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Hermann Glaser: Deutsche Kultur

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Das Buch von Hermann Glaser ist ein Versuch, die deutsche Kulturgeschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts zusammenzufassen. Die Publikation stellt nicht nur die kulturellen Richtungen und Künstlergruppen dar, sondern beschäftigt sich auch mit ihrem politischen und gesellschaftlichen Umfeld.

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Die vier Hauptkapiteln repräsentieren vier Epochen der deutschen Geschichte: den Wiederaufbau nach dem Krieg, die Spaltung des Landes, die literarische Blütezeit zwischen den ‘60-er und den ‘80-er Jahren und die Zeit der Wiedervereinigung. Das Buch behandelt die Ereignisse in beiden Teilen Deutschlands. Der Autor bevorzugt kein Segment der Kultur: Presse, Theater, Musik, Architektur und Kulturpolitik haben im Band den gleichen Rang.

Das illustrierte, mit vielen Quellentexten versehene Buch ist ein gutes Lesestoff für alle, die Deutschlands Kultur nach 1945 näher kennenlernen möchten.

Hermann Glaser: Deutsche Kultur. Ein historischer Überblick von 1945 bis zur Gegenwart
Bonn : Bundeszentrale für politische Bildung, 1997
587 S. : ill.
Sprache: Deutsch

Friedrich Baudri: Reise nach Südungarn 1837-1840

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Der deutsche Maler Friedrich Baudri (1808-1874) war ein gewissenhafter Tagebuchschreiber. Zwischen 1837 und 1840 besuchte er Ungarn. Herausgeber Ludwig Gierse veröffentlichte Baudris Tagebucheinträge, die während der Reise und des Aufenthalts entstanden.

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Im Vorwort des Buches werden die wichtigsten Fakten über den Maler und sein Tagebuch zusammengefasst. Baudri kam nach Ungarn in der Hoffnung, Aufträge zu bekommen, aber diese Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt. 1840 verließ er das Land – auch wegen einer gescheiterten Liebesaffäre – enttäuscht, und kehrte nach Deutschland zurück.

Das Tagebuch gibt ein detailliertes Bild von der damaligen ungarischen Verhältnisse: der Leser erfährt vieles über die spät-feudalistische Gesellschaft, über das Leben in den Städten, über die Sitten und auch über die wirtschaftlichen Lage des Landes. Das Tagebuch wurde mit Fußnoten versehen, am Ende des Bandes befinden sich die Liste von Baudris in Ungarn gemalten Werke und die Register der Namen und Orte, die im Text vorkommen.

Das Buch ist denjenigen zu empfehlen, die gerne mehr über Ungarns Geschichte aus der Perspektive eines Ausländers erfahren möchten.

Friedrich Baudri: Reise nach Südungarn 1837-1840. Ein Tagebuch
München : Südostdeutsches Kulturwerk, 1989
334 S. ; ill.
Sprache: Deutsch

Die 25 Jahre der Deutschen Bühne Ungarn

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2009 feiert die Deutsche Bühne Ungarn ihr 25-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass veröffentlichte das Theater ein Jahrbuch, das die bisherige Tätigkeit der DBU zusammenfasst.

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Dem Vorwort von Intendantin Ildikó Frank folgen Grußworte von Dr. Imre Puskás, dem Vorsitzenden der Generalversammlung des Komitats Tolnau, Otto Heinek, dem Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und der Regisseurin Claudia Nowotny. Sie alle betonen die Bedeutung des Theaters für die ungarndeutsche Kultur. In den folgenden Kapiteln wird die Theatergeschichte der Stadt Szekszárd, die Geschichte der DBU selbst und die des Theatergebäudes kurz dargestellt.

Nach der historischen Zusammenfassung werden alle Produktionen der DBU mit deren wichtigsten Daten aufgeführt (bis Ende 2008), größtenteils mit Angabe der Besetzung und mit einem Foto illustriert. Im Jahrbuch sind alle bisherigen Mitarbeiter des Theaters aufgelistet: Schauspieler, Regisseure sowie auch das technische Personal.

Besonders interessant und nützlich ist der Pressespiegel, der die bibliographischen Daten der zwischen 1982 und 2002 in der Tolnauer und ab 2003 auch in der nationalen bzw. internationalen Presse über die DBU erschienenen Beiträge, enthält.

Das ästhetisch gestaltete Jahrbuch ist sowohl denen zu empfehlen, die ihre Erinnerungen über besonders denkwürdige Vorführungen aufwärmen möchten, als auch denen, welche die DBU erst vor kurzem kennengelernt haben.

Die 25 Jahre der Deutschen Bühne Ungarn = A Magyarországi Német Színház 25 éve
Szekszárd : Magyarországi Német Színház, 2009
110 S. ; ill.
Sprache: Deutsch-Ungarisch

Danuša Serafinová, Jozef Vatrál: Pressburger liebste Waren & Dienste

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Das Buch des slowakischen Autorenpaares ist eine ungewöhnliche pressehistorische Darstellung. Statt Artikeln, Berichten oder Nachrichten stellen Serafinová und Vatrál Inserate in den Mittelpunkt. Im Band werden zahlreiche Anzeigen der deutschsprachigen Pressburger Presse aus der Zeit zwischen 1870 und 1918 in verschiedene Kategorien gegliedert und veröffentlicht.

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Pressburg hatte eine spezielle Rolle in der Donaumonarchie, da es sehr nah an Wien lag, aber zu Ungarn gehörte. Es gab eine große deutsche Bevölkerung, für die mehrere Zeitungen herausgegeben wurden. Diese Sammlung basiert hauptsächlich auf drei dieser Presseprodukte: der Preßburger Zeitung, dem Preßburger Wegweiser und dem Westungarischen Grenzboten. Aus der einleitenden Abhandlung am Anfang des Buches können die Leser vieles über die Entwicklung der Stadt und die Inserate selbst erfahren.

