndeutsche, aber auch mit ungarischen Volkstänzen.
  • Besuch des Ungarndeutschen Heimatmuseums in Waschludt: Ein authentisches Schwabenhaus mit vollständiger Ausstattung aus dem frühen 20. Jahrhundert und einer Sammlung zur Landwirtschaft und zum Handwerk mit fachkundiger Führung (auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten).

Diese und weitere Programme können flexibel für Gruppen geplant werden: je nach Altersgruppe, Sprachniveau und Interesse. Die Mitarbeiter des Iglauer Parks unterstützen die Interessenten gerne bei der Planung: Ob einzelne Programmpunkte oder ein vollständiges Wochenprogramm – sie erstellen kostenlos eine individuell abgestimmte Programmübersicht, die auf die Bedürfnisse und Wünsche der Gruppe zugeschnitten ist. So bleibt den Gästen nur noch eins zu tun: sich wohlfühlen und die gemeinsame Zeit genießen.

Das Team des Iglauer Parks bedankt sich herzlich beim Bundesministerium des Innern und für Heimat für die Unterstützung. Die Erneuerung war ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des Parks, für die ungarndeutsche Gemeinschaft und für alle Gäste, die sich für Kultur, Natur und Miteinander begeistern.

Projektbericht: „Technische Ausstattung der Geschäftsstelle der LdU“

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Für die Geschäftsstelle der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) wurden Ende 2024 aus einer Förderung des BMI fünf neue Laptops angeschafft. Seitdem werden die Laptops bei der täglichen Arbeit in den Bereichen Wirtschaft, Recht und Jugend benutzt, außerdem haben sie die erfolgreiche Durchführung des LdU-Praktikantenprogramms wesentlich unterstützt. Im Folgenden wird der fachliche Teil des Projekts für das Jahr 2025 bewertet.

Die MitarbeiterInnen sowie die PraktikantInnen wurden gebeten, einige konkrete Situationen und Beispiele hervorzuheben, in denen sich der Einsatz der neuen Geräte als besonders hilfreich erwiesen hat.

Károly Radóczy, Jugendreferent:
Dank des neuen Laptops konnte ich innerhalb des Büros flexibel von überall aus arbeiten. Ich habe häufig Online-Besprechungen mit externen Partnern, bei denen es sinnvoll ist, in ein gerade freies Büro zu wechseln, um meine KollegInnen nicht zu stören.
Der Fernzugriff ist mit dem neuen Laptop sicher und stabil möglich, was mir auch das Arbeiten von zu Hause aus erlaubt hat, wenn dies erforderlich war.
Auch bei unseren Jugendveranstaltungen war der Laptop eine große Hilfe: Wenn etwas projiziert werden musste, ein Videoanruf mit einem Referenten stattfand oder beim Rezitationswettbewerb aufgrund der hohen Teilnehmerzahl die Eröffnung und die Siegerehrung in einen anderen Raum übertragen werden mussten, haben wir dafür stets meinen Laptop genutzt.
Während der Deutschlandreise der Gewinner der Landeswettbewerbe war der Laptop bei mir als Organisator und Begleitperson täglich im Einsatz, da es vor Ort immer organisatorische Aufgaben gibt. Außerdem stellen wir die Quizfragen gemeinsam mit den KollegInnen direkt vor Ort zusammen, angepasst an das aktuelle Programm und die jeweiligen Eindrücke. Und wenn in den Abendstunden noch dringende Büroarbeiten zu erledigen waren, war es besonders hilfreich, dass ich auch aus dem Ausland auf den Server zugreifen und genauso arbeiten konnte, als säße ich im Büro.