Die Anzeigen sind vielfältig: von Bier zu Buch wurde alles angeboten, auch Wahrsagerinnen boten dem Leser ihre Dienste an. Heute ist es merkwürdig zu sehen, wie lang die Texte vieler dieser Anzeigen waren. Interessant ist auch, dass es ,obwohl die besagten Zeitungen deutschsprachig waren, auch zweisprachige oder sogar ungarische Inserate in ihnen gab. Beim Lesen des Buches lernen wir die Gesellschaft einer anderen Ära kennen, die aber unserer Konsumgesellschaft in vielerlei Hinsicht ähnlich ist.

Wir empfehlen dieses Buch den Lesern, die sich für Kulturgeschichte interessieren.

Danuša Serafinová, Jozef Vatrál: Pressburger liebste Waren & Dienste. Wiener und weitere Annoncen in der Pressburger deutschsprachigen Presse 1870 bis 1918
Bratislava : Slovenské národné múzeum ; Múzeum kultúry karpatských Nemcov, 2004
(Acta Carpatho-Germanica ; 11.)
176 S. ; ill.

Mária Homišinová: Identitás, nyelvhasználat, asszimiláció (Identität, Sprachgebrauch, Assimilation)

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Das Buch der slowakischen Akademikerin Mária Homišinová ist das Ergebnis einer Studie, die ethnische Prozesse in Familien untersuchte, die zur deutschen, slowakischen, kroatischen oder bulgarischen Minderheit Ungarns gehören. Im Vordergrund der Publikation steht die Frage der Identität und der Sprachgebrauch.

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Im theoretischen Teil des Werkes definiert die Autorin die später benutzten Termini, danach folgen die grundlegenden Informationen über die oben genannten vier Minderheiten und die Daten der Studie.

Im empirischen Teil werden die Ergebnisse veröffentlicht. Grundsätzliche Fragen sind die persönliche und die Gruppenidentität, die sprachliche Orientierung in den Familien und in der sozialen Umgebung sowie das Verhältnis der Familien zur Minderheitenkultur. Auch das Problem der Migration wird im Band ausführlich behandelt.

Das Buch ist denjenigen zu empfehlen, die etwas über soziologische Fragen des Minderheitenlebens erfahren möchten bzw. das Leben der deutschen, slowakischen, kroatischen und bulgarischen Minderheiten miteinander vergleichen möchten.

Mária Homišinová: Identitás, nyelvhasználat, asszimiláció. Etnikai folyamatok magyarországi kisebbségi családokban (Identität, Sprachgebrauch, Assimilation. Ethnische Prozesse in ungarländischen Minderheitenfamilien)
Budapest : MTA Kisebbségkutató Intézet ; Gondolat, 2008
298 S. ; ill.
Sprache: Ungarisch

Lena Heimhilger: Ich verliere mich

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Lena Heimhilgers Buch erzählt die Lebens- und Krankheitsgeschichte ihrer demenzkranken Mutter. Im Band werden die Erinnerungen der Mutter, die Tagebucheinträge der Tochter und weitere ergänzende Beiträge veröffentlicht.

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Die Gattung des Werkes lässt sich nicht so einfach bestimmen: es kann als ein Dokumentarroman gelesen werden, weist aber auch mehrere stilistische Merkmale einer Biographie bzw. Autobiographie auf. Durch die historischen Exkurse – die Geschichte der Banater Schwaben wird auch kurz dargestellt – und die präzise Beschreibung der Krankheit der Mutter könnte es auch der Gattung Sachbücher zugeordnet werden.

“Ich verliere mich” ist eine rührende und lehrreiche Lektüre, die neben des persönlichen Schicksals einer alten Frau auch das Schicksal einer deutschen Volksgruppe erzählt.
Das Buch ist sowohl denjenigen zu empfehlen, die über die Geschichte der Banater Schwaben aus der Perspektive einer einzelnen Person lesen möchten als auch denen, die ebenfalls demenzkranke Angehörige haben.

Lena Heimhilger: Ich verliere mich
Neckenmarkt ; Wien ; München : Novum, 2008
139 S., ill.
Sprache: Deutsch

Eszter Propszt (Hrsg.): Die ungarndeutsche Gegenwartsliteratur und ihr diskursives Umfeld

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Eszter Propszt veröffentlichte 2007 ihr Buch “Zur interdiskursiven Konstruktion ungarndeutscher Identität in der ungarndeutschen Gegenwartsliteratur”. Das vorliegende Werk ist eine Sammlung journalistischer Beiträge, die die frühere Publikation ergänzen.

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Die meisten Texte sind früher in der Neuen Zeitung oder im Deutschen Kalender erschienen. Propszt erklärt das damit, dass diese die wesentlichsten ungarndeutschen Foren seien. Die 126 Aufsätze, die aus den letzten vier Jahrzehnten stammen, wurden in vier thematische Kategorien geteilt: Institutionalisierung, Produktion, Rezeption und Wertung sowie Geschichte und Minderheitenpolitik.

Die Texte sind für ein breites Publikum bestimmt und auch ohne Vorkenntnisse problemlos zu verstehen. Deshalb ist das Buch nicht nur Germanisten, sondern allen zu empfehlen, die sich für die Verhältnisse der ungarndeutschen Literatur in den letzten Jahrzehnten interessieren.

Eszter Propszt (Hrsg.): Die ungarndeutsche Gegenwartsliteratur und ihr diskursives Umfeld
Szeged : Grimm, 2008
480 S.
Sprache: Deutsch

Helmut Heimann: Tarzan, Puskás, Hansi Müller

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Es gibt viele Berühmtheiten, die donauschwäbische Wurzeln haben, aber nur wenige wissen darüber Bescheid. Helmut Heimann veröffentlichte im Donautal Magazin eine Serie über berühmte Sportler donauschwäbischer Abstammung. Das Buch “Tarzan, Puskás, Hansi Müller” ist eine Sammlung dieser Artikel.

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Johnny Weissmüller, der sowohl als mehrfacher Olympiasieger als auch Tarzan-Darsteller weltberühmt wurde, wurde in Freidorf bei Temeswar geboren, seine Familie verließ Europa im Jahre 1907. Beim legendären Endspiel der 1954-er Fussball-WM gab es Donauschwaben in beiden Mannschaften: der Kapitän Puskás in der ungarischen Elf und Jupp Posipal in der deutschen. Die Biographien dieser und 13 weiterer Sportler können in dem mit zahlreichen Fotos illustrierten Band gelesen werden.

Das Buch ist in erster Linie Sportliebhabern zu empfehlen, die durch diese Veröffentlichung viele Informationen über den Hintergrund dieser Spitzensportlern erfahren können.

Aus der Buchbeschreibung auf http://www.synoptikon.eu:

“Als langjähriger Sportmitarbeiter der Neuen Banater Zeitung glaubte ich bisher, viel über die donauschwäbischen Sportstars zu wissen. Doch mit dem vorliegenden Buch wurde ich eines Besseren belehrt. Welchem Landsmann ist nämlich bekannt, dass Hansi Müller (der übrigens das Geleitwort schrieb), Fritz Walter oder Hermann Ohlicher, die alle beim Bundesligisten VfB Stuttgart kickten, donauschwäbischer Abstammung sind? Selbst Josef Petschovszky war als Donauschwabe unbekannt. Man glaubte eher, dass er Ungar sei. Am meisten verblüfft jedoch, dass auch Ferenc Puskás, der bis zu seinem 12. Lebensjahr Franz Purczeld hieß,einen donauschwäbischen Vater hatte. Der große Fußballer verleugnete seine Herkunft übrigens nie. Mannschaftskameraden und selbst Gegenspieler hänselten ihn deshalb zu seinen Glanzzeiten mit dem Spitznamen „Schwob.“
(…)
Dieses erste donauschwäbische Sportbuch ist ein gelungenes Erstlingswerk, das aus keinem Bücherregal eines Sportfan fehlen sollte.”

Peter Zerwes

Helmut Heimann: Tarzan, Puskás, Hansi Müller. Stelldichein donauschwäbischen Spitzensportler
Sersheim : Oswald Hartmann Verlag, 2001
272 S. ; ill.
Sprache: Deutsch

Peter Canisius, Erika Hammer (Hrsg.): 50 Jahre Germanistik in Pécs

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Im Jahre 2006 feierte die Fünfkirchner Germanistenausbildung ihr 50 jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass organisierte die Universität Fünfkirchen eine germanistische Konferenz. Der 2008 erschienene Band wurde aus Vorträgen dieser Tagung zusammengestellt.

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Die Publikation enthält die editierte Version von 20 der an der Konferenz gehaltenen 29 Vorträge, die in einen linguistischen und einen literaturwissenschaftlichen Teil gegliedert sind. Die Aufsätze wurden überwiegend von ungarischen Autoren verfasst, jedoch können im Buch auch Beiträge von deutschen, österreichischen und belgischen Forschern gelesen werden.

Aus der linguistischen Sektion ist einerseits die Studie von Rüdiger Harnisch hervorzuheben, welche die Sprachsituation der einstigen deutsch-deutschen Grenze untersucht, andererseits Katalin Wilds Arbeit, in der die Benutzung der Deminutive in der donauschwäbischen Dialekten beleuchtet wird. Der literarische Teil enthält unter anderem Studien über bestimmte Aspekte der künstlerischen Tätigkeit von Goethe, Hesse und Werfel.

Am Ende des Bandes werden die Reden des Jubiläumsfests veröffentlicht.

Das Buch ist vor allem Germanisten und Laien, die sich für Linguistik und Literaturwissenschaft interessieren, zu empfehlen.

Peter Canisius, Erika Hammer (Hrsg..): 50 Jahre Germanistik in Pécs. Akten eines internationalen Kongresses am 5. und 6. Oktober 2006
Wien : Praesens, 2008.
(Pécser Studien zur Germanistik; 3.)
332 S.

Gabriella Schmidt, Ádám Hetényi (Hrsg.): Buch der Erinnerungen

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In dem von der Minderheitenselbstverwaltung der Seetscher Deutschen in Dunaszekcső veröffentlichten zweisprachigen Buch, sind Erinnerungen an die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zu finden. Die Geschichten erzählen über die Aussiedlung der Deutschen aus der Perspektive der einzelnen Familien.

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Am Anfang des Buches werden die Ereignisse vor der Aussiedlung kurz zusammengefasst, einschließlich der Geschichte der Seetscher Deutschen und der Volkszählung im Jahre 1941. Nach der Einleitung folgen 27 Erinnerungen von Seetscher Einwohnern. Alle Geschichten sind verschieden: es gibt Leute, die ausgesiedelt wurden, aber später – legal oder illegal – nach Ungarn zurückkehrten, viele, die in Seetsche bleiben konnten, aber ihre Häuser und Eigentümer verloren. Manche erfuhren über die Geschehnisse erst von ihren Familienmitgliedern.

Die erschütternden Beiträge werden durch Fotos ergänzt, teilweise Aufnahmen von der betroffenen Familien, aber auch zahlreiche Archivdokumente wurden abgebildet wie zum Beispiel ein Volkszählungsformular aus dem Jahr 1941 oder Inventarblätter, die bei der Aussiedlung benutzt wurden.

Das Buch ist vor allem den Lesern zu empfehlen, die sich dafür interessieren, wie die einzelnen Menschen die Aussiedlung erlebten.