Szilvia Varga, Fachabteilungsleiterin für Wirtschaft und Haushalt:
Der neue Laptop ist sehr nützlich. Von den Einrichtungen, die in meinen Zuständigkeitsbereich fallen, hat eine ihren Sitz in Budapest, jedoch weit entfernt vom Sitz der LdU, die andere in Seksard. Bei Besuchen in den Einrichtungen ist es äußerst hilfreich, ein Gerät zur Verfügung zu haben, mit dem ich direkt vor Ort Unterstützung leisten kann, ohne die MitarbeiterInnen in ihrer eigenen Arbeit zu stören.
In Budapest findet jedes Jahr das Internationale Buchfestival statt. Die LdU nimmt an dieser Ausstellung und Messe seit einigen Jahren regelmäßig teil. Der Laptop wird jedes Jahr vor Ort eingesetzt, da den KäuferInnen gemäß den in Ungarn geltenden Vorschriften eine Rechnung ausgestellt werden muss. Die mit dem auf dem Laptop installierte integrierte Buchhaltungsprogramm erstellten Rechnungen können dadurch sofort und schnell ausgestellt werden. Das neue Gerät bedeutet somit eine sehr große Unterstützung.

Dr. Veronika Nagy, Rechtsreferentin:
Mehrfach hat es sich als äußerst nützlich erwiesen, dass mir an externen Veranstaltungsorten ein Laptop zur Verfügung stand. Im Laufe dieses Jahres wurden mehrere Investitionsprojekte bei unseren Institutionen durchgeführt, in deren Rahmen zahlreiche Abstimmungen an externen Orten erforderlich waren. Dabei mussten die Anmerkungen und die besprochenen Inhalte jeweils umgehend in Protokollen festgehalten werden, was durch das mir zur Verfügung gestellte Gerät effizient ermöglicht wurde.
Darüber hinaus leistete die Landesselbstverwaltung den örtlichen Selbstverwaltungen wertvolle Unterstützung durch die Organisation einer Vortragsreihe über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Tätigkeit der Selbstverwaltungen. Die Veranstaltungen fanden in mehreren bedeutenden regionalen Zentren des Landes statt, wo wir die Regeln der kommunalen Selbstverwaltung anhand anschaulicher Präsentationen erläuterten.
Auch bei der Konferenz zum Thema Verschleppung und Vertreibung stellte das zur Verfügung gestellte Gerät eine große Hilfe dar. Als Organisatoren der Konferenz konnten wir vor Ort die Präsentationen der einzelnen Vorträge problemlos sammeln und deren Projektion reibungslos sicherstellen.

Anna Schulteisz, ehemalige Praktikantin:
Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass die Bürounterlagen einfacher zugänglich waren. Der Laptop hat mir geholfen, die Arbeitsprozesse kontinuierlich zu verfolgen, zu wissen, wo ein bestimmter Auftrag gerade steht und welche Fristen einzuhalten sind. Er hat die Kommunikation mit den KollegInnen gefördert und die Arbeitsabläufe beschleunigt.

Dóra Burger, ehemalige Praktikantin:
Für mich war es eine große Hilfe, mit einem eigenen Praktikanten-Laptop arbeiten zu können, da dies die Arbeit erheblich erleichtert hat. Dank des Systems konnte ich problemlos Dokumente an jede Person weiterleiten, und auch auf meine Arbeiten konnten andere jederzeit zugreifen, wenn sie diese benötigten. Gleichzeitig hatte ich mein eigenes System auf meinem Computer, in dem ich mich gut zurechtfand und in das niemand eingegriffen hat. Darüber hinaus hat die Nutzung eines eigenen Laptops die Kommunikation deutlich beschleunigt. Praktisch jede Art von Aufgabe konnte damit erledigt werden, unabhängig davon, zu welchem Bürobereich innerhalb der Selbstverwaltung wir gehörten.

Léna Fábián, Praktikantin:
Dank des neuen Laptops kann ich überall im Büro arbeiten, ohne ein eigenes Gerät mitbringen zu müssen, und bei der Nutzung entwickeln sich auch meine Computer- und technischen Kenntnisse weiter.