Gabriella Schmidt, Ádám Hetényi (Hrsg.): Buch der Erinnerungen = Emlékezések könyve
Dunaszekcső : Szekcsői Németek Kisebbségi Önkormányzata (Minderheitenselbstverwaltung der Seetscher Deutschen), 2008
192 S. ; ill.
Sprache: Deutsch-Ungarisch

Anton Treszl: Wer ist wer?

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Das erste ungarndeutsche Biographielexikon ist zwar nicht neu, aber es ist immer noch ein lückenfüllendes Werk. Im Buch sind die Lebensgeschichten 285 ungarndeutscher Persönlichkeiten zu finden, darunter sowohl lang verstorbene Berühmtheiten als auch unsere Zeitgenossen.

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Im Lexikon können wir unter anderem über Politiker (z. B. Kuno Klebelsberg), Architekten (Michael Pollack), Historiker (Georg Pray) und Künstler (Michael Munkácsy) lesen. Beim Durchblättern des Buches bekommt man einen Eindruck davon, in welch großem Ausmaß das Ungardeutschtum zu Ungarns Kultur beigetragen hat. Zum Buch gehören zwei Landkarten, an denen die wichtigsten Schauplätze der im Band behandelten Personen dargestellt sind. Einziges Problem des Werkes ist, dass es leider bisher nicht aktualisiert wurde.

Das Lexikon ist ein wertvolles Nachschlagewerk, aber es lohnt sich auch, es durchzulesen. Besonders empfehlenswert ist es für Schüler der Nationalitätenschulen.

Anton Treszl: Wer ist wer? Erstes ungarndeutsches Biographielexikon
Grünstadt : Eigenverlag des Autors, 1993
208 S. ; ill.
Sprache: Deutsch

Frank Almai, Ulrich Fröschle (Hrsg.): Deutsche in Ungarn – Ungarn und Deutsche

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Der 2004 beim Thelem Verlag erschienene Studienband untersucht die Thematik des Ungarndeutschtums aus der Perspektive mehrerer Wissenschaftsdisziplinen. Unter den acht Studien, die im Werk veröffentlicht wurden, gibt es Beiträge aus dem Bereich der Geschichtswissenschaft, der Linguistik, der Volkskunde, der Literaturwissenschaft und der Demographie.

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Die Autoren sind anerkannte Experten ihrer Sachgebiete wie zum Beispiel Gerhard Seewann, Mathias Beer und Márta Fata. Da die Sprache der Publikation sehr verständlich ist, kann der Band auch für Laien ein aufschlussreicher Lesestoff sein.

Klappentext des Buches:
“Der Band ist exemplarisch jenem spezifischen mitteleuropäischen Kulturraum gewidmet, der durch das Zusammenleben von Ungarn und Deutschen in Ungarn konstituiert wurde und wird. Experten aus unterschiedlichen Disziplinen eröffnen mit ihren Beiträgen vielfach perspektivierte Blicke auf Geschichte und Gestalt einer nicht immer spannungslosen kulturellen Vielfalt, die heute – nach den Verheerungen des 20. Jahrhunderts – in vielen Teilen als Erinnerungsraum erst wieder zu rekonstruieren ist.”

Frank Almai, Ulrich Fröschle (Hrsg.): Deutsche in Ungarn – Ungarn und Deutsche. Interdisziplinäre Zugänge
Dresden : Thelem, 2004
(Mitteleuropa-Studien, 6.)
183 S., ill.
Sprache: Deutsch

Konrad Gerescher: Batschkaer Ahnenspiegel

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Der beim Gyula Juhász Verlag für Hochschulausbildung erschienene Band wurde als Hilfsmittel für das Unterrichtsfach Nationalitätenkunde zusammengestellt. Sein Ziel ist es, alle Aspekte des Lebens der Ungarndeutschen vorzustellen, die einst in der Batschka lebten.

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Zweifellos vermittelt der Band unzählige Kenntnisse: er informiert über die Architektur der Häuser der Deutschen in Batschka, welche Pflanzen sie anbauten bzw. züchteten, welche Kleider sie trugen oder welche Festbräuche sie hatten – zum Beispiel zu Ostern. Ein wertvoller Teil des Buches ist der Vergleich verschiedener Batschkaer Mundartdialekte. Im Anhang werden 200 Berufe ausführlich beschrieben.

Das Buch ist eine Mischung zwischen einer populärwissenschaftlicher Lektüre und einem wissenschaftlichen Fachwerk. Sein Aufbau entspricht eher Letzterem, aber sein flüssiger Stil und die Tatsache, dass es Gereschers Angaben zufolge ohne wissenschaftliche Methoden geschrieben wurde, ordnet das Buch in die erste Kategorie.

Neben der ursprünglichen Zielgruppe – Schüler, Studenten und Lehrer der Nationalitätenkunde – kann es auch eine sich lohnende Lektüre für diejenigen sein, die sich für die Vergangenheit des Batschkaer Deutschtums interessieren.

Konrad Gerescher: Batschkaer Ahnenspiegel. Vermögensform, Arbeitsweise, Lebensart
Szeged : Juhász Gyula Felsőoktatási Kiadó, 2004.
427 S.
Sprache: Deutsch

A rászedett ördög (Buch und Arbeitsheft)

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Das Buch “A rászedett ördög” (“Der betrogene Teufel”) ist eine dreisprachige Sammlung von Volkssagen aus der Branau. Grundlage der Publikation ist die 1971 erschienene Sagensammlung “Rejtett kincsek nyomában”, die später auch auf Deutsch unter dem Titel “Auf der Spur verborgener Schätze” veröffentlicht wurde. Im neuen Band sind 16 Sagen aus dieser Sammlung zu finden mit deutscher und englischer Übersetzung.

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Die Publikation wurde unter der Redaktion von Frau Klára Bors von Mitarbeitern und Schülern der Roten Schule in Pestszentlőrinc (Sanktlorenz) angefertigt, auch einige Eltern und ehemalige Schüler halfen mit. Die Sagen wurden auf ins Englische übersetzt, aber auch die deutschen Übersetzungen sind neu. Der Band enthält zahlreiche Illustrationen: Fotos von den Schauplätzen der Geschichten und Zeichnungen der Schüler der Roten Schule.

Das Arbeitsheft ist eine gute Ergänzung der Sammlung. Neben den gekürzten und vereinfachten Texten der Sagen sind darin zahlreiche Textverstehensaufgaben zu finden sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Die richtigen Lösungen finden sich am Ende des Heftes.

Das Buch und das Arbeitsheft ist in erster Linie für schulische Benutzung bestimmt, aber auch Erwachsenen kann es eine gute Hilfe beim Erlernen der Sprachen bieten.

Die Sammlung kann für 2500 Ft beim Verlag bestellt werden:
Pro Pannonia Kiadó, 
7621 Pécs, Király utca 33. 
Postadresse: 7601 Pécs, Pf. 270.
Tel./Fax: 06-72-213-379, 
Email: rendeles@propannonia.hu

A rászedett ördög. Baranyai mondák három nyelven
Pécs : Pro Pannonia Kiadói Alapítvány, 2009
136 S. (Buch), 88 S. (Arbeitsheft), ill.
Sprache :Ungarisch, Deutsch, Englisch

Ephraim Kishon: Der seekranke Walfisch

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Der 2005 gestorbene, aus Ungarn stammende israelische Schriftsteller ist einer der populärsten Satiriker unserer Zeit, kein Wunder, dass der Fünfkirchner Kroatischer Theater am diesjährigen Arcusfest ein Kishon-Stück vorführte. Kishon ist besonders beliebt in Deutschland, hauptsächlich wegen seines oft selbstironischen Humors und seines geläufigen Stils.

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Der Band “Der seekranke Walfisch” enthält Geschichten über mehrere Reisen vom Autor, unter anderem in die Schweiz und in die Vereinigten Staaten. Man darf nicht alles glauben, was im Buch steht, aber es bietet ganz sicher eine gute Unterhaltung.

Kishons Werk ist auch wegen seines Themas ein gute Lektüre für unterwegs, dank der niveauvollen Übersetzung ist es auch fürs Deutschlernen empfehlenswert.

Aus dem Vorwort des Bandes:

“Drastische Situationskomik, hintergründige Ironie und ein scharfer. aber niemals bösartiger Blick für die kleinen menschlichen Schwächen gehen bei Kishon eine unvergleichliche Mischung ein, die ihn als Humoristen von hohem Rang erweist. Zahlreiche Kritiker, darunter der Rezensent der ‘New York Times’ haben ihn – und das nicht zu Unrecht – mit Mark Twain verglichen.”

Ephraim Kishon: Der seekranke Walfisch oder Ein Israeli auf Reisen
München : Deutscher Taschenbuch Verlag, 1970
157 S.
Sprache: Deutsch

Franz Metz: Das Kirchenlied der Donauschwaben

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Das Buch “Das Kirchenlied der Donauschwaben” ist das Ergebnis der jahrelangen Forschungen des Autors. Franz Metz besuchte alle von Donauschwaben bewohnten Regionen, wo er einerseits selbst nach Liederverzeichnisse suchte, andererseits in den Archiven und Bibliotheken forschte.

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Der erste Teil des Werkes fasst die Geschichte der donauschwäbischen Kirchenliedes mit zahlreichen Biographien und Dokumenten belegt zusammen, im zweiten Teil werden die Liedersammlungen präsentiert. Der letzte Teil ist der Katalog der Lieder mit präzisen Quellenangaben. Im Anhang sind zahlreiche Fotos und mehrere Diagramme zu finden.

Das Buch wird wahrscheinlich ein Standardwerk der donauschwäbischen Kirchenliedforschung werden, ist es also besonders empfehlenswert für alle, die in diesem Gebiet forschen oder sich dafür interessieren.

Rückseitentext:

“Die Gesänge und Lieder der donauschwäbischen Heimat haben viele von uns ihr Leben lang begleitet. Den Schatz dieser musikalischen Tradition zu dokumentieren und zu bewahren, zumal wir Donauschwaben heute in unterschiedlichen Ländern und Gebieten wohnen, ist eine große Aufgabe. (…) Das “Kirchenlied der Donauschwaben” macht – besonders in Zeiten eines wachsenden Europa – eindrucksvoll deutlich: Wir Donaudeutschen haben im europäischen Chor immer schon eine Stimme gehabt. Diese Stimme dürfen wir einbringen, um die Erinnerung an unsere Heimat, unsere Gesänge und unsere Kultur unser Lebenszeugnis einzubringen in die Gestaltung eines geeinten Europa!

Robert Zollitsch
Erzbischof von Freiburg”

Franz Metz: Das Kirchenlied der Donauschwaben. Eine Dokumentation des Kirchenliedes der deutschen Katholiken Südosteuropas
München : Edition Musik Südost, 2008
663 S., ill.

Europäisches Geschichtsbuch

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Die Autoren des Europäischen Geschichtsbuches – 12 Historiker aus 12 verschiedenen Ländern Europas – fassten die Geschichte unseres Kontinents in Form eines Schulbuches zusammen. Im Werk spielen nicht die einzelnen Staaten die Hauptrolle, sondern die Geschehnisse, die das Schicksal des ganzen Kontinents beeinflussen. Das Buch ist mit zahlreichen Illustrationen und Landkarten versehen, die es besonders gefällig und informativ machen.

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Obwohl das Buch eigentlich für Schüler bestimmt ist, es lohnt sich aber wegen seiner speziellen Anschauung auch für Erwachsenen, es zu lesen.