Kata Varga und Réka Rákosfalvi, Praktikantinnen:
Im Laufe des Tages gibt es immer wieder unerwartete Ereignisse, die sofort gelöst werden müssen und bei denen die PraktikantInnen unterstützen können. Deshalb ist es sehr hilfreich, dass die LdU den Praktikanten Laptops zur Verfügung stellen kann. Gelegentlich haben wir die Praktikanten-Laptops auch für die Arbeit von zu Hause aus genutzt. Nach vorheriger Absprache und Abstimmung konnten wir nicht nur am Standort der LdU, sondern auch von zu Hause aus arbeiten.

Aus den Rückmeldungen geht eindeutig hervor, dass die Geräte vielseitig eingesetzt werden konnten und sowohl die täglichen Arbeitsabläufe als auch die Durchführung unserer Veranstaltungen erheblich erleichtert haben.

Die LdU dankt dem Bundesministerium des Innern und für Heimat herzlich für die Unterstützung.

Ein fachlich bereichernder Tag in Sattel-Neudorf

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Bürgermeisterin Magdolna Mihelik empfing die Gäste

Eine Delegation aus Sankt Martin/Szigetszentmárton unternahm einen Ausflug nach Sattel-Neudorf/Nyergesújfalu, um einen informativen und erlebnisreichen Tag in der Stadt im Komitat Komorn-Gran zu verbringen. Die Reise war ein voller Erfolg.

Ein besonderer Glücksfall am Anfang war zum Beispiel, dass die Bürgermeisterin von Sattel-Neudorf, Magdolna Mihelik, an unseren Vormittagsaktivitäten teilnehmen konnte und uns eine sehr informative Führung durch die örtlichen Einrichtungen gab. Des Weiteren konnten zahlreiche erfolgreiche Gespräche und ein reger fachlicher Austausch zwischen unseren Erzieherinnen und Lehrkräften durchgeführt werden.

Am Nachmittag lag der Fokus auf den Kulturgruppen. Unser Chor und unsere Tanzgruppe präsentierten ihr Können, und dabei trugen wir unsere Trachten, sodass wir unsere Tänze und Lieder im Kulturhaus authentisch vorstellen konnten – ebenso wie die örtlichen Gruppen. Es kam zu einem regen Austausch von Fachmaterialien, und wir stellten unser Liederbuch mit fünfzig Liedern unseren Gastgebern vor.

Auch während der Stadtbesichtigung sammelten wir äußerst wichtige Erfahrungen: Einerseits gewannen wir beim Rundgang auf dem ungarndeutschen Lehrpfad viele nützliche Eindrücke, da wir planen, in der Zukunft auch bei uns in Sankt Martin einen thematischen Weg zu errichten. Wir erwarben zahlreiche technische Kenntnisse, die für die Realisierung dieses Projekts notwendig sind, und es war besonders hilfreich zu sehen, nach welchem System in Sattel-Neudorf die einzelnen Stationen gestaltet wurden. Das hat uns viele neue Ideen gegeben.

Eine der Stationen des ungarndeutschen Lehrpfads in Sattel-Neudorf

Wir freuten uns auch sehr darüber, die Sammlung zur Präsentation der ungarndeutschen Traditionen besichtigen zu dürfen. Auch wir verfügen über eine ähnliche Sammlung, aber leider steht uns nur ein Raum zur Verfügung, um die gesammelten Gegenstände zu zeigen. Wir bekamen jedoch neue Anregungen: Wir erfuhren zum Beispiel, wie viel man mit Fotos darstellen kann, was in einem einzigen Raum sonst keinen Platz finden würde.