Aus dem Vorwort:

“Dieses Buch richtet sich in erster Linie an die jungen Menschen in Europa. Ein Geschichtsbuch für die Schule, wie andere Geschichtsbücher, ist es dennoch nicht. Es erfüllt nicht die engen Kriterien der Zulassungsfähigkeit. Aber man darf sicher behaupten, dass es dennoch, vielleicht sogar um so mehr, ein Schul-Buch ist: ein Prototyp für europäische Schulbücher, mit denen kommende Generationen lernen müssen, in erweiterten Perspektiven und über die gegenwärtig bestimmenden Horizonte hinaus zu denken und zu handeln.

Die Bedeutung der je einzelnen Nationalgeschichte einerseits und der Weltgeschichte andererseits bleibt auch weiterhin unbestritten. Das Ziel ist also komplementär: die Sache Europa im Kontext der je nationalen Geschichte und nationalen Wirklichkeit zu verstehen. Deswegen vor allem ist zu wünschen, dass dieses Buch ungeachtet aller Regularien traditioneller Schulbuchversorgung in die Hände möglichst vieler Schülerinnen und Schüler kommt und über sie in die Familien.”

Jaques Aldebert et al.: Europäisches Geschichtsbuch
Stuttgart – Düsseldorf – Berlin – Leipzig : Ernst Klett Schulbuchverlag, 1993
384 S. : ill.
Sprache: Deutsch

Günter Grass: Beim Häuten der Zwiebel

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Der Nobelpreisträger Günter Grass ist ohne Zweifel einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller unserer Zeit. In seinem autobiographischen Werk lernen die Leser den Lebenslauf des Schriftstellers von seiner Kindheit bis zur Veröffentlichung seines ersten Romans kennen. Man erfährt von den “Irrwegen” im Leben des jungen Grass – er arbeitete als Steinmetz, studierte bildende Künste, usw. -, dabei erkennt man zahlreiche Motive der späteren Romane.

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Das Buch ist ein Muss für die Anhänger der Günter Grass-Werke, aber auch denjenigen lohnt es, das Werk in die Hand zu nehmen, die gerne einen Augenzeugenbericht über das deutsche Leben zwischen den 30-er und 60-er Jahren lesen möchten.

Aus der Buchbeschreibung von amazon.de:

“Das im Vorfeld seiner Erinnerungen Beim Häuten der Zwiebel bekannt gewordene Bekenntnis des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Günter Grass, im Alter von 17 Jahren kurz bei der Waffen-SS gewesen zu sein, hat im Blätterwald der Feuilletons viel Staub aufgewirbelt. Vor allem die späte Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit machte den Kritikern offenbar zu schaffen. Jetzt, sagte Grass, sei die Zeit einfach reif dafür gewesen, dieses lang verdrängte Trauma niederzuschreiben. Wer Beim Häuten der Zwiebel aufmerksam liest, kann die Gründe hierfür – und damit Grass – besser verstehen.

Die Passage von der Zeit bei der Waffen-SS ist nur ein Bruchteil des fast 500 Seiten dicken Buchs. Es schildert die Kindheit und Jugend des Schriftstellers bis zum Erscheinungsjahr seines hoch gelobten und längst zum Klassiker avancierten Debütromans Die Blechtrommel. Es geht um die Liebe zu seiner Mutter, die den Wunsch, Künstler zu werden, unterstützte, seine Verwirklichung durch ihren frühen Krebstod aber nicht mehr erlebte,. Es geht um Hitlers Überfall auf Polen, der den Beginn des Zweiten Weltkriegs und das Ende von Grass’ Kindheit bedeutete. Es geht um die Zeit als ideologiegläubiger Hitlerjunge, Luftwaffenhelfer und Kriegsgefangener. Und es geht nicht zuletzt um die Pariser Jahre, in denen die Blechtrommel entstand. Vor allem aber geht es auch darum, ‘was alles geschehen musste, um diese Sperre vor der Sprache abzubauen, bis es dann zu den Wortkaskaden der »Blechtrommel« kommt’. Dass dies auf verschiedenen Zeit- und Reflexionsebenen und mit Hilfe einer überaus eigenwilligen Sprache geschieht, versteht sich bei Grass von selbst.”

Günter Grass: Beim Häuten der Zwiebel
Göttingen : Steidl, 2006
480 S.
Sprache: Deutsch

Heinrich Oppermann: Die Enkel der Donauschwaben

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Das Buch von Heinrich Oppermann ist eine Sammlung von Geschichten der nach dem Kriegsende vertriebenen Ungarndeutschen. Die meisten Beiträge behandeln Geschehnisse in der alten Heimat Ungarn, jedoch sind im Buch auch Texte über die Vertreibung und über das Leben in der neuen Heimat zu lesen.

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Das Werk ist eine interessante Lektüre, nicht nur für die im Titel genannten Enkel der Donauschwaben, sondern für alle, die für das Alltagsleben und das Schicksal der Ungarndeutschen im 20. Jahrhundert interessieren.

Aus dem Rückseitentext:

“‘Die Enkel der Donauschwaben’ erzählen Geschichten der Kinder- und Jugendjahre der Kriegs- und Nachkriegszeit in Ungarn und der Vertreibung, der Umsiedlung aus Ungarn nach Deutschland, des Neuanfangs und des Werdens und Seins im östlichen Teil, der DDR, und den Jahren nach der Wiedervereinigung. Unbeschwerte Kinder- und Jugenderlebnisse, Alltagsleben und Alltagssorgen in schwerbelasteten und schwer lastenden Umbruchzeiten, schwerer Zeiten. Es sind Geschichten und Erzählungen, die facettenartig diese Zeiten und Welten streifen, aus eigener Sicht, doch nicht alles selbsterlebt, nachsichtig, nicht nachtragend, weitsichtig, nicht weitschweifend, umsichtig, nicht umwerfend, und leicht, nicht leichtfertig, teils überzeichnet, doch meist mit schmunzelndem Humor, erzählen.”

Heinrich Oppermann: Die Enkel der Donauschwaben. Geschichten aus zwei Heimaten
Norderstedt : Books On Demand, 2007
248 S.
Sprache: Deutsch

Heinrich Oppermann: Die Enkel der Donauschwaben

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Das Buch von Heinrich Oppermann ist eine Sammlung von Geschichten der nach dem Kriegsende vertriebenen Ungarndeutschen. Die meisten Beiträge behandeln Geschehnisse in der alten Heimat Ungarn, jedoch sind im Buch auch Texte über die Vertreibung und über das Leben in der neuen Heimat zu lesen.

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Das Werk ist eine interessante Lektüre, nicht nur für die im Titel genannten Enkel der Donauschwaben, sondern für alle, die für das Alltagsleben und das Schicksal der Ungarndeutschen im 20. Jahrhundert interessieren.

Aus dem Rückseitentext:

“‘Die Enkel der Donauschwaben’ erzählen Geschichten der Kinder- und Jugendjahre der Kriegs- und Nachkriegszeit in Ungarn und der Vertreibung, der Umsiedlung aus Ungarn nach Deutschland, des Neuanfangs und des Werdens und Seins im östlichen Teil, der DDR, und den Jahren nach der Wiedervereinigung. Unbeschwerte Kinder- und Jugenderlebnisse, Alltagsleben und Alltagssorgen in schwerbelasteten und schwer lastenden Umbruchzeiten, schwerer Zeiten. Es sind Geschichten und Erzählungen, die facettenartig diese Zeiten und Welten streifen, aus eigener Sicht, doch nicht alles selbsterlebt, nachsichtig, nicht nachtragend, weitsichtig, nicht weitschweifend, umsichtig, nicht umwerfend, und leicht, nicht leichtfertig, teils überzeichnet, doch meist mit schmunzelndem Humor, erzählen.”

Heinrich Oppermann: Die Enkel der Donauschwaben. Geschichten aus zwei Heimaten
Norderstedt : Books On Demand, 2007
248 S.
Sprache: Deutsch

Heinrich Zankl: Der große Irrtum

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Das Sachbuch “Der große Irrtum” behandelt bekannte und weniger bekannte Fälle der Wissenschaftsgeschichte, bei denen – wie es später herausstellte – die Wissenschaftler sich geirrt hatten. Der Autor nimmt Beispiele aus vielen Wissenschaftsgebieten von der Archäologie bis zur Physik, und erzählt sie in einem unterhaltsamen Stil.

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Das Buch ist eine ideale Lektüre für diejenigen, die sich für die Geheimnisse der Wissenschaften interessieren.

Produktbeschreibung auf Buecher.de:

“Kolumbus dachte bis zu seinem Tod, er hätte den Seeweg nach Indien entdeckt. Heinrich Schliemann nahm an, er hätte den Palast des Odysseus gefunden. Ein unbekannter Forscher hat vor über 100 Jahren bei der Messung des Eisengehalts von Spinat ein Komma übersehen, weshalb man jahrzehntelang dachte, dass dieses Gemüse besonders viel Eisen enthielte – zum Leidwesen ganzer Generationen von Kindern. Diese und viele andere Irrtümer werden in diesem vergnüglichen Streifzug durch die Wissenschaftsgeschichte behandelt. Der Bogen spannt sich dabei von Archäologie und Geschichte über Anthropologie und Psychologie, Medizin, Pharmakologie, Biologie, Ernährungs- und Umweltwissenschaften bis hin zur Chemie und Physik. Heinrich Zankl führt uns vor Augen, dass wir immer mit gesunder Skepsis an sogenannte ‘neueste Erkenntnisse’ herangehen müssen.”

Heinrich Zankl: Der große Irrtum. Wo die Wissenschaft sich täuschte
Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2004
200 S.
Sprache: Deutsch

Sparsamer Haushalt für den Kulturausschuss

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Als wichtigster Tagungspunkt behandelte am 10. Februar auf seiner ersten Sitzung im Jahr 2009 der Kulturausschuss der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen das Budget des Ausschusses. “Es wird einen sparsamen Haushalt geben”, begann LdU-Vorsitzender Otto Heinek seinen Bericht über den Haushaltsplan der LdU und über dem Kulturausschuss zugeteilten Budget.

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Der Ausschuss wird im aktuellen Geschäftsjahr über 2,1 Millionen Forint verfügen. Der Betrag ist im Vergleich zum Vorjahr 400.000 Forint weniger. Laut Beschluss des Kulturausschusses sind 1,4 Millionen Forint fest schon im Voraus verplant, denn der Landesrat der Ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen erhält jährlich 700.000 Forint und der Förderverein für Deutschsprachiges Laientheater in Ungarn 150.000 Forint, für die Kulturprogramme im Haus der Ungarndeutschen werden 300.000 Forint zur Verfügung gestellt, bzw. die Finale des Landesrezitationswettbewerbs, der jährlich in Mai in Budapest veranstaltet wird, wird mit 80.000 Forint gefördert. Über insgesamt 870.000 Forint wird der Ausschuss frei verfügen können. Mit diesem Betrag sollen Veranstaltungen, Publikationen etc. unterstützt werden.