In der Kirche der Stadt

Der Tag bot von morgens bis abends zahlreiche Gelegenheiten zum persönlichen Austausch mit den Mitgliedern der örtlichen Selbstverwaltung und den Kulturgruppen. Besonders wertvoll war für uns die Erkenntnis, wie eine Gemeinde in einer anderen Region – mit ganz anderem Charakter und anderer Größe – die ungarndeutsche Identität bewahrt und die Nachwuchsförderung in den Kulturgruppen gestaltet. Wir konnten unser Fachwissen erweitern, neue, bei uns nicht gebräuchliche Lieder, Tänze und Trachtenelemente kennenlernen.

Es war uns wichtig, dass die Mitglieder unserer Kulturgruppen eine Gemeinschaft erleben konnten, die sich ebenso für den Erhalt der ungarndeutschen Identität, Sprache und Traditionen engagiert. Das Programm war sowohl fachlich als auch menschlich sehr bereichernd für alle Beteiligten.

Wir bedanken uns herzlich für den freundlichen Empfang und die wunderbaren Erlebnisse am 5. Oktober 2025. Unser Dank gilt auch dem Bundesministerium des Innern (BMI) für die finanzielle Unterstützung, die wir durch die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen im Rahmen eines Förderprogramms erhalten haben.

Erika Rierpl
Vorsitzende Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung Sankt Martin

„VUK-Kinderecken” im Norden und im Süden

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Unser Verein, der Verein für Ungarndeutsche Kinder (VUK), hatte die Möglichkeit aus Restmitteln des Bundesministeriums des Innern (BMI) noch im Dezember 2025 ein Ersatzprogramm sowohl in Nord- als auch in Südungarn zu verwirklichen. 

Es wurden Veranstaltungen für die Kinder aus der Innenstädtischen Grundschule (Fünfkirchen/Pécs) und der Deutschen Minderheiten- und Ungarisch-Englischen Zweisprachigen Grundschule in der Újlak Straße (Budapest) organisiert. Beide Schulen haben sich riesig über die Möglichkeit gefreut. Die Kinder waren begeistert über die Vorstellungen und die Bastelstunde.

Im Süden war Ildikó Frank mit ihrem zweisprachigen Spiel über die Frühlingsfee April, die die Organisierung des Weihnachtsfestes von der erkrankten Weihnachtsfee zu übernehmen hatte, im Lenau Haus zu Gast. Die Kinder machten aktiv mit, als sie bestimmten, was für ein Schmuck an den Tannenbaum gehört und welche nicht käuflichen Geschenke die Leute bekommen sollen: Glück, Frieden, Liebe, Freude und Zeit zum Zusammensein. Auch Weihnachtslieder wurden angestimmt, um das Licht auf diese zauberhafte Weise erleuchten zu lassen. Danach fand die Bastelstunde unter der Leitung von Norbert Trinter statt, wo ein Adventsschmuck angefertigt bzw. ein kleiner Weihnachtsbaum aus Holz bemalt und geschmückt wurde. Das kreative Schaffen am Luzia-Tag brachte den SchülerInnen der Unterstufe ein fröhliches Vorbereiten auf das Fest.

In Budapest stellte Krisztina Tóth (Álomzug Társulás) mit ihrem Koffertheater „Die Abenteuer der sieben Schwaben” vor. In der Geschichte wurden die sieben Schwaben samt ihren traditionellen Berufen und Vorlieben in witziger Form präsentiert. Sie flogen auf ihren Besen rund um die Welt und erlebten dabei zahlreiche Abenteuer. Die zweisprachige Vorstellung faszinierte sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen. In der nachfolgenden Bastelstunde konnten die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die wunderschönen Weihnachtsdekorationen wurden mit Freude und Stolz angefertigt und später den Eltern überreicht.

Wir danken unseren Jugendleitern Kata Kállai und Ingrid Werner für ihre Mithilfe und dem Bundesministeriums des Innern für die unentbehrliche Unterstützung .

Susanne Mescha und Katalin Ruff

Pirna erinnert an die Vertreibung der Ungarndeutschen vor 80 Jahren

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In Pirna in Sachsen wurde am 20. Januar im Rahmen einer feierlichen Gedenkfeier der Vertreibung der Ungarndeutschen vor 80 Jahren und der damit verbundenen Schicksalsschläge gedacht. An der Veranstaltung nahmen auch Dr. Tamás Sulyok, Staatspräsident Ungarns, sowie die Schüler des Valeria-Koch-Bildungszentrums aus Fünfkirchen teil, die mit einem bewegenden Programm an die Vergangenheit erinnerten.

1946 wurde mit der massenhaften Vertreibung der Ungarndeutschen begonnen. Es wurden ungefähr 170 000 Menschen in die amerikanische, 50 000 in die sowjetische Besatzungszone Deutschlands vertrieben. Ungefähr ebenso viele blieben in Ungarn zurück. Für die Mehrheit der nach Ostdeutschland ausgesiedelten Menschen war die Stadt Pirna die Endstation. Das Hauptaufnahmelager für sie war das Quarantänelager „Graue Kaserne“, wo sie nach der Zwangsumsiedlung ankamen und registriert wurden, bevor sie weiter verteilt wurden.

Die Gedenkveranstaltung fand im Evangelischen Schulzentrum Pirna statt, wo mit einer Kranzniederlegung und einem festlichen Erinnerungsprogramm der Opfer der Vertreibung gedacht wurden. Bei der Veranstaltung hielt Ungarns Staatspräsident Dr. Tamás Sulyok eine Rede.
Die Vertreibung der Ungarndeutschen sei eine beschämende, menschenfeindliche Tat gewesen. Nach dem blutigen Weltkrieg seien die Wunden nicht geheilt, sondern neue aufgerissen worden. Auf die bisherigen Leiden hätten neue gefolgt. Zu den Opfern des 20. Jahrhunderts in Ungarn würden auch die Deutschen zählen, die gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen. Dies sei nicht nur für das deutsche Volk, sondern auch für das ungarische ein großer Verlust gewesen. Wir würden die Vertriebenen und ihre Nachkommen niemals vergessen, betonte das Staatsoberhaupt.
Die vollständige Rede können Sie hier lesen >>>

Sachsens Ministerpräsident, Michael Kretschmer, hob in seiner Rede folgendes hervor: „Tausende Ungarndeutsche haben nach dem Zweiten Weltkrieg in Sachsen ein neues Zuhause gefunden. Doch zurück blieben Erinnerungen an ihre Heimat, an Trennung und Verlust, über die sie lange schweigen mussten. Die Erfahrungen der Ungarndeutschen sind ein wichtiger Teil der sächsischen Nachkriegsgeschichte. Ich bin froh, dass diese in einem deutsch-ungarischen Jugendprojekt wachgehalten und an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Die Schicksale der Heimatvertriebenen mahnen uns, wie wertvoll das Zusammenleben in einem friedlichen und freien Europa ist.”

Besonders bewegende Momente schufen die Gymnasiasten des Valeria-Koch-Bildungszentrums, die mit ihrer Aufführung das Ungarndeutschtum vertreten haben. Mit Gedichten, Zeitzeugenerinnerungen, Liedern und visuellen Elementen erinnerten die Jugendlichen an das Schicksal der Vertriebenen und hinterließen damit einen tiefen emotionalen Eindruck bei den Anwesenden. Ihre Aufführung war nicht nur eine Ehre für die Vertriebenen, sondern auch ein Beweis dafür, dass sich die junge Generation für die Aufarbeitung und Weitergabe der Vergangenheit verantwortlich fühlt.

Während der Reise besichtigten die Schüler auch die Sehenswürdigkeiten von Dresden und besuchten die Ausstellung „Transferraum Heimat” in Knappenrode bei Hoyerswerda, die sich mit der Flucht, Vertreibung und Deporation der deutschen Bevölkerung aus Ostmitteleuropa beschäftigt.

LdU-Presse

Foto: Nikolai Schmidt, Valeria-Koch-Bildungszentrum