Als zweites Tagesordnungspunkt wurde die Landesgala der Ungarndeutschen ausgewertet. Ausnahmslos gratulierten die Mitglieder den Organisatoren und meinten, dass die Gala 2009 der beste der letzten Jahre gewesen wäre. Es wurde begrüßt, dass dieses Jahr SchülerInnen aus Baje, Fünfkirchen, Mohatsch und Tscholnok mit Mundartgeschichten bzw. mit Volksliedern aufgetreten sind, was auch bei den Zuschauern im Kongresszentrum auf grosses Gefallen stieß. Das Programm, das unter dem Titel “Erbe der Grosseltern” aufgeführt wurde, soll auch nächstes Jahr von Ibolya Englender-Hock zusammengestellt werden, und den Jugendlichen eine Möglichkeit bieten ihr Können einem grossen Publikum zeigen zu können. Lob erhielten auch alle aufgetretenen Kulturgruppen und Solisten. Wegen Sparmaßnahmen gab es kein Empfang in der Pause der Gala, was eine bedeutende Minderung der Kosten bedeutete. Dieses Jahr lief auf den Bildschirmen auf dem Foyer eine Montage, initiiert und zusammengestellt vom Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum über das Galaprogramm bzw. der Aufruf über BlickPunkt – Wettbewerb der Bilder und die Werbung für das Internetportal www.zentrum.hu. Es soll in Erwägung gezogen werden, dass nach diesem Muster in der Zukunft sich die auftretenden Gruppen in der Form einer Ausstellung präsentieren sollten, bzw. dass es auch Kleinkapellen eingeladen werden sollten, die die Gäste vor dem Programm bzw. in der Pause unterhalten sollten. Die Frage, ob die Gala auch im Jahre 2010 im Kongresszentrum veranstaltet werden sollte, blieb offen. Eine Entscheidung wird darüber während des Jahres getroffen.

Der Ausschuss nahm anschliessend seine Geschäftsordnung an, bzw. fasste einen vorläufigen Beschluss über die Unterstützung des Passionsspiels, das von der Deutschen Selbstverwaltung Fünfkirchen anlässlich des Jubiläums der Diözese Fünfkirchen organisiert wird, und von der Deutschen Bühne Ungarn und den SchülerInnen des Valeria Koch Schulzentrums auf den Kalvarienbergen von Seksard, Litowr und Fünfkirchen aufgeführt werden sollte.

Vorsitzender des Kulturausschusses Franz Erdei teilte den Anwesenden mit, dass Ende Februar der Landesrat Vorstandswahlen abhalten würde, und schlug vor, dass zur nächsten Sitzung der gewählte Vorsitzender des Rates eingeladen werden sollte um über die Zukunftspläne der Organisation zu berichten.
Links:
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen

Lars Bergen: Die Vertreibung deutschstämmiger Bevölkerungsgruppe aus der CSR und Ungarn

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Lars Bergens Studie behandelt die Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei und aus Ungarn, mit der Darstellung ihrer Vorgeschichte, rechtlichen Grundlage und Durchführung.

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Das Werk ist eine gute Wahl für diejenigen, die eine kurze Zusammenfassung des Themas suchen, oder die Standpunkt eines deutschen Autors kennen lernen möchten, die keine persönliche Bindungen zum Thema hat.

Aus dem Klappentext:

“2005 jährte sich zum 60. Mal der Tag des Kriegsendes und auch die Potsdamer Konferenz ‘feierte’ 60. Jahrestag. In diesen Monaten des Jahres 1945 begann darüber hinaus auch die Vertreibung deutschstämmiger Bevölkerungsgruppen u. a. aus der CSR und Ungarn. Lars Bergen nahm dies zum Anlass, die gemeinsame Geschichte der deutschstämmigen und tschechoslowakischen bzw. ungarischen Bevölkerungsgruppen auf den Gebieten der CSR und Ungarns nach möglichen langfristigen Ursachen für die Eruption der Gewalt gegen die Sudeten- bzw. Ungarndeutschen ab 1945 zu durchleuchten. Anhand der Untersuchung des Potsdamer Abkommens zeigt er, dass dieses nicht als rechtliche Grundlage für die Vertreibungen aus Mittelosteuropa herhalten kann. Dies verdeutlicht er auch daran, dass er die Unterschiede bei den rechtlichen Grundlagen und der praktischen Durchführung der Vertreibung sowie deren Zielsetzungen in der CSR und Ungarn darlegt. Abschließend analysiert der Autor der heutigen Umgang mit der Vertreibung in diesen Staaten.“

Lars Bergen: Die Vertreibung deutschstämmiger Bevölkerungsgruppe aus der CSR und Ungarn. Ein Vergleich der rechtlichen Grundlagen und praktischen Durchführung der Vertreibung vor dem Hintergrund des Potsdamer Abkommens.
Saarbrücken : Verlag Dr. Müller, 2008
69 S.
Sprache: Deutsch

Bölcsőben ringattak, batyuval kidobtak (In der Wiege geschaukelt, mit einem Bündel rausgeworfen)

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Die Veröffentlichung des Hauses des Terrors (Terror Háza) basiert auf die Materialien der im Jahre 2006 eröffneten Ausstellung “Magyar tragédia 1946 – Német sors Európában, sváb sors Magyarországon” (“Ungarische Tragödie 1946 – deutsches Schicksal in Europa, Schwabenschicksal in Ungarn”). Die Vorworte von Parlamentspräsidentin Katalin Szili und Museumsdirektorin Mária Schmidt betonen die Wichtigkeit der Entschuldigung bei den Opfern. Neben den ausdrucksvollen Archivfotos sind die Aussagen der Überlebenden ein besonders interessanter Teil des Heftes.

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Im zweiten Teil der Publikation werden viele wichtige Persönlichkeiten der ungarischen Geschichte aufgelistet, die zur deutschen Nationalität gehörten, von Teréz Brunszvik bis zu Ferenc Puskás. Auch die Verantwortlichen für die Vertreibung wurden aufgelistet, wie auch diejenigen, die dagegen gekämpft hatten. Am Ende des Heftes sind die Anzahl deren angegeben, die aus der einzelnen Gemeinden vertrieben wurden.

Die Veröffentlichung ist vor allem denen zu empfehlen, die grundlegende Informationen über die Vertreibung suchen, aber wegen des ausgezeichneten Bildbestands ist es all denen interessant, die irgendeine Bindung zum Ungarndeutschtum haben.

Bölcsőben ringattak, batyuval kidobtak : Sváb sors Magyarországon 1939-1948
Budapest : Terror Háza Múzeum, 2007
39 S. ; illustriert
Sprache: Ungarisch